Mini-Hokkaido-Quiches mit karamellisierten Kürbiskernen

DSC04369So langsam neigt sich die Kürbissaison ihrem Ende entgegen. Schade!

Um diesem vielseitigen Kerlchen noch einmal die Aufmerksamtkeit zu schenken, die er verdient, habe ich kleine Mini-Quiches mit Hokkaido gebacken und das Ganze mit einem knusprigen Karamell-Kürbiskern-Topping versehen.

Also ohne viel Schnick und Schnack, relativ klassisch, aber trotzdem super lecker. Und echt schnell zubereitet.

Für den Teig für sechs Mini-Quiches benötigt ihr:

150 g Mehl, 75 g kalte Butter, 1/2 TL Salz, 1 Ei

Verknetet die Zutaten zu einem gleichmäßigen Mürbeteig. Wickelt die fertige Kugel in etwas Frischhaltefolie ein und gebt sie für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank.

Inder Zwischenzeit könnt ihr euch um die Füllung kümmern.

Für die Füllung benötigt ihr:

200 g Frischkäse, 1 Ei, 1 EL Speisestärke, Salz, Pfeffer, Muskat, 225 g Hokkaidokürbis, 1 kleine Zwiebel, etwas Öl und etwas Kürbiskernöl

Verrührt den Frischkäse, das Ei, die Speisestärke sowie Pfeffer, Salz und Muskat zu einem gleichmäßigen Guss.

Schneidet den Hokkaido und auch die Zwiebel in kleine Würfel. Gebt etwas neutrales Öl in die Pfanne und dünstet beides darin an, bis der Kürbis weich geworden ist, aber auch noch ein bisschen Biss hat. Gebt dann nach Belieben einen kleinen Schuss Kürbiskernöl darüber und verrührt das Ganze. Das gibt dem Kürbis ein noch nussigeres Aroma.

Heizt den Backofen auf 160 Grad Umluft vor.

Holt danach den Teig aus dem Kühlschrank und rollt ihn dünn aus. Jetzt kommt es darauf an, wie groß eure Förmen sind und was in etwas der Größe inkl. Rand entspricht. Ich habe eine kleine Schüssel, die sich da ideal eignet. Sie lege ich auf den Teig und fahre dann mit dem Messer vorsichtig daran entlang. Da müsst ihr einfach mal ausprobieren, was am besten passt. Legt dann die Teigkreise in die Förmen und drückt sie vorsichtig fest, sodass sie sich perfekt in die Formen einfügen.DSC04339

Stecht den Teig auf dem Boden ein paar Mal mit einer Gabel ein. Gebt dann jeweils etwas von den Kürbiswürfeln darauf und übergießt sie anschließend mit dem Guss.

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Nun kommen die kleinen Quiches für ca. 10-15 Minuten in den Ofen bis sie schön golden geworden sind.

In der Zwischenzeit kümmert ihr euch um das Topping.

Für das Topping benötigt ihr:

50 g Kürbiskerne, 3 EL Zucker

Gebt den Zucker in eine Pfanne und lasst ihn karamellisieren. Fügt dann die Kürbiskerne hinzu und rührt sie um, bis sie schön vom Karamell überzogen sind. Verziert nun eure Mini-Quiches damit.

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Sobald die Quiches etwas ausgekühlt sind, rettet sie aus den Förmchen und genießt die Kleinen als Vorspeise oder Zwischensnack.

Bon appetit!

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Bratäpfel mit Honigquark-Nuss-Füllung

DSC04308Nach all den vielen und vor allem zahlreichen Leckereien der vergangenen Wochen befinde ich mich momentan in einer Phase, in der ich vor allem Lust auf einfache, leichte Sachen habe. Doch das Schmuddelwetter da draußen entfacht auf der anderen Seite auch mein Verlangen nach Seelenfutter. Und so habe ich etwas gegrübelt, bis mir die zündende Idee kam, mit was ich mich heute auf leichte und schnelle Weise verwöhnen könnte: Bratapfel aus dem Tontöpfchen.

