Lieblingsorte: Saas-Fee, Schweiz

DSC04448Umgeben von zahlreichen, majestätischen 4.000ern liegt auf einer Höhe von 1.800 Metern das idyllische Walliser Örtchen Saas-Fee. Im Winter ist es das reinste Schneeparadies. Umringt von den vielen schroffen Bergen mit zahlreichen türkisfunkelnden Gletschern. Hier ist man der Natur ganz nah.DSC04545Morgens wenn bei klarem Wetter die Sonne langsam aufgeht, werden die Bergspitzen in leuchtendes Rot getaucht. Mit jeder Minute wird der Himmel blauer. Hier auf dieser Höhe scheint es fast, als wäre seine Farbe viel intensiver als an jedem anderen Ort auf der Welt. Und wenn man dann ganz früh mit der Gondel auf den Berg fährt, seinen Blick hinunter ins Tal und über die angrenzenden Gipfel schweifen lässt, die Skier in den Schnee legt und die Schuhe nacheinander in die Bindung einklacken lässt, um im Anschluss die ersten Spuren in die Naturschnee-Pisten zu ziehen und einem dabei die Sonne ins Gesicht scheint, dann ist das wahre Glückseligkeit.DSC041462017 war ich das erste Mal seit langer Zeit wieder in der Schweiz zum Skifahren. Und so hatte ich ganz vergessen, wie es ist, diesen einzigartigen, atemberaubenden Ausblick zu genießen, aber vor allem auch, wie es sich auf ganz echtem Schnee fährt. Es ist einfach etwas ganz Anderes als auf größtenteils künstlich beschneiten Pisten unterwegs zu sein.DSC04132Durch die enorme Höhe des Gebiets ist es meist ein ganzes Stück kälter, was mir allerdings nichts ausmacht 🙂 Darauf muss man sich einfach kleidungstechnisch einstellen. Und außerdem macht es ja auch viel mehr Spaß durch die kalte (!) Winterlandschaft zu stapfen, eingekuschelt in einen dicken Mantel und mit Teddyfell gefütterten Schneestiefeln an den Füßen das Knarzen des Schnees ganz bewusst in sich aufzusaugen. Da schmeckt die Ovo zum Aufwärmen gleich nochmal so gut.DSC00193Wie klein der Mensch eigentlich ist, spürt man in dieser Bergkulisse auch umso mehr. Wenn es mal richtig stürmisch ist, egal ob ganz oben auf 3.500 Metern oder unten im Dorf, da zeigt die Natur, wer das Sagen hat. Und so schafft dieser Ort es, meine Gedanken schweifen zu lassen, aber auch mich zu setten und mich wieder auf das wirklich Wichtige im Leben zu fokussieren.DSC04551 (1)Doch Saas-Fee lädt neben tollen Pistenerlebnissen auch zu wunderschönen Spaziergängen durch und entlang des (komplett autofreien!) Ortes ein. So kann man sich an schnuckligen Ladenfenstern die Nase plattdrücken, vorbeispazieren an traditionellen Berghäusern, beim Beck (Bäcker) einkehren, der wundervolle Düfte verströmen lässt, durch schneebedeckte Wälder streifen, mit dem Schlitten die Berge hinabsausen oder auch bei ein bisschen Wellness mit traumhaftem Ausblick die Seele baumeln lassen.DSC04441Abends, wenn die Sonne schon lange untergegangen ist, funkeln dann die Sterne in vermeintlich greifbarer Nähe, das Gletschereis leuchtet betörend und erhellt die dunkle Nacht.DSC04685Wenn das Wetter mal etwas schlechter ist, man die Berge fast gar nicht erkennen kann, weil alles wolkenverhangen ist, die Schneeflocken vom Himmel herabtanzen oder manchmal auch eher sausen, dann hat Saas-Fee für mich etwas Mystisches an sich. Dann scheint die ganze Welt schwarzweiß zu sein und die Ruhe ist noch greifbarer als schon zuvor.DSC04485Da bietet es sich an, den Tag mit einem leckeren Käsefondue ausklingen zu lassen und so Leib und Seele etwas Gutes zu tun. Zwischendurch kann man immer mal wieder einen Blick nach draußen werfen und schauen, ob es noch schneit und sich daran erfreuen, wie gemütlich und wohlig warm es in der Hütte ist.DSC04430Und wer weiß, vielleicht strahlt am nächsten Tag die Sonne schon wieder mit euren Gesichtern um die Wette, wenn der frisch gefallene Schnee betörend in der Sonne funkelt.DSC04109Zu gerne hätte ich euch ein Bild von den türkisfunkelnden Gletschern – tagsüber und auch nachts – mitgebracht. Aber als wir gerade Ende Januar wieder dort waren, wurde ein neuer Schneerekord eingestellt, da war selbst das Gletschereis komplett mit Schnee bedeckt. Vielleicht habt ihr es in den Nachrichten mitbekommen. Ja, auch wir waren ein paar Tage vor Ort eingeschneit. Aber da wir eh nicht vorhatten, den Ort zu verlassen, hat uns das nicht wirklich gestört oder beeinträchtigt. Nach ein paar Tagen Dauerschnee hatten wir im Ort eine Schneehöhe von 1,70 Meter erreicht. Das ist schon echt verrückt.DSC04506An einem Morgen sind wir vor die Tür gegangen, doch der Weg, der noch am Tag zuvor bis zu unserem Haus führte, war nicht mal mehr im Ansatz erkennbar. Bis zur Hüfte sind wir in ihm eingesunken. Ich sage euch, sich durch so tiefen Schnee einen Weg zu bahnen, hat so wahnsinnig Spaß gemacht 🙂 Da fühlt man sich gleich wieder wie ein Kind.DSC04645Dafür kann ich euch aber abschließend noch etwas anderes zeigen. Am ersten sonnigen Tag, den wir hatten, hat sich über der einen Gipfelspitze ein bunt schimmernder Schleier gebildet. Es sah fast so aus wie ein Nordlicht light 🙂 und eben im Hellen. Habt ihr sowas schon mal gesehen?DSC04622

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s