Weihnachtlicher Gewürzkuchen

DSC03885

Temperaturen um den Gefrierpunkt, erste vom Himmel herunter tanzende Schneeflocken und überall golden schimmernde Lichter – der Winter und mit ihm die Adventszeit halten Einzug.

Liebt ihr diese Zeit auch so sehr wie ich? Jedes Jahr, wenn der erste Schnee fällt, fühle ich mich wieder wie ein kleines Kind. Unbändige Freude breitet sich in mir aus. Und plötzlich ist alles andere egal – Sorgen und Stress sind vergessen, das einzige was zählt, ist genau dieser Moment. Einfach mal im Alltagstrubel durchatmen und sich an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen. Einfach mal die Zeit etwas langsamer verstreichen lassen. Die Winterzeit ist die Zeit der Besinnlichkeit. Und das hat durchaus seinen Sinn. Viel zu selten halten wir inne, viel zu selten gönnen wir uns eine Auszeit vom typischen Alltagstrubel. Einfach mal einen Gang zurückschalten und durchatmen. Macht euch eine schöne Tasse Tee oder Kaffee. Nehmt Platz in eurem Lieblingssessel und schaut den Schneeflocken beim Tanzen zu. Beobachtet wie nach und nach alles von weißem Puder bedeckt wird und die Zeit plötzlich still zu stehen scheint.

Nascht ein paar eurer selbst gebackenen Plätzchen. Oder probiert einfach mal mein Rezept für den weihnachtlichen Gewürzkuchen aus. Für mich gehört er fest zur Weihnachtszeit dazu. Die vielen tollen Gewürze verpackt in einem fluffigen Teig. Und das Ganze eingebettet in eine Schicht aus zartschmelzender Schokolade. Einfach himmlisch…

DSC03887

Für eine Gugelhupfform benötigt ihr:

5 Eier, 200 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 4 EL Rum, 2 EL Honig, 150 g Öl, 200 g Mehl, 1 Päckchen Backpulver, 3 TL Lebkuchengewürz, 1 TL gemahlene Nelken, 150 g gemahlene Nüsse, 100 g geriebene Schokolade, 175 g Kuvertüre, 1 TL Kokosfett.

Heizt euren Backofen auf 175 Grad vor.

Schlagt die Eiweiße zu Eischnee und lasst dabei langsam den Zucker und den Vanillezucker einrieseln. Rührt weiter bis sich dieser komplett aufgelöst hat. Schlagt danach die Eigelbe mit dem Rum und dem Honig schaumig und gebt das Öl unter Rühren hinzu. Hebt im Anschluss den Eischnee unter die Eigelbmasse. Mischt das Mehl mit Backpulver und Gewürzen und hebt das Ganze unter die Eimasse. Mit den Nüssen und der Schokolade verfahrt ihr genauso.

Fettet eure Form (am besten mit Backspray). Füllt dann den Kuchenteig hinein und backt ihn auf mittlerer Schiene circa 45 Minuten. Testet mit der Stäbchenmethode, ob der Teig bereits komplett durchgebacken ist.

Holt ihn heraus und lasst ihn auf einem Rost auskühlen. Stürzt den Kuchen, wenn er kalt ist, auf den Rost.

DSC03875

Schmelzt dann die Kuvertüre in einem Wasserbad (gebt nach Belieben etwas Kokosfett hinzu, das verleiht der Schokolade einen tollen Glanz) und verziert den Kuchen damit. Ich habe zusätzlich noch ein paar Streifen mit Punschglasur gemacht. Die Punschglasur kannst du in Österreich fertig zubereitet kaufen. Alternativ kannst du auch einen Guss aus Puderzucker und Rotwein anmischen und deinem Kuchen damit einen Streifenlook verpassen.

Viel Spaß beim Nachbacken und einen tollen ersten Advent!

DSC03883

Schokoladen-Tarte

DSC03800Es hat sich Besuch zum Kaffee angekündigt und ihr habt keine Zeit einen aufwendigen Kuchen zu backen, wollt aber trotzdem etwas richtig Leckeres zaubern? Dann empfehle ich euch meine Schokoladen-Tarte. Sie ist schnell zubereitet und obendrein hat man die Zutaten meist eh immer zuhause. Damit ist sie auch für spontane Gästeankündigungen bestens geeignet. Und mal ehrlich – wer mag keine Schokolade?! 🙂

Auf den erstem Blick mag man vielleicht vermuten, dass sich hinter diesem Rezept ein schnöder Schokoladenkuchen verbirgt, aber der Schmelz dieser Tarte wird euch in Nullkommanichts um den Finger winkeln – glaubt mir.