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Ihr müsst wissen, dass das eins jener Rezepte ist, das für mich durch und durch nach Kindheit schmeckt. Meine Mutter hat die Bratäpfel früher immer auf diese Weise zubereitet. Dabei hat sie nie ein richtiges, niedergeschriebenes Rezept gehabt. Und so ist das heute auch eine kleine Premiere. Denn für euch habe ich es jetzt mal schriftlich festgehalten.

Für 2 wundervoll duftende Bratäpfel benötigt ihr:

2 große Äpfel, 250 g Quark 20%, 1 EL Honig, 2 EL gemahlene Hasel- oder Walnüsse, ½ TL Zimt, 1 Ei, nach Belieben 1-2 EL in Rum eingelegte Rosinen

Heizt den Backofen auf 190 Grad vor.

Wascht die Äpfel und stecht die Kerngehäuse aus. Schlagt das Eiweiß steif, verrührt den Quark mit dem Eigelb und gebt die übrigen Zutaten hinzu. Zieht zum Schluss den Eischnee unter die Quarkmasse. Zum Schluss fügt ihr die Rosinen hinzu und verrührt das Ganze nochmals. Setzt die Äpfel in eure Tonförmchen oder eine kleine Auflaufform und füllt die Masse in die ausgestochenen Höhlen. Sollte jetzt noch etwas Quarkmasse übrig sein (was durchaus vorkommen kann, je nachdem wie groß eure Äpfel sind), dann füllt die Masse doch einfach noch rund um eure Äpfel in die Förmchen. Von der Füllung kann man eh nie genug haben 🙂 Alternativ könnt ihr die überschüssige Masse aber auch in eine separate Form geben und den Quark so mitbacken.

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Gebt die Äpfel nun für ca. 25-35 Minuten in den Ofen.

Rettet sie, sobald sie schön golden geworden sind. Bitte beachtet, dass die Garzeit von der Größe eurer Äpfel abhängt, aber auch davon, ob ihr eine offene oder geschlossene Backform verwendet.

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Zündet euch eine Kerze an und genießt den Duft, der nun durch eure Räume wandern wird, während ihr die Äpfelchen etwas abkühlen lasst, bis sie eine angenehme Verzehrtemperatur haben.

Lasst es euch schmecken!

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Hausgemachte schokolierte Elisen-Lebkuchen

DSC04044Winterzeit ist Lebkuchenzeit! Zumindest bei mir. Denn ich bin ein regelrechtes Lebkuchenmonster 🙂 Es gibt übers Jahr hinweg zwei süße Warengruppen, die meine all-time-favorites sind: Eis und eben Lebkuchen. Und zwar in allen erdenklichen Variationen. Nur, dass ich sie bisher immer ausschließlich gekauft habe. Ich hatte zwar auch schon mal probiert, welche selbst zu machen, war dann aber vom Ergebnis ziemlich enttäuscht. Aber in diesem Jahr hat mich erneut der Ehrgeiz gepackt und so habe ich mich an eine neue Rezeptidee gewagt. Und siehe da – sie sind einfach himmlisch geworden. In der ersten Testphase hatte ich noch nicht die perfekte Mischung an Gewürzen gefunden, aber die zweite Runde ist nun richtig richtig gut geworden. Und dann auch noch so einfach. Und – jetzt kommt mit das Wichtigste – ganz ohne Mehl. Nur mit ganz vielen Nüssen, Gewürzen und natürlich ganz viel Liebe und Schokolade.

Da möchte ich euch gar nicht länger auf die Folter spannen. Los geht’s…

Für ca. 15 Elisen-Lebkuchen mit einem Durchmesser von 70 mm benötigt ihr:

Backoblaten (70mm), 2 Eier, 150 g brauner Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 200 g gemahlene Mandeln, 150 g gemahlene Haselnüsse, 1 Msp. gemahlene Nelken, 1/2 TL Hirschhornsalz, 1/2 Fläschchen Romaroma, abgeriebene Schale einer Zitrone, 100 g Zitronat, 250 g Kuvertüre, 1 TL Kokosfett

Schlagt die Eier mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig. Gebt dann das Rumaroma, die Gewürze und die Mandeln unter. Hackt das Zitronat bis es ganz feine kleine Würfelchen sind. Gebt es dann zu der Eimasse hinzu und verrührt alles. Gebt dann die Haselnüsse hinzu, sodass eine streichfähige Masse entsteht. Ggf. müsst ihr je nach Konsistenz noch ein bisschen mehr Haselnüsse hinzugeben. Formt aus dem Teig kleine Kugel von ca. 2 EL Masse. Setzt diese auf die Oblaten und drückt sie vorsichtig auseinander. Es sollte noch ein kleiner Oblatenrand herausschauen.

