Schweden-Roadtrip 2017 – Teil 1

An was denkt ihr, wenn ihr Schweden hört?

Wenn man sich noch nicht so sehr mit dem Land der Elche beschäftigt hat, liegen da sicherlich IKEA, Hot Dogs, Zimtschnecken, Stockholm und Mücken ganz vorne. An all diesen Antworten ist in der Tat etwas dran 🙂 aber Schweden bietet so viel mehr. Ein bisschen hatte ich ja bereits in meinem vergangenen Beitrag „Schweden-Sehnsucht“ von unseren nordischen Nachbarn geschwärmt. Heute möchte ich euch auf den ersten Abschnitt unserer diesjährigen Schwedenrundreise mitnehmen und einige unserer Lieblingsplätze und -erlebnisse verraten. Und vielleicht habt ihr ja auch ein paar Tipps für mich? 🙂

Mit Sack und Pack ging es los

Ende Juni war es soweit – unser insgesamt dritter Schwedenurlaub hat an die Tür geklopft. In Sachen Anreise haben wir uns wieder für die Variante „Fähre“ entschieden. Anders als sonst sind wir aber dieses Mal am Abend mit dem Auto gestartet, um rechtzeitig zum Ablegen der Fähre um 3 Uhr nachts an Bord zu sein. Und ich muss sagen, das war wirklich sehr entspannt und angenehm. Wir sind kurz nach 18 Uhr aufgebrochen. Da war ein Großteil des Feierabendverkehrs bereits vorbei und somit nicht mehr ganz so viel auf den Straßen los. Und auch auf der Fähre ist es dann mit einer Schlafkabine ein sehr gechilltes Weiterreisen 🙂 Denn auf diese Weise konnten wir erstmal ein paar Stunden schlafen, bevor es dann (nach 9 Stunden Überfahrt) in Schweden noch 175 Kilometer weiter ging, bis wir unsere erste Basisstation erreicht haben: Falkenberg.

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Falkenberg

Dieses malerische, kleine Städtchen liegt an der schwedischen Westküste in der Provinz Halland. Mit seinen schnuckligen Geschäften lädt es in der Innenstadt zum Bummeln und Verweilen in Bäckereien, Cafés und Gaststätten ein.

 

Von springenden Fischen und wie Wolken ziehenden Gedanken

Doch der hauptsächliche Grund, warum wir uns so sehr in Falkenberg verliebt haben, ist der Fluss Ätran. Er ist einer der längsten Flüsse Schwedens. Was ihn für meine bessere Hälfte so besonders macht, sind die Lachse, die jedes Jahr den Ätran entlang ziehen. Zwei Tage hat er auf der dortigen Brücke verbracht und immer wieder seine Angel ausgeworfen. Leider hat er dieses Mal kein Glück gehabt. Und das obwohl sie immer wieder ganz nah an der Angel dran waren 🙂

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Ätran

Ich hingegen liebe es, dem Flussverlauf zu folgen und die Natur in vollen Zügen zu genießen. Dort wechseln sich dichte Nadelwaldabschnitte mit zahlreichen, endlos in den Himmel ragenden Birken und sanft-grünen Wiesen ab. Die vorbeiziehenden Wolken spiegeln sich wunderschön im dunklen Blau des Wassers. Die Strecke eignet sich auch ideal als Joggingroute. Wie könnte man besser seine Gedanken davonfliegen lassen, als bei einem solchen Anblick?!DSC01635neu

Wenn der Wind um die Nasenspitze pustet

Die Küste Hallands lädt allerdings auch zum Baden und ausgedehnten Spaziergängen ein. Wir waren auf dem Hansagårds Camping untergebracht – der kleineren, familiäreren Alternative des großen Campingnachbarn. Bei beiden Varianten hat man direkten Zugang zum Meer. Unser Campingplatz trennt sich lediglich durch einen Streifen aus Schilfen, Farnen und Küstenblumen vom wunderschönen, hellen Sandstrand. Direkt vor diesem Abschnitt liegt auch eine kleine Insel, die man über einen Pfad aus aufgetürmten Steinen zu Fuß erreichen kann. Ein schöner kleiner Ausflug.