DSC03802

Also holt eure schönste Tarteform aus dem Schrank, jetzt geht es los.

Für eine himmlische Schokoladen-Tarte benötigt ihr:

150 g Zartbitterschokolade, 120 g Butter, 6 Eier, 100 g Puderzucker, 60 g Mehl und nach Belieben etwas Puderzucker und/oder Kakao zum Verzieren

Heizt den Backofen auf 190 Grad vor.

Schmelzt die Schokolade langsam bei niedriger Temperatur in einem Wasserbad. In der Zwischenzeit schlagt ihr die Eiweiße mit dem durchgesiebten Puderzucker zu Eischnee. Verquirlt die Eigelbe und zieht sie dann vorsichtig unter den Eischnee. Zieht danach das Mehl unter die Eimasse. Sobald die Schokolade geschmolzen ist, gebt ihr nach und nach die Butter in kleinen Stückchen zur Schokolade hinzu und rührt solange bis sie sich komplett verflüssigt hat und ihr eine gleichmäßige, glänzende Schokomasse erhaltet. Lasst das Ganze etwas abkühlen, bevor ihr die Schokomasse im Anschluss langsam und nach und nach unter die Eimasse zieht.

DSC03795

Fettet eure Tarteform und stäubt sie mit etwas Mehl aus, damit sich der Kuchen später besser aus der Form lösen lässt. Füllt den Teig gleichmäßig in die Form und gebt ihn auf der mittleren Schiene in den Backofen. Je nachdem aus welchem Material eure Form ist, benötigt die Tarte nun 14-17 Minuten Backzeit. Macht zur Sicherheit die Stäbchenprobe, ob der Teig komplett durchgebacken ist.

Holt die Form aus dem Ofen und lasst die Tarte auf einem Gitter auskühlen.

DSC03820

Wenn ihr wollt, könnt ihr sie dann noch nach Belieben verzieren. Ich habe heute mal etwas Kakaopulver mit einer Prise Zimt gemischt und mit einem Haarsieb über die gesamte Tarte gestäubt. Danach habe ich meine selbst zugeschnittene Schablone vorsichtig darauf gelegt und dann nochmal mit etwas Puderzucker bestäubt. Da sind eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Viel Spaß beim Nachbacken und bon appetit!

DSC03823

Supersaftiger Kürbis-Nuss-Kuchen mit Orangen-Frosting

DSC03461

Egal ob als Stärkung nach einem schönen Herbstspaziergang oder um Leib und Seele an tristen, nassen und einfach ungemütlichen Tagen etwas Gutes zu tun: Ein schönes Stück Kuchen und dazu eine Tasse Kaffee oder Tee bewirken doch immer wahre Wunder. Und warum in diesen Tagen nicht auf die klassischen Herbstzutaten schlechthin zurückgreifen und daraus einen supersaftigen und fluffigen Kuchen zaubern? Bei mir steht heute alles im Zeichen von Kürbis und Nuss. Es gibt so viele tolle Varianten diese beiden Zutaten zu kombinieren. Eine davon habe ich für euch vorbereitet. Einen ganz leicht zubereiteten Rührkuchen mit Haselnüssen und Hokkaido und einem Hauch Orange.

DSC03481

Für einen Kuchen mit Durchmesser von 26 cm benötigt ihr:

7 Eigelbe, 300 g Zucker, 1 Prise Salz, 1 Prise Zimt, 1 Prise gemahlene Nelken, 2 EL Nusslikör, 200 g geriebenen Hokkaidokürbis, 240 g gemahlene Haselnüsse, 50 g Paniermehl, 50 g Mehl, 1 TL Backpulver, 5 Eiweiße

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Schlagt die Eigelbe mit 200 g Zucker, Salz, Zimt, Nelken und dem Likör schaumig. Gebt dann den geriebenen Kürbis, die Nüsse, das Paniermehl und das Mehl gemeinsam mit dem Backpulver hinzu und rührt alles unter. Die Eiweiße mit 100 g Zucker steifschlagen und unter den restlichen Teig heben.