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Heizt den Backofen auf 150 Grad Ober- und Unterhitze vor. Backt die Lebkuchen auf mittlerer Schiene ca. 30-35 Minuten.

DSC04034Lasst sie auskühlen und schmelzt die Kuvertüre im Wasserbad. Gebt das Kokosfett hinzu, damit die Schokolade später schön glänzt. Bestreicht oder tunkt die Lebkuchen in die flüssige Schokolade und lasst sie erneut auskühlen.

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Bon appetit!

Das Tolle an diesen Elisen ist, dass sie sofort richtig gut schmecken. Man muss sie also nicht noch wochenlang liegen und ziehen lassen. Allerdings ist man auch nicht gezwungen sie ganz schnell zu vertilgen, denn der Test über mehrere Wochen zeigte, dass sie nicht an Geschmack einbüßen. Also falls ihr euch zügeln könnt, habt ihr eine ganze Zeit lang etwas von eurem Backeinsatz.

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Ich wünsche euch einen schönen dritten Advent!

Liebe Grüße, Nadine

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Weihnachtlicher Gewürzkuchen

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Temperaturen um den Gefrierpunkt, erste vom Himmel herunter tanzende Schneeflocken und überall golden schimmernde Lichter – der Winter und mit ihm die Adventszeit halten Einzug.

Liebt ihr diese Zeit auch so sehr wie ich? Jedes Jahr, wenn der erste Schnee fällt, fühle ich mich wieder wie ein kleines Kind. Unbändige Freude breitet sich in mir aus. Und plötzlich ist alles andere egal – Sorgen und Stress sind vergessen, das einzige was zählt, ist genau dieser Moment. Einfach mal im Alltagstrubel durchatmen und sich an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen. Einfach mal die Zeit etwas langsamer verstreichen lassen. Die Winterzeit ist die Zeit der Besinnlichkeit. Und das hat durchaus seinen Sinn. Viel zu selten halten wir inne, viel zu selten gönnen wir uns eine Auszeit vom typischen Alltagstrubel. Einfach mal einen Gang zurückschalten und durchatmen. Macht euch eine schöne Tasse Tee oder Kaffee. Nehmt Platz in eurem Lieblingssessel und schaut den Schneeflocken beim Tanzen zu. Beobachtet wie nach und nach alles von weißem Puder bedeckt wird und die Zeit plötzlich still zu stehen scheint.

Nascht ein paar eurer selbst gebackenen Plätzchen. Oder probiert einfach mal mein Rezept für den weihnachtlichen Gewürzkuchen aus. Für mich gehört er fest zur Weihnachtszeit dazu. Die vielen tollen Gewürze verpackt in einem fluffigen Teig. Und das Ganze eingebettet in eine Schicht aus zartschmelzender Schokolade. Einfach himmlisch…

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Für eine Gugelhupfform benötigt ihr:

5 Eier, 200 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 4 EL Rum, 2 EL Honig, 150 g Öl, 200 g Mehl, 1 Päckchen Backpulver, 3 TL Lebkuchengewürz, 1 TL gemahlene Nelken, 150 g gemahlene Nüsse, 100 g geriebene Schokolade, 175 g Kuvertüre, 1 TL Kokosfett.

Heizt euren Backofen auf 175 Grad vor.

Schlagt die Eiweiße zu Eischnee und lasst dabei langsam den Zucker und den Vanillezucker einrieseln. Rührt weiter bis sich dieser komplett aufgelöst hat. Schlagt danach die Eigelbe mit dem Rum und dem Honig schaumig und gebt das Öl unter Rühren hinzu. Hebt im Anschluss den Eischnee unter die Eigelbmasse. Mischt das Mehl mit Backpulver und Gewürzen und hebt das Ganze unter die Eimasse. Mit den Nüssen und der Schokolade verfahrt ihr genauso.

