Goldene Momente im grauen Alltag

246E5F29-0588-42EE-B447-0933A4323431Ein Blick hinaus in die graue Tristesse. Ein Frösteln, das von ganz tief innen kommt.

Dieses Wetter – nicht richtig Winter, noch lange nicht Frühling – drückt echt ziemlich auf die Stimmung und das Wohlbefinden.

Momentan könnte ich mit beiden Extremen gut leben. Entweder nochmal so richtig Schnee (okay, das ist sehr sehr unwahrscheinlich) oder endlich mal die ersten wärmeren Sonnenstrahlen, die den langsam nahenden Frühling ankündigen. Aber ich befürchte, der wird noch etwas auf sich warten lassen.

Also hole ich mir die goldenen, leuchtenden Momente auf anderem Wege ins Haus.DSC04747Zum einen habe ich mir ein Album mit all meinen Lieblingsbildern des vergangenen Jahres erstellt. Da kann ich mich zurückträumen in den steirischen Winterurlaub, in dem die Sonne in der eisigen Kälte von -20 Grad die Eiskristalle so betörend hat funkeln lassen oder in den letzten Frühling, als der Raps so leuchtend gelb blühte. Kann mich zurückversetzen in den wundervoll-verwunschenen Tiveden oder die beruhigende Stille am Hintersteiner See. Oder ins pulsierende Budapest.DSC04756Aber auch die Wände lasse ich von vergangenen Entdeckungen berichten. So habe ich eine Wand neugestaltet, mir magnetische Bilderrahmen gekauft, ein Poster aus dem letzten Schweden-Urlaub geordert und dazu ein Plakat mit einem Spruch, das Lust macht auf neue Abenteuer.DSC04761 (1)

Welche Strategien habt ihr, um euch Lichtmomente in die eigenen vier Wände zu holen?

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Mini-Hokkaido-Quiches mit karamellisierten Kürbiskernen

DSC04369So langsam neigt sich die Kürbissaison ihrem Ende entgegen. Schade!

Um diesem vielseitigen Kerlchen noch einmal die Aufmerksamtkeit zu schenken, die er verdient, habe ich kleine Mini-Quiches mit Hokkaido gebacken und das Ganze mit einem knusprigen Karamell-Kürbiskern-Topping versehen.

Also ohne viel Schnick und Schnack, relativ klassisch, aber trotzdem super lecker. Und echt schnell zubereitet.

Für den Teig für sechs Mini-Quiches benötigt ihr:

150 g Mehl, 75 g kalte Butter, 1/2 TL Salz, 1 Ei

Verknetet die Zutaten zu einem gleichmäßigen Mürbeteig. Wickelt die fertige Kugel in etwas Frischhaltefolie ein und gebt sie für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank.

Inder Zwischenzeit könnt ihr euch um die Füllung kümmern.

Für die Füllung benötigt ihr:

200 g Frischkäse, 1 Ei, 1 EL Speisestärke, Salz, Pfeffer, Muskat, 225 g Hokkaidokürbis, 1 kleine Zwiebel, etwas Öl und etwas Kürbiskernöl

Verrührt den Frischkäse, das Ei, die Speisestärke sowie Pfeffer, Salz und Muskat zu einem gleichmäßigen Guss.

Schneidet den Hokkaido und auch die Zwiebel in kleine Würfel. Gebt etwas neutrales Öl in die Pfanne und dünstet beides darin an, bis der Kürbis weich geworden ist, aber auch noch ein bisschen Biss hat. Gebt dann nach Belieben einen kleinen Schuss Kürbiskernöl darüber und verrührt das Ganze. Das gibt dem Kürbis ein noch nussigeres Aroma.

Heizt den Backofen auf 160 Grad Umluft vor.