Eine Springform mit Butter fetten und Paniermehl ausstäuben. Den Teig einfüllen und glatt streichen. Den Kuchen auf mittlerer Schiene backen und gegen Ende mit der Stäbchenprobe schauen, ob er bereits durchgebacken ist. Die Form auf einen Rost stellen und den Kuchen auskühlen lassen, bevor ihr ihn aus der Form löst.

DSC03454

Für das Frosting benötigt ihr:

200 g Creme fraiche, 1 EL frisch gepressten Orangensaft, 1 TL Zucker

Die Zutaten miteinander verrühren und gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen.

DSC03460

TIPP: Am besten schmeckt der Kuchen, wenn ihr ihn bereits einen Tag, bevor ihn essen möchtet, zubereitet. Denn dann kann er richtig gut durchziehen.

DSC03476

Lasst es euch schmecken! Bon Appetit!

DSC03472

Birnen-Fenchel-Törtchen mit karamellisierten Rosmarin-Walnüssen

DSC02634Momentan zeigt sich der Herbst von seiner schönsten Seite: angenehme Temperaturen, viele Sonnenstrahlen und kunterbunt-leuchtendes Laub.

Doch abends ist es inzwischen schon recht früh dunkel und drinnen in den eigenen vier Wänden wird es zunehmend kühl, sodass die Seele etwas braucht, was sie streichelt und wärmt.

Einen solch kleinen, aber feinen Seelenstreichler habe ich heute für euch im Gepäck: Birnen-Fenchel-Törtchen mit karamellisierten Rosmarin-Walnüssen. Also ganz viele Zutaten, die der Herbst uns momentan beschert.

Für 12 Törtchen benötigt ihr:

150 g Mehl, 75 g kalte Butter, 1/2 TL Salz, 1 Ei, 1 EL Wasser, 1 kleine Fenchelknolle (oder alternativ eine halbe), 1 EL Olivenöl, Salz, 1 Birne, 1 Ei, 125 g Creme fraiche, 1/2 EL Speisestärke, 75 g Gorgonzola, etwas frisch gemahlenen Pfeffer, 1 Zweig Rosmarin, 40 g Zucker, 50 g Walnusskerne

Knetet aus dem Mehl, der Butter, dem Salz, dem Ei und dem Wasser einen Mürbeteig. Wickelt die fertige Kugel in Frischhaltefolie und legt sie für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank. In der Zwischenzeit kümmert ihr euch um die Füllung.

Halbiert den Fenchel, entfernt den Strunk und schneidet ihn dann in feine Streifen. Erhitzt das Olivenöl in einer Pfanne und gebt den Fenchel hinein. Dünstet ihn dann ca. 5 Minuten bis er eine schöne goldene Farbe bekommt. Würzt ihn mit etwas Salz und Pfeffer.

Schält die Birne, viertelt sie und entfernt das Kerngehäuse. Schneidet sie dann in feine Streifen. Gebt sie zu dem Fenchel.

Verquierlt anschließend das Ei mit der Creme fraiche und dem Gorgonzola.

Heizt den Backofen auf 160 Grad Umluft vor und holt den Teig aus dem Kühlschrank.

Fettet eure Muffinförmchen und stäubt sie mit Mehl aus oder gebt kleine Papierförmchen in die Backformen. Teilt den Teig in gleichgroße 12 Portionen. Formt dann mit den Händen kleine Kugeln daraus und drückt sie anschließend platt. Gebt die Teigböden in die Formen und drückt sie hinein, sodass sie die Form komplett ausfüllen. Es sollte kein Teig über die Form hinausragen.

Verteilt nun die Fenchel-Birnen-Masse gleichmäßig in die Teigmulden und gebt die Ei-Käse-Masse darüber.

Backt die Törtchen nun ca. 10 Minuten bis sie schön goldbraun geworden sind.

DSC02613

In der Zwischenzeit gebt ihr den Zucker in eine Pfanne und lasst ihn langsam karamellisieren. Zupft die Nadeln des Rosmarins ab und gebt sie gemeinsam mit den grob gehackten Walnüssen in das Karamell. Verrührt die Zutaten, sodass alle Nüsse gleichmßig mit dem Rosmarin-Karamell überzogen sind.