Fettet eure Form (am besten mit Backspray). Füllt dann den Kuchenteig hinein und backt ihn auf mittlerer Schiene circa 45 Minuten. Testet mit der Stäbchenmethode, ob der Teig bereits komplett durchgebacken ist.

Holt ihn heraus und lasst ihn auf einem Rost auskühlen. Stürzt den Kuchen, wenn er kalt ist, auf den Rost.

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Schmelzt dann die Kuvertüre in einem Wasserbad (gebt nach Belieben etwas Kokosfett hinzu, das verleiht der Schokolade einen tollen Glanz) und verziert den Kuchen damit. Ich habe zusätzlich noch ein paar Streifen mit Punschglasur gemacht. Die Punschglasur kannst du in Österreich fertig zubereitet kaufen. Alternativ kannst du auch einen Guss aus Puderzucker und Rotwein anmischen und deinem Kuchen damit einen Streifenlook verpassen.

Viel Spaß beim Nachbacken und einen tollen ersten Advent!

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Schokoladen-Tarte

DSC03800Es hat sich Besuch zum Kaffee angekündigt und ihr habt keine Zeit einen aufwendigen Kuchen zu backen, wollt aber trotzdem etwas richtig Leckeres zaubern? Dann empfehle ich euch meine Schokoladen-Tarte. Sie ist schnell zubereitet und obendrein hat man die Zutaten meist eh immer zuhause. Damit ist sie auch für spontane Gästeankündigungen bestens geeignet. Und mal ehrlich – wer mag keine Schokolade?! 🙂

Auf den erstem Blick mag man vielleicht vermuten, dass sich hinter diesem Rezept ein schnöder Schokoladenkuchen verbirgt, aber der Schmelz dieser Tarte wird euch in Nullkommanichts um den Finger winkeln – glaubt mir.

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Also holt eure schönste Tarteform aus dem Schrank, jetzt geht es los.

Für eine himmlische Schokoladen-Tarte benötigt ihr:

150 g Zartbitterschokolade, 120 g Butter, 6 Eier, 100 g Puderzucker, 60 g Mehl und nach Belieben etwas Puderzucker und/oder Kakao zum Verzieren

Heizt den Backofen auf 190 Grad vor.

Schmelzt die Schokolade langsam bei niedriger Temperatur in einem Wasserbad. In der Zwischenzeit schlagt ihr die Eiweiße mit dem durchgesiebten Puderzucker zu Eischnee. Verquirlt die Eigelbe und zieht sie dann vorsichtig unter den Eischnee. Zieht danach das Mehl unter die Eimasse. Sobald die Schokolade geschmolzen ist, gebt ihr nach und nach die Butter in kleinen Stückchen zur Schokolade hinzu und rührt solange bis sie sich komplett verflüssigt hat und ihr eine gleichmäßige, glänzende Schokomasse erhaltet. Lasst das Ganze etwas abkühlen, bevor ihr die Schokomasse im Anschluss langsam und nach und nach unter die Eimasse zieht.

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Fettet eure Tarteform und stäubt sie mit etwas Mehl aus, damit sich der Kuchen später besser aus der Form lösen lässt. Füllt den Teig gleichmäßig in die Form und gebt ihn auf der mittleren Schiene in den Backofen. Je nachdem aus welchem Material eure Form ist, benötigt die Tarte nun 14-17 Minuten Backzeit. Macht zur Sicherheit die Stäbchenprobe, ob der Teig komplett durchgebacken ist.

Holt die Form aus dem Ofen und lasst die Tarte auf einem Gitter auskühlen.

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Wenn ihr wollt, könnt ihr sie dann noch nach Belieben verzieren. Ich habe heute mal etwas Kakaopulver mit einer Prise Zimt gemischt und mit einem Haarsieb über die gesamte Tarte gestäubt. Danach habe ich meine selbst zugeschnittene Schablone vorsichtig darauf gelegt und dann nochmal mit etwas Puderzucker bestäubt. Da sind eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Viel Spaß beim Nachbacken und bon appetit!