Holt danach den Teig aus dem Kühlschrank und rollt ihn dünn aus. Jetzt kommt es darauf an, wie groß eure Förmen sind und was in etwas der Größe inkl. Rand entspricht. Ich habe eine kleine Schüssel, die sich da ideal eignet. Sie lege ich auf den Teig und fahre dann mit dem Messer vorsichtig daran entlang. Da müsst ihr einfach mal ausprobieren, was am besten passt. Legt dann die Teigkreise in die Förmen und drückt sie vorsichtig fest, sodass sie sich perfekt in die Formen einfügen.DSC04339

Stecht den Teig auf dem Boden ein paar Mal mit einer Gabel ein. Gebt dann jeweils etwas von den Kürbiswürfeln darauf und übergießt sie anschließend mit dem Guss.

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Nun kommen die kleinen Quiches für ca. 10-15 Minuten in den Ofen bis sie schön golden geworden sind.

In der Zwischenzeit kümmert ihr euch um das Topping.

Für das Topping benötigt ihr:

50 g Kürbiskerne, 3 EL Zucker

Gebt den Zucker in eine Pfanne und lasst ihn karamellisieren. Fügt dann die Kürbiskerne hinzu und rührt sie um, bis sie schön vom Karamell überzogen sind. Verziert nun eure Mini-Quiches damit.

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Sobald die Quiches etwas ausgekühlt sind, rettet sie aus den Förmchen und genießt die Kleinen als Vorspeise oder Zwischensnack.

Bon appetit!

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Lieblingsorte: Saas-Fee, Schweiz