Holt die Törtchen aus dem Ofen und verziert sie mit den Walnüssen.

DSC02637

Sie schmecken sowohl warm als auch kalt hervorragend. Ich mag sie aber am liebsten, wenn sie lauwarm sind.

Ich verspreche euch, der betörende Duft und auch der Anblick dieser kleinen Kerlchen werden euch einfach umhauen 🙂

Bon appetit!

DSC02632

Topfenknödel mit hausgemachtem Zwetschgenröster

DSC03095Wenn es wieder etwas kühler wird, die Lust auf erfrischende Wassermelone oder Iced Coffee nachlässt und der Herbst bereits an die Tür klopft, erwacht in mir die Vorfreude auf die bunte, vielfältige Welt der Mehlspeisen.

Gerade im Spätsommer, wenn die Ernte von Äpfeln, Birnen und Zwetschgen ansteht und man die süßen Speisen mit frischem Obst verfeinern kann, versetzt mich allein der Gedanke daran in Hochstimmung.

Und nun war es endlich soweit: Ich habe den offziellen Saisonstart mit super zarten, fluffigen Topfenknödeln und hausgemachtem Zwetschgenröster gefeiert.

DSC03096

Für 6 Personen als Nachtisch gereicht, benötigt ihr folgende Zutaten für die Knödel:

70 g Butter, 1 Prise Salz, 2 EL Puderzucker, geriebene Schale von 1/2 unbehandelten Zitrone, 500 g Schichtkäse, 2 Eier, 1 Eigelb,  170 g Mehl, plus etwas Mehl zum Formen; sowie für die Brösel: 150 g Butter, 150 g Semmelbrösel, etwas Puderzucker

Rührt die zimmerwarme Butter mit der Prise Salz, dem Puderzucker und der Zitronenschale schaumig. Gebt dann die Eier dazu und rührt diese unter. Fügt anschließend das Mehl und den Schichtkäse hinzu und verrührt das Ganze zu einer gleichmäßigen Masse. Stellt diese anschließend für ca. 1 Stunde kühl.

In der Zwischenzeit bereitet ihr dann den Zwetschgenröster zu – für eine große Portion benötigt ihr:

1 kg Zwetschgen, 200 g Zucker, 2 cl Wasser, 5 ganze Nelken und eine Zimtstange

Gebt das Wasser gemeinsam mit dem Zucker und den Gewürzen in einen großen Topf. Kocht das Ganze unter Rühren auf bis sich der Zucker gelöst hat. Dreht die Hitze etwas herunter und gebt die gewaschenen, entkernten und längs geviertelten Zwetschgen in den Sud und lasst sie langsam vor sich hin köcheln. Rührt ab und zu mal um. Je nach Hitze der Platte und Reifegrad der Zwetschgen kann das Kochen länger oder kürzer dauern. Das Obst sollte schön weich sein, aber noch nicht komplett auseinanderfallen. Durch den Fruchtsaft und den Zucker sollte eine schöne sirupartige Flüssigkeit entstanden sein.

Ihr werdet für die Topfenknödel nur ca. 1/3 des Rösters benötigen. Den Rest könnt ihr entweder heiß in saubere Schraubgläser füllen oder in Dosen verstaut einfrieren. So habt ihr auch den ganzen Winter hindurch super leckeren Röster und könnt immer ganz spontan darauf zugreifen.

Jetzt geht es mit den Knödeln weiter.

Bereitet einen kleinen Teller oder eine kleine Schale mit etwas Mehl vor. Holt die Schüssel mit der Topfenmasse aus dem Kühlschrank und legt euch zwei Löffel zurecht. Stecht damit kleine Teile der Masse ab und lasst sie vorsichtig in das Mehl plumpsen. Formt dann mit den Händen kleine Knödel. Sie sollten etwa einen Durchmesser von 3-4 cm haben. Verfahrt so bis der Teig aufgebraucht ist. Stellt einen großen Topf mit Salzwasser auf und wartet bis es sachte siedet. Gebt dann – am besten mit Hilfe eines Schöpflöffels – einzeln die kleinen Kugel in das Wasser. Sie benötigen nun etwa 12 Minuten bis sie gar sind. Achtet darauf, dass das Wasser nicht zu stark kocht, denn sonst könnten die kleinen Knödel auseinanderfallen und zerkochen.