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Supersaftiger Kürbis-Nuss-Kuchen mit Orangen-Frosting

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Egal ob als Stärkung nach einem schönen Herbstspaziergang oder um Leib und Seele an tristen, nassen und einfach ungemütlichen Tagen etwas Gutes zu tun: Ein schönes Stück Kuchen und dazu eine Tasse Kaffee oder Tee bewirken doch immer wahre Wunder. Und warum in diesen Tagen nicht auf die klassischen Herbstzutaten schlechthin zurückgreifen und daraus einen supersaftigen und fluffigen Kuchen zaubern? Bei mir steht heute alles im Zeichen von Kürbis und Nuss. Es gibt so viele tolle Varianten diese beiden Zutaten zu kombinieren. Eine davon habe ich für euch vorbereitet. Einen ganz leicht zubereiteten Rührkuchen mit Haselnüssen und Hokkaido und einem Hauch Orange.

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Für einen Kuchen mit Durchmesser von 26 cm benötigt ihr:

7 Eigelbe, 300 g Zucker, 1 Prise Salz, 1 Prise Zimt, 1 Prise gemahlene Nelken, 2 EL Nusslikör, 200 g geriebenen Hokkaidokürbis, 240 g gemahlene Haselnüsse, 50 g Paniermehl, 50 g Mehl, 1 TL Backpulver, 5 Eiweiße

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Schlagt die Eigelbe mit 200 g Zucker, Salz, Zimt, Nelken und dem Likör schaumig. Gebt dann den geriebenen Kürbis, die Nüsse, das Paniermehl und das Mehl gemeinsam mit dem Backpulver hinzu und rührt alles unter. Die Eiweiße mit 100 g Zucker steifschlagen und unter den restlichen Teig heben.

Eine Springform mit Butter fetten und Paniermehl ausstäuben. Den Teig einfüllen und glatt streichen. Den Kuchen auf mittlerer Schiene backen und gegen Ende mit der Stäbchenprobe schauen, ob er bereits durchgebacken ist. Die Form auf einen Rost stellen und den Kuchen auskühlen lassen, bevor ihr ihn aus der Form löst.

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Für das Frosting benötigt ihr:

200 g Creme fraiche, 1 EL frisch gepressten Orangensaft, 1 TL Zucker

Die Zutaten miteinander verrühren und gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen.

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TIPP: Am besten schmeckt der Kuchen, wenn ihr ihn bereits einen Tag, bevor ihn essen möchtet, zubereitet. Denn dann kann er richtig gut durchziehen.

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Lasst es euch schmecken! Bon Appetit!

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Birnen-Fenchel-Törtchen mit karamellisierten Rosmarin-Walnüssen

DSC02634Momentan zeigt sich der Herbst von seiner schönsten Seite: angenehme Temperaturen, viele Sonnenstrahlen und kunterbunt-leuchtendes Laub.

Doch abends ist es inzwischen schon recht früh dunkel und drinnen in den eigenen vier Wänden wird es zunehmend kühl, sodass die Seele etwas braucht, was sie streichelt und wärmt.

Einen solch kleinen, aber feinen Seelenstreichler habe ich heute für euch im Gepäck: Birnen-Fenchel-Törtchen mit karamellisierten Rosmarin-Walnüssen. Also ganz viele Zutaten, die der Herbst uns momentan beschert.

Für 12 Törtchen benötigt ihr:

150 g Mehl, 75 g kalte Butter, 1/2 TL Salz, 1 Ei, 1 EL Wasser, 1 kleine Fenchelknolle (oder alternativ eine halbe), 1 EL Olivenöl, Salz, 1 Birne, 1 Ei, 125 g Creme fraiche, 1/2 EL Speisestärke, 75 g Gorgonzola, etwas frisch gemahlenen Pfeffer, 1 Zweig Rosmarin, 40 g Zucker, 50 g Walnusskerne

Knetet aus dem Mehl, der Butter, dem Salz, dem Ei und dem Wasser einen Mürbeteig. Wickelt die fertige Kugel in Frischhaltefolie und legt sie für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank. In der Zwischenzeit kümmert ihr euch um die Füllung.