DSC04448Umgeben von zahlreichen, majestätischen 4.000ern liegt auf einer Höhe von 1.800 Metern das idyllische Walliser Örtchen Saas-Fee. Im Winter ist es das reinste Schneeparadies. Umringt von den vielen schroffen Bergen mit zahlreichen türkisfunkelnden Gletschern. Hier ist man der Natur ganz nah.DSC04545Morgens wenn bei klarem Wetter die Sonne langsam aufgeht, werden die Bergspitzen in leuchtendes Rot getaucht. Mit jeder Minute wird der Himmel blauer. Hier auf dieser Höhe scheint es fast, als wäre seine Farbe viel intensiver als an jedem anderen Ort auf der Welt. Und wenn man dann ganz früh mit der Gondel auf den Berg fährt, seinen Blick hinunter ins Tal und über die angrenzenden Gipfel schweifen lässt, die Skier in den Schnee legt und die Schuhe nacheinander in die Bindung einklacken lässt, um im Anschluss die ersten Spuren in die Naturschnee-Pisten zu ziehen und einem dabei die Sonne ins Gesicht scheint, dann ist das wahre Glückseligkeit.DSC041462017 war ich das erste Mal seit langer Zeit wieder in der Schweiz zum Skifahren. Und so hatte ich ganz vergessen, wie es ist, diesen einzigartigen, atemberaubenden Ausblick zu genießen, aber vor allem auch, wie es sich auf ganz echtem Schnee fährt. Es ist einfach etwas ganz Anderes als auf größtenteils künstlich beschneiten Pisten unterwegs zu sein.DSC04132Durch die enorme Höhe des Gebiets ist es meist ein ganzes Stück kälter, was mir allerdings nichts ausmacht 🙂 Darauf muss man sich einfach kleidungstechnisch einstellen. Und außerdem macht es ja auch viel mehr Spaß durch die kalte (!) Winterlandschaft zu stapfen, eingekuschelt in einen dicken Mantel und mit Teddyfell gefütterten Schneestiefeln an den Füßen das Knarzen des Schnees ganz bewusst in sich aufzusaugen. Da schmeckt die Ovo zum Aufwärmen gleich nochmal so gut.DSC00193Wie klein der Mensch eigentlich ist, spürt man in dieser Bergkulisse auch umso mehr. Wenn es mal richtig stürmisch ist, egal ob ganz oben auf 3.500 Metern oder unten im Dorf, da zeigt die Natur, wer das Sagen hat. Und so schafft dieser Ort es, meine Gedanken schweifen zu lassen, aber auch mich zu setten und mich wieder auf das wirklich Wichtige im Leben zu fokussieren.DSC04551 (1)Doch Saas-Fee lädt neben tollen Pistenerlebnissen auch zu wunderschönen Spaziergängen durch und entlang des (komplett autofreien!) Ortes ein. So kann man sich an schnuckligen Ladenfenstern die Nase plattdrücken, vorbeispazieren an traditionellen Berghäusern, beim Beck (Bäcker) einkehren, der wundervolle Düfte verströmen lässt, durch schneebedeckte Wälder streifen, mit dem Schlitten die Berge hinabsausen oder auch bei ein bisschen Wellness mit traumhaftem Ausblick die Seele baumeln lassen.DSC04441Abends, wenn die Sonne schon lange untergegangen ist, funkeln dann die Sterne in vermeintlich greifbarer Nähe, das Gletschereis leuchtet betörend und erhellt die dunkle Nacht.DSC04685Wenn das Wetter mal etwas schlechter ist, man die Berge fast gar nicht erkennen kann, weil alles wolkenverhangen ist, die Schneeflocken vom Himmel herabtanzen oder manchmal auch eher sausen, dann hat Saas-Fee für mich etwas Mystisches an sich. Dann scheint die ganze Welt schwarzweiß zu sein und die Ruhe ist noch greifbarer als schon zuvor.DSC04485Da bietet es sich an, den Tag mit einem leckeren Käsefondue ausklingen zu lassen und so Leib und Seele etwas Gutes zu tun. Zwischendurch kann man immer mal wieder einen Blick nach draußen werfen und schauen, ob es noch schneit und sich daran erfreuen, wie gemütlich und wohlig warm es in der Hütte ist.DSC04430Und wer weiß, vielleicht strahlt am nächsten Tag die Sonne schon wieder mit euren Gesichtern um die Wette, wenn der frisch gefallene Schnee betörend in der Sonne funkelt.DSC04109Zu gerne hätte ich euch ein Bild von den türkisfunkelnden Gletschern – tagsüber und auch nachts – mitgebracht. Aber als wir gerade Ende Januar wieder dort waren, wurde ein neuer Schneerekord eingestellt, da war selbst das Gletschereis komplett mit Schnee bedeckt. Vielleicht habt ihr es in den Nachrichten mitbekommen. Ja, auch wir waren ein paar Tage vor Ort eingeschneit. Aber da wir eh nicht vorhatten, den Ort zu verlassen, hat uns das nicht wirklich gestört oder beeinträchtigt. Nach ein paar Tagen Dauerschnee hatten wir im Ort eine Schneehöhe von 1,70 Meter erreicht. Das ist schon echt verrückt.DSC04506An einem Morgen sind wir vor die Tür gegangen, doch der Weg, der noch am Tag zuvor bis zu unserem Haus führte, war nicht mal mehr im Ansatz erkennbar. Bis zur Hüfte sind wir in ihm eingesunken. Ich sage euch, sich durch so tiefen Schnee einen Weg zu bahnen, hat so wahnsinnig Spaß gemacht 🙂 Da fühlt man sich gleich wieder wie ein Kind.DSC04645Dafür kann ich euch aber abschließend noch etwas anderes zeigen. Am ersten sonnigen Tag, den wir hatten, hat sich über der einen Gipfelspitze ein bunt schimmernder Schleier gebildet. Es sah fast so aus wie ein Nordlicht light 🙂 und eben im Hellen. Habt ihr sowas schon mal gesehen?DSC04622

 

Bratäpfel mit Honigquark-Nuss-Füllung

DSC04308Nach all den vielen und vor allem zahlreichen Leckereien der vergangenen Wochen befinde ich mich momentan in einer Phase, in der ich vor allem Lust auf einfache, leichte Sachen habe. Doch das Schmuddelwetter da draußen entfacht auf der anderen Seite auch mein Verlangen nach Seelenfutter. Und so habe ich etwas gegrübelt, bis mir die zündende Idee kam, mit was ich mich heute auf leichte und schnelle Weise verwöhnen könnte: Bratapfel aus dem Tontöpfchen.