In der Zwischenzeit gebt ihr die Butter in eine Pfanne und lasst sie schmelzen. Fügt dann die Semmelbrösel hinzu und verrührt das Ganze zu einer leicht pappigen Masse. Sobald die Knödel fertig sind, holt ihr sie nacheinander aus dem Wasser und wendet sie vorsichtig in den Bröseln bis sie damit vollständig bedeckt sind.

Richtet die Knödel dann mit dem Zwetschgenröster und etwas Puderzucker an. Am besten schmecken sie, solange sie noch lauwarm sind.

Bon appetit!

DSC03093

Hefe küsst Schoko-Baiser

DSC03014Die letzten beiden Wochen waren sehr turbulent. Eine Hochzeit jagte die nächste. Feiern. Tanzen. Reden. Lachen. Und davon jede Menge.

Da war es an der Zeit, einfach mal die Füße hochzulegen, zu entspannen und die Zeit mit den kleinen Dingen zu genießen. Zum Beispiel einer guten Tasse Kaffee. Doch was wäre der beste Kaffee ohne die kleine, süße Beigabe?! 🙂

Unschlüssig was ich an einem solchen Tag mal backen könnte – denn es soll ja nicht zu viel Aufwand sein, aber dennoch keine Abstriche in Sachen Gaumenfreude machen – blätterte ich in einem meiner Backbücher und wurde fündig.

Herausgekommen ist diese tolle Kreation – eine Liaison zwischen süßem Hefeteig und knusprigem Baiser mit einer ordentlichen Spur Schokolade. Einfach zum Niederknien… Genau das Richtige nach so viel Tortenvariation der letzten Wochen.

Für eine Kastenform benötigt ihr folgende Zutaten:

300 g Mehl, 2 Päckchen Vanillezucker, 1/2 TL Salz, 1/3 Würfel frische Hefe, 150 ml Milch, 2 Eigelb, 2 Eiweiß, 100 g Zucker, 100 g gehackte Schokolade

Gebt das Mehl zusammen mit dem Vanillezucker, dem Salz und den Eigelben in eine Schüssel. Löst die Hefe in der lauwarmen Milch auf und fügt sie zur Mehlmischung hinzu. Verknetet das Ganze zu einem geschmeidigen Teig. Dann heißt es ab mit dem Hefekloß in eine Schüssel. Abdecken mit einem Handtuch und warten bis der Teig etwa bis zur doppelten Größe aufgegangen ist. Das dauert ca. 1,5 Stunden.

 

 

Danach rollt ihr den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von ca. 30 x 50 cm aus. Schlagt die Eiweiße mit dem Zucker steif und verteilt den Einschnee auf dem Teig. Lasst aber am Längsrand etwa 4 cm unbestrichen.

DSC02973Verteilt dann die gehackte Schokolade auf dem Eischnee und rollt den Teig vorsichtig von der Längsseite her auf bzw. schlagt den Teig Stück für Stück um.

DSC02979Schneidet die Rolle vorsichtig mit einem scharfen Messer der Länge nach durch. Verschlingt dann die beiden halbierten Rollen mit der Schnittfläche nach oben miteinander und legt den Zopf in eure Backform, die ihr vorher mit Backpapier ausgekleidet habt. Ich gebe zu, es ist eine äußerst klebrige Angelegenheit 🙂 aber es lohnt sich wirklich!

DSC02991

Lasst den Kuchen nun weitere 15 Minuten gehen. In der Zwischenzeit heizt ihr den Backofen auf 170 Grad Umluft vor. Nach der Gehzeit schiebt ihr die Kastenform in den Ofen und backt den Kuchen ca. 35 Minuten.

DSC03008

Am allerbesten schmeckt er, wenn er noch lauwarm ist 🙂

DSC03026

Der Hefeteig ist auch an Tag zwei und drei noch luftig, aber leider ist das Baiser dann nicht mehr so schön crunchy. Von daher empfehle ich euch, den Kuchen direkt am ersten Tag zu verputzen – was aber definitiv kein Problem darstellt 🙂

 

Bon appetit!