Halbiert den Fenchel, entfernt den Strunk und schneidet ihn dann in feine Streifen. Erhitzt das Olivenöl in einer Pfanne und gebt den Fenchel hinein. Dünstet ihn dann ca. 5 Minuten bis er eine schöne goldene Farbe bekommt. Würzt ihn mit etwas Salz und Pfeffer.

Schält die Birne, viertelt sie und entfernt das Kerngehäuse. Schneidet sie dann in feine Streifen. Gebt sie zu dem Fenchel.

Verquierlt anschließend das Ei mit der Creme fraiche und dem Gorgonzola.

Heizt den Backofen auf 160 Grad Umluft vor und holt den Teig aus dem Kühlschrank.

Fettet eure Muffinförmchen und stäubt sie mit Mehl aus oder gebt kleine Papierförmchen in die Backformen. Teilt den Teig in gleichgroße 12 Portionen. Formt dann mit den Händen kleine Kugeln daraus und drückt sie anschließend platt. Gebt die Teigböden in die Formen und drückt sie hinein, sodass sie die Form komplett ausfüllen. Es sollte kein Teig über die Form hinausragen.

Verteilt nun die Fenchel-Birnen-Masse gleichmäßig in die Teigmulden und gebt die Ei-Käse-Masse darüber.

Backt die Törtchen nun ca. 10 Minuten bis sie schön goldbraun geworden sind.

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In der Zwischenzeit gebt ihr den Zucker in eine Pfanne und lasst ihn langsam karamellisieren. Zupft die Nadeln des Rosmarins ab und gebt sie gemeinsam mit den grob gehackten Walnüssen in das Karamell. Verrührt die Zutaten, sodass alle Nüsse gleichmßig mit dem Rosmarin-Karamell überzogen sind.

Holt die Törtchen aus dem Ofen und verziert sie mit den Walnüssen.

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Sie schmecken sowohl warm als auch kalt hervorragend. Ich mag sie aber am liebsten, wenn sie lauwarm sind.

Ich verspreche euch, der betörende Duft und auch der Anblick dieser kleinen Kerlchen werden euch einfach umhauen 🙂

Bon appetit!

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Topfenknödel mit hausgemachtem Zwetschgenröster

DSC03095Wenn es wieder etwas kühler wird, die Lust auf erfrischende Wassermelone oder Iced Coffee nachlässt und der Herbst bereits an die Tür klopft, erwacht in mir die Vorfreude auf die bunte, vielfältige Welt der Mehlspeisen.

Gerade im Spätsommer, wenn die Ernte von Äpfeln, Birnen und Zwetschgen ansteht und man die süßen Speisen mit frischem Obst verfeinern kann, versetzt mich allein der Gedanke daran in Hochstimmung.

Und nun war es endlich soweit: Ich habe den offziellen Saisonstart mit super zarten, fluffigen Topfenknödeln und hausgemachtem Zwetschgenröster gefeiert.

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Für 6 Personen als Nachtisch gereicht, benötigt ihr folgende Zutaten für die Knödel:

70 g Butter, 1 Prise Salz, 2 EL Puderzucker, geriebene Schale von 1/2 unbehandelten Zitrone, 500 g Schichtkäse, 2 Eier, 1 Eigelb,  170 g Mehl, plus etwas Mehl zum Formen; sowie für die Brösel: 150 g Butter, 150 g Semmelbrösel, etwas Puderzucker

Rührt die zimmerwarme Butter mit der Prise Salz, dem Puderzucker und der Zitronenschale schaumig. Gebt dann die Eier dazu und rührt diese unter. Fügt anschließend das Mehl und den Schichtkäse hinzu und verrührt das Ganze zu einer gleichmäßigen Masse. Stellt diese anschließend für ca. 1 Stunde kühl.

In der Zwischenzeit bereitet ihr dann den Zwetschgenröster zu – für eine große Portion benötigt ihr:

1 kg Zwetschgen, 200 g Zucker, 2 cl Wasser, 5 ganze Nelken und eine Zimtstange

Gebt das Wasser gemeinsam mit dem Zucker und den Gewürzen in einen großen Topf. Kocht das Ganze unter Rühren auf bis sich der Zucker gelöst hat. Dreht die Hitze etwas herunter und gebt die gewaschenen, entkernten und längs geviertelten Zwetschgen in den Sud und lasst sie langsam vor sich hin köcheln. Rührt ab und zu mal um. Je nach Hitze der Platte und Reifegrad der Zwetschgen kann das Kochen länger oder kürzer dauern. Das Obst sollte schön weich sein, aber noch nicht komplett auseinanderfallen. Durch den Fruchtsaft und den Zucker sollte eine schöne sirupartige Flüssigkeit entstanden sein.