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Ihr müsst wissen, dass das eins jener Rezepte ist, das für mich durch und durch nach Kindheit schmeckt. Meine Mutter hat die Bratäpfel früher immer auf diese Weise zubereitet. Dabei hat sie nie ein richtiges, niedergeschriebenes Rezept gehabt. Und so ist das heute auch eine kleine Premiere. Denn für euch habe ich es jetzt mal schriftlich festgehalten.

Für 2 wundervoll duftende Bratäpfel benötigt ihr:

2 große Äpfel, 250 g Quark 20%, 1 EL Honig, 2 EL gemahlene Hasel- oder Walnüsse, ½ TL Zimt, 1 Ei, nach Belieben 1-2 EL in Rum eingelegte Rosinen

Heizt den Backofen auf 190 Grad vor.

Wascht die Äpfel und stecht die Kerngehäuse aus. Schlagt das Eiweiß steif, verrührt den Quark mit dem Eigelb und gebt die übrigen Zutaten hinzu. Zieht zum Schluss den Eischnee unter die Quarkmasse. Zum Schluss fügt ihr die Rosinen hinzu und verrührt das Ganze nochmals. Setzt die Äpfel in eure Tonförmchen oder eine kleine Auflaufform und füllt die Masse in die ausgestochenen Höhlen. Sollte jetzt noch etwas Quarkmasse übrig sein (was durchaus vorkommen kann, je nachdem wie groß eure Äpfel sind), dann füllt die Masse doch einfach noch rund um eure Äpfel in die Förmchen. Von der Füllung kann man eh nie genug haben 🙂 Alternativ könnt ihr die überschüssige Masse aber auch in eine separate Form geben und den Quark so mitbacken.

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Gebt die Äpfel nun für ca. 25-35 Minuten in den Ofen.

Rettet sie, sobald sie schön golden geworden sind. Bitte beachtet, dass die Garzeit von der Größe eurer Äpfel abhängt, aber auch davon, ob ihr eine offene oder geschlossene Backform verwendet.

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Zündet euch eine Kerze an und genießt den Duft, der nun durch eure Räume wandern wird, während ihr die Äpfelchen etwas abkühlen lasst, bis sie eine angenehme Verzehrtemperatur haben.

Lasst es euch schmecken!

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Frohe Weihnachten!

DSC04212Geht es Euch auch so, dass die Zeit jedes Jahr schneller dahin zu rennen scheint? Gerade war doch erst Januar und jetzt ist schon wieder Weihnachten. Zack – und das nächste Jahr ist schon vorüber.

Nutzt die Weihnachtstage, um etwas zu entspannen, die Uhren etwas langsamer laufen zu lassen, Euch an den kleinen Dingen des Lebens zu erfreuen oder auch einfach mal gar nichts zu tun 🙂

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Lasst das vergangene Jahr nochmal Revue passieren: Was waren besonders schöne Momente? Was Eure tollsten Erlebnisse? Was das bewegendste Buch des Jahres? Was Eure liebste kulinarische Neuentdeckung?

Ich habe es mir gerade schon auf dem Sofa bequem gemacht und werde meinen eigenen kleinen Rückblick mit einer Tasse Cappuccino und einem Stück selbst gebackenem Stollen zelebrieren.

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Nehmt Ihr Euch etwas für das kommende Jahr vor? Ich bin kein Freund von Vorsätzen, aber ich werde versuchen etwas mehr in den Tag hinein zu leben, statt immer alles fest durchzuplanen. Mal schauen, ob ich das schaffe 🙂

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Ich wünsche Euch, Euren Familien und Freunden wunderschöne, erholsame und besinnliche Weihnachten und einen guten Start in ein glückliches, einzigartiges und gesundes Jahr 2018!