*** Das Rezept ist angelehnt an jenes für die Baiser-Hefe-Liebelei von Ursula Furrer-Heim aus dem großartigen Backbuch „Cake – Genial einfach und schnell“, erschienen 2014 im AT Verlag ***

Extracremige Cheddar-Mais-Fusilli

DSC02527

Wenn der Sommer eine Pause macht, kühle Temperaturen und tristes Wetter Einzug halten, dann braucht die Seele etwas, das sie streichelt. In mir erwacht in solchen Momenten immer die Lust auf ein typisches Herbst-/Winter-Essen. Geht euch das auch so?

Schöne gehaltvolle Käsenudeln kann man natürlich auch im Sommer essen, aber nur wenn es draußen grau und ungemütlich ist, schmecken sie so unvergleichlich gut wie sie es in diesen Tagen tun.

Für 2-3 Portionen der extracremigen Cheddar-Fusilli benötigt ihr:

250 g Fusilli (oder andere Nudeln), 25 g Butter, 400 ml Milch, 75 g geraspelten Cheddar, 1/2 TL Senf, 1 Dose Mais, 50 g Paniermehl, 25 g geraspelten Cheddar.

Kocht die Fusilli nach Packungsanleitung bis sie al dente sind. Gebt die Butter in eine Pfanne und lasst sie langsam schmelzen. Rührt dann das Mehl unter und gebt nach und nach die Milch unter Rühren hinzu. Lasst die Soße solange köcheln bis sie eingedickt ist. Reduziert die Hitze, fügt die 75 g Cheddar sowie den Senf hinzu. Rührt das Ganze immer wieder um bis der Käse komplett geschmolzen ist. Gießt den Mais aus der Dose in ein Sieb und lasst die Flüssigkeit auf diese Weise abtropfen. Gebt ihn anschließend in die Käsesoße und fügt auch die fertig gekochten und abgegossenen Nudeln hinzu.

DSC02492

Hebt die Fusilli vorsichtig unter und füllt sie dann in eine oder mehrere ofenfeste Formen. Vermischt das Paniermehl mit dem restlichen Cheddar und verteilt dieses Topping gleichmäßig auf den Nudeln. Schiebt die Form in den Backofen und lasst sie solange mit der Grillfunktion drin bis die Oberfläche goldbraun und knusprig ist.

Bon appetit!

DSC02532

Lasst es euch schmecken und träumt schon mal etwas vom nahenden Herbst. Vergegenwärtigt euch einmal die schönen Seiten dieser Jahreszeit und freut euch darauf. Dann fühlt sich die Sommerpause gleich nur noch halb so schlimm an.

Homemade Iced Coffee

DSC02581

Der Sommer ist endlich zurück!!! Nach über einer Woche absolutem Oktoberfeeling mitten im Juli ist es wieder Zeit, die schönen Seiten der warmen Jahreszeit in vollen Zügen zu genießen.

Ich mag den Sommer wirklich sehr. Muss aber gestehen, dass ich mit Temperaturen über 30 Grad immer etwas zu kämpfen habe. Da braucht man gute Strategien, um sich Abkühlung zu verschaffen. Eine davon liebe ich ganz besonders – selbst gemachten eisgekühlten Kaffee 🙂

Was gibt es Schöneres als sich ein schattiges Plätzchen im Freien zu suchen, sich den Wind um die Nase pusten zu lassen und einen Iced Coffee in den Händen zu halten? Mir fällt da ehrlich gesagt nicht allzu viel ein…

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich bin nur bedingt ein Freund von klassischen Eiskaffees in denen Vanilleeis Hauptbestandteil ist. Das ist mal ganz lecker, aber das sättigt meist so sehr, dass man danach das Gefühl hat, nicht mehr vor und zurück zu können. Das ist gerade, wenn es heiß ist, ein nicht so schönes Gefühl. Deshalb belohne ich mich immer mit Iced Coffee, bei dem hauptsächlich Kaffee enthalten ist 🙂

Die Zubereitung ist ebenso simpel wie einfach. Denn es braucht lediglich vier Zutaten: frisch gebrühten Espresso, etwas Zucker, einen Schluck Milch und natürlich Eiswürfel.

