Grüne Soße

DSC01130Heute präsentiere ich euch mal zur Abwechslung einen deftigen Klassiker aus der hessischen Küche: die grüne Soße. Mindestens einmal im Jahr muss sie selbst gemacht bei mir auf den Tisch. Ich liebe sie, weil sie im Frühjar so herrlich leicht und erfrischend ist. Für mich ist sie der Inbegriff dessen, wie Frühling schmeckt – all die herrlichen frischen Kräuter. Und dabei ist sie noch so vielseitig kombinierbar. Egal ob ganz klassisch mit Kartoffeln, zum panierten Schnitzel oder auf Brot als kleine Canapees.

Doch bevor wir mit dem Rezept loslegen, machen wir noch eine kleine Kräuterkunde. Denn ihr sollt ja auch wissen, welche Kräuter ihr gleich verarbeiten werdet 🙂

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Eine traditionelle Frankfurter Grüne Soße besteht aus exakt sieben Kräutern. Manche davon begegnen euch sicherlich (fast) tagtäglich, wie zum Beispiel Petersilie und Schnittlauch.

Pimpinelle hingegen findet (leider) nicht so häufig den Weg auf unsere Teller. Und auch in den frischen Grüne-Soße-Päckchen sind sie oftmals nur mit der Lupe zu finden. Ich habe heute Glück. Das Paket mit den Biokräutern lässt mein Herz höher schlagen, als ich ein ganzes Bündel von den tollen Kräuterstängeln vorfinde. Nicht nur, dass sie gut schmecken, sie sehen auch noch echt hübsch aus.

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Kerbel ähnelt vom Aussehen her ein bisschen der Petersilie, ist allerdings etwas graziler gebaut.

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Sauerampfer sind großblättrige Kräuter, die es in vielen verschiedenen Variationen gibt. Darunter auch ganz hübsche mit roter Färbung. Oftmals verwende ich sie auch als Topping für Salate.

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Auch Borretsch besteht aus großen Blättern. Im Vergleich zum Sauerampfer sind sie aber robuster, haben eine deutlichere Blattstruktur und sind leicht „behaart“.

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In den meisten Fällen findet sich ganz normale Kresse in den Grüne-Soße-Paketen. In meinem Fall bin ich aber auf Brunnenkresse gestoßen. Diese unterscheidet sich durch ihre Größe und Form von „normaler“ Kresse.

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Aber jetzt geht es endlich los…

Für eine Portion braucht ihr:

1 Paket frische Grüne-Soße-Kräuter, 500g Naturjoghurt, 250g Quark, 300g Schmand, 2 TL Senf, etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Zucker oder Honig, 4 (hartgekochte) Eier

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Verrrührt Joghurt, Quark und Schmand mit dem Senf und dem Zitronensaft zu einer homogenen Masse. Spült die frischen Kräuter ab und hackt oder püriert sie nach Belieben. Ich mag es ja am liebsten, wenn man die Kräuter noch merkt und sie etwas „Biss“ haben 🙂 Hebt sie unter die Joghurtmasse. Schmeckt das Ganze vorsichtig mit Pfeffer, Salz und Zucker oder Honig ab. Lasst die grüne Soße vor dem Verzehr etwas durchziehen und schmeckt sie nochmals ab. Kocht die Eier und lasst sie auskühlen. Nun habt ihr die Wahl, ob ihr sie pellt, kleinschneidet und direkt in die Soße gebt oder sie einfach ganz auf den Teller gebt und so dazu esst.

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Bon appetit!

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PS. Auch der kleinen Schnecke, die sich in dem Kräuterberg versteckt hatte, schien es gut geschmeckt zu haben 🙂

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