Bis ganz bald, drück Euch

Nadine

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Hausgemachte schokolierte Elisen-Lebkuchen

DSC04044Winterzeit ist Lebkuchenzeit! Zumindest bei mir. Denn ich bin ein regelrechtes Lebkuchenmonster 🙂 Es gibt übers Jahr hinweg zwei süße Warengruppen, die meine all-time-favorites sind: Eis und eben Lebkuchen. Und zwar in allen erdenklichen Variationen. Nur, dass ich sie bisher immer ausschließlich gekauft habe. Ich hatte zwar auch schon mal probiert, welche selbst zu machen, war dann aber vom Ergebnis ziemlich enttäuscht. Aber in diesem Jahr hat mich erneut der Ehrgeiz gepackt und so habe ich mich an eine neue Rezeptidee gewagt. Und siehe da – sie sind einfach himmlisch geworden. In der ersten Testphase hatte ich noch nicht die perfekte Mischung an Gewürzen gefunden, aber die zweite Runde ist nun richtig richtig gut geworden. Und dann auch noch so einfach. Und – jetzt kommt mit das Wichtigste – ganz ohne Mehl. Nur mit ganz vielen Nüssen, Gewürzen und natürlich ganz viel Liebe und Schokolade.

Da möchte ich euch gar nicht länger auf die Folter spannen. Los geht’s…

Für ca. 15 Elisen-Lebkuchen mit einem Durchmesser von 70 mm benötigt ihr:

Backoblaten (70mm), 2 Eier, 150 g brauner Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 200 g gemahlene Mandeln, 150 g gemahlene Haselnüsse, 1 Msp. gemahlene Nelken, 1/2 TL Hirschhornsalz, 1/2 Fläschchen Romaroma, abgeriebene Schale einer Zitrone, 100 g Zitronat, 250 g Kuvertüre, 1 TL Kokosfett

Schlagt die Eier mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig. Gebt dann das Rumaroma, die Gewürze und die Mandeln unter. Hackt das Zitronat bis es ganz feine kleine Würfelchen sind. Gebt es dann zu der Eimasse hinzu und verrührt alles. Gebt dann die Haselnüsse hinzu, sodass eine streichfähige Masse entsteht. Ggf. müsst ihr je nach Konsistenz noch ein bisschen mehr Haselnüsse hinzugeben. Formt aus dem Teig kleine Kugel von ca. 2 EL Masse. Setzt diese auf die Oblaten und drückt sie vorsichtig auseinander. Es sollte noch ein kleiner Oblatenrand herausschauen.

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Heizt den Backofen auf 150 Grad Ober- und Unterhitze vor. Backt die Lebkuchen auf mittlerer Schiene ca. 30-35 Minuten.

DSC04034Lasst sie auskühlen und schmelzt die Kuvertüre im Wasserbad. Gebt das Kokosfett hinzu, damit die Schokolade später schön glänzt. Bestreicht oder tunkt die Lebkuchen in die flüssige Schokolade und lasst sie erneut auskühlen.

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Bon appetit!

Das Tolle an diesen Elisen ist, dass sie sofort richtig gut schmecken. Man muss sie also nicht noch wochenlang liegen und ziehen lassen. Allerdings ist man auch nicht gezwungen sie ganz schnell zu vertilgen, denn der Test über mehrere Wochen zeigte, dass sie nicht an Geschmack einbüßen. Also falls ihr euch zügeln könnt, habt ihr eine ganze Zeit lang etwas von eurem Backeinsatz.

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Ich wünsche euch einen schönen dritten Advent!

Liebe Grüße, Nadine

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Winter-Liebe

Das Knirschen von Schnee unter den Füßen. Dick eingepackt durch die weiße Winterwelt wandeln. Schneeflocken, die sich auf deine Nasenspitze setzen. Die Anstrengung spüren, wenn man durch den tiefen Neuschnee stapft. Das Heimkommen in die warme Stube. Aufwärmen bei einer Tasse Kaffee oder einer heißen Schokolade. Draußen die weiterhin durch die Luft tanzenden Schneeflocken beobachten. Einen Moment innehalten.

 

Morgens früh aufstehen, um als erster auf der Piste zu sein. Dabei zusehen, wie sich die Gipfelspitzen rot färben. Spuren in den noch unberührten Schnee ziehen. Die Kälte und den Fahrtwind spüren. Das Gefühl von Freiheit ganz tief einatmen. Die wärmenden Sonnenstrahlen auf dem Gesicht einfangen. Einen Moment innehalten.