Ein weiteres Highlight des Campingplatzes ist definitiv seine Kartoffelschälmaschine. Ja – ihr habt richtig gelesen. Dort steht eine Maschine, in die man seine rohen, ungeschälten Kartoffeln wirft. Mit einem Drehmechanismus ausgestattet wirbelt sie die Kartoffeln im Inneren so lange an den schmirgelpapierähnlichen Wänden entlang bis die kleinen Knollen komplett ihrer Haut entledigt sind. Ich würde euch jetzt so gerne ein Bild oder gar ein Video dieses Spektakels zeigen, aber leider hatten wir diese Aufnahmen mit einem Handy gemacht, das sich kurz danach einfach aus dem Nichts resettet hat. Die Bilder hatten wir da leider noch nicht gesichert… 😦

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Glommen

Während unseres Aufenthalts in Falkenberg war es sehr windig, sodass wir das tosende Meer nur mit etwas Abstand genießen und leider nicht in die Fluten springen konnten. Deshalb haben wir unseren Fokus zum einen auf das Spazierengehen gelegt und dabei das Fischerdorf Glommen und das in der Nähe liegende Naturreservat Morups Tånge mitsamt Leuchtturm entdeckt.

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Morups Tånge

Zum anderen haben wir einen Ausflug zum Tjolöholms Slott unternommen. Als wir das Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Schloss das erste Mal erblickt haben, schlug unser Englandherz gleich etwas höher. Das im Tudorstil erbaute und gut erhaltene Schloss steht auf einem riesigen Areal, das zu weiteren Erkundungen lockt.

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Tjolöholms Slott

Eingebettet zwischen großen Wiesen und Feldern sowie dem Meer lohnt es sich etwas mehr Zeit mitzubringen. Immer wieder kommt man vorbei an Sitzgelegenheiten, die zum Verweilen oder Picknicken einladen. An warmen Tagen sollte man auf jeden Fall Badesachen dabeihaben, da sich an den Park eine eigene Badestelle anschließt.

Aber auch der weitläufige Schlossgarten, die eigene Kirche sowie das Dorf Allmogebyn wollen erkundet werden. Das Besondere an diesem Dörfchen ist, das dort früher die Gutsarbeiter gelebt haben. Sie haben die kleinen Häuser kostenlos bewohnen dürfen. Manche kann man auch innen besichtigen, andere hingegen können als Ferienhaus gemietet werden.

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Allmogebyn

Bei so viel frischer Luft und spannenden Erlebnissen darf natürlich auch die entsprechende Stärkung nicht fehlen. Wir haben das dortige Café besucht, einen wahnsinnig guten Kaffee getrunken und dazu ein Stück Kladdkaka geschlemmt. Aber dennoch waren wir ganz traurig darüber, nicht mehr klein zu sein. Denn im Innern der großen Halle war ein Lönneberga-Dorf aufgebaut, das unser Herz höherschlagen ließ. Dort konnte man vom Michel’schen Schuppen über ein Brett in die Vorratskammer mit den vielen Würsten klettern, über Leitern in Häuser einsteigen und im See sein Angelglück versuchen (die Kinder bekamen dann klammheimlich etwas an die Angel gesteckt).dsc01786neu.jpgGanz beseelt von der Vorstellung wie es wäre selbst alles erkunden zu können und trunken von eigenen Lindgren’schen Kindheitserinnerungen, haben wir uns dann auf den Weg zurück nach Falkenberg gemacht, um uns nach vier spannenden wie erholsamen aber durchgepusteten Tagen auf den Weg zu unserer nächsten Station Lidköping zu machen.

Dazu in Kürze mehr…

2 Gedanken zu „Schweden-Roadtrip 2017 – Teil 1

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