Für ein Glas Homemade Iced Coffee müsst ihr zuerst einen doppelten Espresso zubereiten. Hinein gebe ich dann 1,5 TL Zucker und rühre solange bis sich dieser vollständig gelöst hat.

 

Kleine Bemerkung am Rande: Ich habe immer eine Zuckerdose mit Vanille griffbereit. Gerade für solche Angelegenheiten möchte ich sie nicht mehr missen. Denn die Vanille verleiht dem Ganzen noch eine schöne, feine Note. Auch das ist ganz easy. Immer wenn ich für andere Rezepte Vanillemark verwende, gebe ich anschließend die übrig gebliebene (ausgekratzte) Vanilleschote in meine Zuckerdose, die ich regelmäßig mit frischem Zucker auffülle. Et voilà!

DSC02572

Nachdem ihr den doppelten Espresso gesüßt habt, holt ihr euch nun ein schönes großes Glas aus dem Schrank und gebt zwei Eiswürfel hinein. Schüttet dann den Espresso auf die Eiswürfel. Nun ist die (am besten kühlschrankkalte) Milch an der Reihe. Ich verwende immer die 1,5 %ige, weil sie am schönsten schäumt. Hier kommt es nun darauf an, welche Küchenutensilien ihr zur Hand habt. Es gibt elektrische Milchaufschäumerkännchen, die auch kalte Milch aufschlagen, mit Batterie betriebene handlichere Lösungen oder jene, die komplett von Hand betrieben werden. Ich habe letztere Variante und bin damit super zufrieden. Für kalte Milch gibt es in meinen Augen keine bessere Möglichkeit.

Schäumt nun also die Milch in eurer bevorzugten Variante auf und gießt sie auf den Espresso. Nun noch einen langen Löffel ins Glas, umrühren und genießen.

 

Mit jedem Schluck kommt so mehr und mehr Energie zurück 🙂

Wie mögt ihr euren Sommer-Kaffee am Liebsten?

 

Blåbärskladdkaka

DSC02465Was wäre die schwedische Backstube nur ohne ihren typischen Schokoladenkuchen Kladdkaka?

Für mich gehört es zu einem perfekten Schwedenurlaub dazu, ihn mindestens einmal zusammen mit einem guten Kaffee zur Nachmittagsstunde zu genießen. Schokolade geht einfach immer. Vor allem wenn der Kuchen dann auch noch so super schokoladig ist wie dieser 🙂

Heute wandle ich ihn für euch mit einer weiteren typisch schwedischen Zutat ab: Blaubeeren. Ich muss ja gestehen, dass ich immer, wenn ich in Schweden oder den Alpen zu Fuß unterwegs bin, zur absoluten Bremse werde, wenn ich auch nur Blaubeersträucher am Wegesrand erahne 🙂 Was regelmäßig die Nerven meiner Mit-Wandersleute strapaziert… Aber genug erzählt. Los geht’s mit dem Rezept, das ich für euch aus meinem Schweden-Urlaub mitgebracht habe.

Für einen schwedischen Schokoladen-Blaubeerkuchen benötigt ihr folgende Zutaten:

200g Butter, 375g Zucker, 4 Eier, 215g Weizenmehl, 8 EL Kakao, 300g Heidelbeeren.

Schmelzt die Butter, gebt sie in eine Schüssel und rührt dann den Zucker solange unter bis er sich komplett aufgelöst hat. Gebt nach und nach die Eier hinzu. Fügt dann Mehl und Kakao (am besten durchgesiebt) hinzu und verrührt alles zu einem gleichmäßigen Teig.

DSC02410Wascht die Heidelbeeren und zieht sie vorsichtig unter. Fettet eine Springform mit Butter, stäubt sie mit Mehl aus und gebt den Teig hinein. Verstreicht ihn zu einer glatten Maße.

Backt den Kladdkaka im vorgeheizten Ofen bei 175 Grad Umluft für 40 – 45 Minuten. Lasst ihn etwas auskühlen, bevor ihr ihn aus der Form löst.