 

Drinnen im Warmen sitzen. Überlegen, mit was man es sich gut gehen lassen könnte. Alle Zutaten hervorholen. Die Küche in ein kleines Schlachtfeld verwandeln. Das Ergebnis in vollen Zügen genießen. Einen Moment innehalten.

Genau deshalb liebe ich den Winter so sehr.

Weihnachtlicher Gewürzkuchen

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Temperaturen um den Gefrierpunkt, erste vom Himmel herunter tanzende Schneeflocken und überall golden schimmernde Lichter – der Winter und mit ihm die Adventszeit halten Einzug.

Liebt ihr diese Zeit auch so sehr wie ich? Jedes Jahr, wenn der erste Schnee fällt, fühle ich mich wieder wie ein kleines Kind. Unbändige Freude breitet sich in mir aus. Und plötzlich ist alles andere egal – Sorgen und Stress sind vergessen, das einzige was zählt, ist genau dieser Moment. Einfach mal im Alltagstrubel durchatmen und sich an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen. Einfach mal die Zeit etwas langsamer verstreichen lassen. Die Winterzeit ist die Zeit der Besinnlichkeit. Und das hat durchaus seinen Sinn. Viel zu selten halten wir inne, viel zu selten gönnen wir uns eine Auszeit vom typischen Alltagstrubel. Einfach mal einen Gang zurückschalten und durchatmen. Macht euch eine schöne Tasse Tee oder Kaffee. Nehmt Platz in eurem Lieblingssessel und schaut den Schneeflocken beim Tanzen zu. Beobachtet wie nach und nach alles von weißem Puder bedeckt wird und die Zeit plötzlich still zu stehen scheint.

Nascht ein paar eurer selbst gebackenen Plätzchen. Oder probiert einfach mal mein Rezept für den weihnachtlichen Gewürzkuchen aus. Für mich gehört er fest zur Weihnachtszeit dazu. Die vielen tollen Gewürze verpackt in einem fluffigen Teig. Und das Ganze eingebettet in eine Schicht aus zartschmelzender Schokolade. Einfach himmlisch…

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Für eine Gugelhupfform benötigt ihr:

5 Eier, 200 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 4 EL Rum, 2 EL Honig, 150 g Öl, 200 g Mehl, 1 Päckchen Backpulver, 3 TL Lebkuchengewürz, 1 TL gemahlene Nelken, 150 g gemahlene Nüsse, 100 g geriebene Schokolade, 175 g Kuvertüre, 1 TL Kokosfett.

Heizt euren Backofen auf 175 Grad vor.

Schlagt die Eiweiße zu Eischnee und lasst dabei langsam den Zucker und den Vanillezucker einrieseln. Rührt weiter bis sich dieser komplett aufgelöst hat. Schlagt danach die Eigelbe mit dem Rum und dem Honig schaumig und gebt das Öl unter Rühren hinzu. Hebt im Anschluss den Eischnee unter die Eigelbmasse. Mischt das Mehl mit Backpulver und Gewürzen und hebt das Ganze unter die Eimasse. Mit den Nüssen und der Schokolade verfahrt ihr genauso.

Fettet eure Form (am besten mit Backspray). Füllt dann den Kuchenteig hinein und backt ihn auf mittlerer Schiene circa 45 Minuten. Testet mit der Stäbchenmethode, ob der Teig bereits komplett durchgebacken ist.

Holt ihn heraus und lasst ihn auf einem Rost auskühlen. Stürzt den Kuchen, wenn er kalt ist, auf den Rost.

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Schmelzt dann die Kuvertüre in einem Wasserbad (gebt nach Belieben etwas Kokosfett hinzu, das verleiht der Schokolade einen tollen Glanz) und verziert den Kuchen damit. Ich habe zusätzlich noch ein paar Streifen mit Punschglasur gemacht. Die Punschglasur kannst du in Österreich fertig zubereitet kaufen. Alternativ kannst du auch einen Guss aus Puderzucker und Rotwein anmischen und deinem Kuchen damit einen Streifenlook verpassen.

Viel Spaß beim Nachbacken und einen tollen ersten Advent!