Ihr werdet für die Topfenknödel nur ca. 1/3 des Rösters benötigen. Den Rest könnt ihr entweder heiß in saubere Schraubgläser füllen oder in Dosen verstaut einfrieren. So habt ihr auch den ganzen Winter hindurch super leckeren Röster und könnt immer ganz spontan darauf zugreifen.

Jetzt geht es mit den Knödeln weiter.

Bereitet einen kleinen Teller oder eine kleine Schale mit etwas Mehl vor. Holt die Schüssel mit der Topfenmasse aus dem Kühlschrank und legt euch zwei Löffel zurecht. Stecht damit kleine Teile der Masse ab und lasst sie vorsichtig in das Mehl plumpsen. Formt dann mit den Händen kleine Knödel. Sie sollten etwa einen Durchmesser von 3-4 cm haben. Verfahrt so bis der Teig aufgebraucht ist. Stellt einen großen Topf mit Salzwasser auf und wartet bis es sachte siedet. Gebt dann – am besten mit Hilfe eines Schöpflöffels – einzeln die kleinen Kugel in das Wasser. Sie benötigen nun etwa 12 Minuten bis sie gar sind. Achtet darauf, dass das Wasser nicht zu stark kocht, denn sonst könnten die kleinen Knödel auseinanderfallen und zerkochen.

In der Zwischenzeit gebt ihr die Butter in eine Pfanne und lasst sie schmelzen. Fügt dann die Semmelbrösel hinzu und verrührt das Ganze zu einer leicht pappigen Masse. Sobald die Knödel fertig sind, holt ihr sie nacheinander aus dem Wasser und wendet sie vorsichtig in den Bröseln bis sie damit vollständig bedeckt sind.

Richtet die Knödel dann mit dem Zwetschgenröster und etwas Puderzucker an. Am besten schmecken sie, solange sie noch lauwarm sind.

Bon appetit!

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Hefe küsst Schoko-Baiser

DSC03014Die letzten beiden Wochen waren sehr turbulent. Eine Hochzeit jagte die nächste. Feiern. Tanzen. Reden. Lachen. Und davon jede Menge.

Da war es an der Zeit, einfach mal die Füße hochzulegen, zu entspannen und die Zeit mit den kleinen Dingen zu genießen. Zum Beispiel einer guten Tasse Kaffee. Doch was wäre der beste Kaffee ohne die kleine, süße Beigabe?! 🙂

Unschlüssig was ich an einem solchen Tag mal backen könnte – denn es soll ja nicht zu viel Aufwand sein, aber dennoch keine Abstriche in Sachen Gaumenfreude machen – blätterte ich in einem meiner Backbücher und wurde fündig.

Herausgekommen ist diese tolle Kreation – eine Liaison zwischen süßem Hefeteig und knusprigem Baiser mit einer ordentlichen Spur Schokolade. Einfach zum Niederknien… Genau das Richtige nach so viel Tortenvariation der letzten Wochen.

Für eine Kastenform benötigt ihr folgende Zutaten:

300 g Mehl, 2 Päckchen Vanillezucker, 1/2 TL Salz, 1/3 Würfel frische Hefe, 150 ml Milch, 2 Eigelb, 2 Eiweiß, 100 g Zucker, 100 g gehackte Schokolade

Gebt das Mehl zusammen mit dem Vanillezucker, dem Salz und den Eigelben in eine Schüssel. Löst die Hefe in der lauwarmen Milch auf und fügt sie zur Mehlmischung hinzu. Verknetet das Ganze zu einem geschmeidigen Teig. Dann heißt es ab mit dem Hefekloß in eine Schüssel. Abdecken mit einem Handtuch und warten bis der Teig etwa bis zur doppelten Größe aufgegangen ist. Das dauert ca. 1,5 Stunden.