DSC02429

Aber dann heißt es: Bon Appetit! 🙂

DSC02458

Kaspressknödel auf Salat

DSC02369Ganz gleich ob im Sommer nach dem Bergsteigen oder im Winter nach dem Skifahren – was gibt es Schöneres als nach einem anstrengenden Tag auf dem Berg eine wohltuende, reichhaltige Speise aus der alpenländischen Küche zu sich zu nehmen und sich damit für den kommenden Tag zu stärken? Richtig – NICHTS 🙂

Was soll ich sagen… da ich praktisch mein ganzes Urlaubsleben in Kindheits- und Jugendtagen in der Schweiz und Österreich verbracht habe, bin ich ein absoluter Fan der Alpenküche. Ob herzhaft oder süß – die wissen einfach, was der Seele gut tut.

Heute stelle ich euch mein Rezept für unvergleichlich leckere Kaspressknödel vor. Ich serviere sie in den Sommermonaten am liebsten mit einem frischen, knackigen Salatteller. Im Winter machen sie die klare Rindersuppe (oder wie man auch sagt „Rindssuppe“) zum absoluten Hit.

Für vier hungrige Bergsteiger (oder Skihasen) benötigt ihr:

600 g helles Brot (oder alternativ Brötchen/Toastbrot) vom Vortag, 6 Eier, 150 g Quark, 1 Bund frische Petersilie (am besten glatt), Salz, Pfeffer, gem. Muskatnuss, 150 g Butter, 1 Zwiebel, 150 ml Milch, 100 g geriebenen Emmentaler, 200 g würzigen Bergkäse, Butter zum Braten.

Schneidet das altbackene Brot bzw. die Brötchen in kleine Würfel und gebt sie in eine große Schüssel. Schlagt die Eier auf und gebt sie ganz zu den Brotwürfeln. Fügt auch den Quark und die gehackte Petersilie hinzu und würzt das Ganze mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss.

Gebt die Butter in die Pfanne und schmelzt sie langsam. Fügt dann die in feine Würfel geschnittene Zwiebel hinzu und schwitzt sie an. Löscht das Ganze anschließend mit der Milch ab. Lasst es noch kurz etwas köcheln und schaltet die Herdplatte dann aus. Lasst die Ei-Milch-Masse etwas abkühlen und gebt sie über die Brotmasse. Verknetet das Ganze zu einer homogenen Masse.

DSC02354

Und jetzt kommt der Geheimtipp! Stellt die Schüssel mit der Masse am besten über Nacht in den Kühlschrank und verarbeitet sie erst am nächsten Tag zu kleinen Knödeln. Das Ganze kann dann richtig toll durchziehen und die Knödel werden viel saftiger und fluffiger sein. Falls ihr euch nicht bis zum nächsten Tag gedulden könnt, könnt ihr sie natürlich auch direkt in die Pfanne werfen 🙂 Sie schmecken natürlich auch so gut, aber sie die Nacht stehen zu lassen, macht den kleinen aber feinen Unterschied aus.

DSC02361

Nehmt nach und nach eine Handvoll Knödelmasse aus der Schüssel und formt sie zu Kugeln. Drückt sie dann vorsichtig etwas platt, sodass kleine runde Plätzchen entstehen. Verfahrt so mit dem restlichen Teig. Lasst die Butter in der Pfanne schmelzen und gebt dann die Knödel hinzu. Bratet sie am besten nicht zu scharf und schnell an, denn ihr wollt ja auch, dass sie innen durchgebackenen sind. Lieber etwas Temperatur herunter nehmen. Wendet sie regelmäßig bis sie eine goldbraune Farbe haben. Ich decke die Pfanne zwischendurch immer mit einem Deckel ab, damit sie auch im Kern gut durch werden und schön heiß sind.

Genießt die Knödel dann mit einem bunten Salatteller eurer Wahl.

DSC02374

Bon appetit! 

Kennt ihr das auch? Es gibt bestimmte Gerichte, die man einfach unweigerlich mit Urlaub verbindet. Wenn man genüsslich hineinbeißt und die Augen schließt, hat man die gesamte Urlaubskulisse vor Augen. Ja man kann förmlich die Landschaft mit ihrem ganz eigenen Duft in der Nase wahrnehmen und spürt sogar, wie die Sonne sanft das Gesicht kitzelt… haaaach…

Mir geht es defintiv immer so, wenn Kaspressknödel vor mir auf dem Teller liegen. Zack… und ich bin am Hintersteiner See.

Bei welchen Leckereien verspürt ihr das größte Fernweh?

DSC02399