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Schokoladen-Tarte

DSC03800Es hat sich Besuch zum Kaffee angekündigt und ihr habt keine Zeit einen aufwendigen Kuchen zu backen, wollt aber trotzdem etwas richtig Leckeres zaubern? Dann empfehle ich euch meine Schokoladen-Tarte. Sie ist schnell zubereitet und obendrein hat man die Zutaten meist eh immer zuhause. Damit ist sie auch für spontane Gästeankündigungen bestens geeignet. Und mal ehrlich – wer mag keine Schokolade?! 🙂

Auf den erstem Blick mag man vielleicht vermuten, dass sich hinter diesem Rezept ein schnöder Schokoladenkuchen verbirgt, aber der Schmelz dieser Tarte wird euch in Nullkommanichts um den Finger winkeln – glaubt mir.

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Also holt eure schönste Tarteform aus dem Schrank, jetzt geht es los.

Für eine himmlische Schokoladen-Tarte benötigt ihr:

150 g Zartbitterschokolade, 120 g Butter, 6 Eier, 100 g Puderzucker, 60 g Mehl und nach Belieben etwas Puderzucker und/oder Kakao zum Verzieren

Heizt den Backofen auf 190 Grad vor.

Schmelzt die Schokolade langsam bei niedriger Temperatur in einem Wasserbad. In der Zwischenzeit schlagt ihr die Eiweiße mit dem durchgesiebten Puderzucker zu Eischnee. Verquirlt die Eigelbe und zieht sie dann vorsichtig unter den Eischnee. Zieht danach das Mehl unter die Eimasse. Sobald die Schokolade geschmolzen ist, gebt ihr nach und nach die Butter in kleinen Stückchen zur Schokolade hinzu und rührt solange bis sie sich komplett verflüssigt hat und ihr eine gleichmäßige, glänzende Schokomasse erhaltet. Lasst das Ganze etwas abkühlen, bevor ihr die Schokomasse im Anschluss langsam und nach und nach unter die Eimasse zieht.

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Fettet eure Tarteform und stäubt sie mit etwas Mehl aus, damit sich der Kuchen später besser aus der Form lösen lässt. Füllt den Teig gleichmäßig in die Form und gebt ihn auf der mittleren Schiene in den Backofen. Je nachdem aus welchem Material eure Form ist, benötigt die Tarte nun 14-17 Minuten Backzeit. Macht zur Sicherheit die Stäbchenprobe, ob der Teig komplett durchgebacken ist.

Holt die Form aus dem Ofen und lasst die Tarte auf einem Gitter auskühlen.

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Wenn ihr wollt, könnt ihr sie dann noch nach Belieben verzieren. Ich habe heute mal etwas Kakaopulver mit einer Prise Zimt gemischt und mit einem Haarsieb über die gesamte Tarte gestäubt. Danach habe ich meine selbst zugeschnittene Schablone vorsichtig darauf gelegt und dann nochmal mit etwas Puderzucker bestäubt. Da sind eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Viel Spaß beim Nachbacken und bon appetit!

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Lieblingsorte: Cornwall und seine Strände

Anlässlich dieses derzeitigen ungemütlichen Schmuddelwetters träume ich mich mal schnell in den südenglischen Sommer und präsentiere euch die nächste Episode meiner Lieblingsorte-Reise.

Seitdem ich 2007 das erste Mal in England war, habe ich mein Herz an dieses wunderschöne Land verloren. Ich liebe es, weil es so vielfältig ist – sanfte Hügel knüpfen an schroffe Felsen, das satte Grün der Felder führt in das leuchtende Blau des Meeres, vom pulsierenden London ist man in (relativ) kurzer Zeit auf dem Land. Egal ob beim Bummel durch kleine charmante Ortschaften, beim Erkunden von Burgen und Herrenhäusern, beim Wandeln durch blühende Gartenoasen oder einfach bei einer Tasse dampfenden Tees, hier kann man die Seele baumeln lassen.