 

 

Danach rollt ihr den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von ca. 30 x 50 cm aus. Schlagt die Eiweiße mit dem Zucker steif und verteilt den Einschnee auf dem Teig. Lasst aber am Längsrand etwa 4 cm unbestrichen.

DSC02973Verteilt dann die gehackte Schokolade auf dem Eischnee und rollt den Teig vorsichtig von der Längsseite her auf bzw. schlagt den Teig Stück für Stück um.

DSC02979Schneidet die Rolle vorsichtig mit einem scharfen Messer der Länge nach durch. Verschlingt dann die beiden halbierten Rollen mit der Schnittfläche nach oben miteinander und legt den Zopf in eure Backform, die ihr vorher mit Backpapier ausgekleidet habt. Ich gebe zu, es ist eine äußerst klebrige Angelegenheit 🙂 aber es lohnt sich wirklich!

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Lasst den Kuchen nun weitere 15 Minuten gehen. In der Zwischenzeit heizt ihr den Backofen auf 170 Grad Umluft vor. Nach der Gehzeit schiebt ihr die Kastenform in den Ofen und backt den Kuchen ca. 35 Minuten.

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Am allerbesten schmeckt er, wenn er noch lauwarm ist 🙂

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Der Hefeteig ist auch an Tag zwei und drei noch luftig, aber leider ist das Baiser dann nicht mehr so schön crunchy. Von daher empfehle ich euch, den Kuchen direkt am ersten Tag zu verputzen – was aber definitiv kein Problem darstellt 🙂

 

Bon appetit!

*** Das Rezept ist angelehnt an jenes für die Baiser-Hefe-Liebelei von Ursula Furrer-Heim aus dem großartigen Backbuch „Cake – Genial einfach und schnell“, erschienen 2014 im AT Verlag ***

Extracremige Cheddar-Mais-Fusilli

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Wenn der Sommer eine Pause macht, kühle Temperaturen und tristes Wetter Einzug halten, dann braucht die Seele etwas, das sie streichelt. In mir erwacht in solchen Momenten immer die Lust auf ein typisches Herbst-/Winter-Essen. Geht euch das auch so?

Schöne gehaltvolle Käsenudeln kann man natürlich auch im Sommer essen, aber nur wenn es draußen grau und ungemütlich ist, schmecken sie so unvergleichlich gut wie sie es in diesen Tagen tun.

Für 2-3 Portionen der extracremigen Cheddar-Fusilli benötigt ihr:

250 g Fusilli (oder andere Nudeln), 25 g Butter, 400 ml Milch, 75 g geraspelten Cheddar, 1/2 TL Senf, 1 Dose Mais, 50 g Paniermehl, 25 g geraspelten Cheddar.

Kocht die Fusilli nach Packungsanleitung bis sie al dente sind. Gebt die Butter in eine Pfanne und lasst sie langsam schmelzen. Rührt dann das Mehl unter und gebt nach und nach die Milch unter Rühren hinzu. Lasst die Soße solange köcheln bis sie eingedickt ist. Reduziert die Hitze, fügt die 75 g Cheddar sowie den Senf hinzu. Rührt das Ganze immer wieder um bis der Käse komplett geschmolzen ist. Gießt den Mais aus der Dose in ein Sieb und lasst die Flüssigkeit auf diese Weise abtropfen. Gebt ihn anschließend in die Käsesoße und fügt auch die fertig gekochten und abgegossenen Nudeln hinzu.

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Hebt die Fusilli vorsichtig unter und füllt sie dann in eine oder mehrere ofenfeste Formen. Vermischt das Paniermehl mit dem restlichen Cheddar und verteilt dieses Topping gleichmäßig auf den Nudeln. Schiebt die Form in den Backofen und lasst sie solange mit der Grillfunktion drin bis die Oberfläche goldbraun und knusprig ist.

Bon appetit!

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Lasst es euch schmecken und träumt schon mal etwas vom nahenden Herbst. Vergegenwärtigt euch einmal die schönen Seiten dieser Jahreszeit und freut euch darauf. Dann fühlt sich die Sommerpause gleich nur noch halb so schlimm an.