Vermutlich ahnt ihr es bereits: Ich habe einige Lieblingsorte auf der Insel 🙂

Speziell Cornwall ist einfach ein wunderbares Fleckchen Erde und hat einiges zu bieten. So zum Beispiel auch traumhaft schöne Strände. Heute möchte ich euch drei meiner Lieblinge vorstellen.

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Watergate Beach

Einer davon ist euch bereits mehrfach begegnet – ihr seht ihn jedes Mal, wenn ihr meinem Blog einen Besuch abstattet. Mein Headerbild wurde am Watergate Beach aufgenommen. Hier tummeln sich immer viele Leute. Dennoch geht alles ganz entspannt zu. Die Surfer warten auf die besten Wellen. Die Kinder tollen über die riesige fast 3 Meilen (!) lange Sandfläche. Und Pärchen schlendern in aller Ruhe barfuß über den Strand. Lassen sich immer wieder das herannahende Wasser über die Füße spülen.

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Blick auf Watergate Beach

Schon bei der Fahrt zum Watergate Beach bekommt man wundervolle Ausblicke auf ihn geboten, sodass das Herz bereits kleine Freudensprünge vollführt bevor man überhaupt richtig angekommen ist. Für die Liebhaber von Promiköchen wartet hier dann noch ein besonderes Schmankerl 🙂 Das Fifteen von Jamie Oliver thront über dem Strand und bietet zum Gaumenschmaus auch noch den wundervollen Ausblick auf diese Kulisse. Doch auch andere Cafès und Restaurants laden zum Verweilen ein.

 

Mein zweiter Lieblingsstrand ist der Perranporth Beach. Hier haben wir mal einige Tage auf einem Campingplatz verbracht, der auf dem Hügel oberhalb des Strandes liegt (Tollgate Farm Caravan & Camping Park). Ganz in der Nähe gibt es auch noch einen ziemlich ziemlich großen Campingplatz, um den wir allerdings einen großen Bogen gemacht haben. Von beiden Standorten aus kann man einen schönen Spaziergang (vorbei oder vielmehr über einen Golfplatz) machen und gelangt in ca. 20 – 30 Minuten zum Strand. Also Vorsicht bei tieffliegenden Golfbällen 🙂 Der Weg kreuzt allerdings nur in einem Abschnitt das Gelände, sodass man ihn schnell hinter sich lassen kann. Speziell am Abend liebe ich den Perranporth Beach. Denn dort gibt es (wenn man der eigenen Aussage Glauben schenken darf) die einzige Bar im Königreich (The Watering Hole), die sich direkt auf einem Strand befindet. Auf diese Weise kann man sich ein schönes Plätzchen suchen und mit einem Glas Cider in der Hand dabei zu sehen, wie die Sonne am Horizont langsam aber sicher mit dem Meer verschmilzt. Haaaach… einfach so wunderschön…

Mein dritter Favorit befindet sich ganz in der Nähe von Land’s End, ist aber nicht ganz so hoch frequentiert. Er liegt direkt unterhalb des Minack Theatre, dessen Besuch oder zumindest Besichtigung sich in jedem Fall lohnt. Eine solche Kulisse für eine Theaterbühne ist einfach was ganz Besonderes und die Geschichte der Frau dahinter ist super spannend und beeindruckend.

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Porthcurno Beach

Direkt vom Minack Theatre aus führt dann ein kleiner, schmaler Pfad runter zum Porthcurno Beach. Es ist lediglich ein kleiner Strandabschnitt, der von den steilen, schroffen Küsten eingefasst wird. Aber genau das macht ihn aus. Man hat fast das Gefühl, als wäre der Strand nur für einen persönlich da. Ja so, als ob die Zeit stehen bliebe, solange man sich nur an diesem Ort aufhält. Eine Art Mikrokosmos. Zumindest, wenn man etwas außerhalb der Saison kommt, so wie wir 🙂 Im September war es ein einfach bezaubernder, ruhiger Ort ohne Menschenseele. Zur High Season wird das aber sicherlich etwas anders sein.

 

Habt ihr auch einen Lieblingsstrand in Cornwall? Was sind eure absoluten Highlights?