Homemade Iced Coffee

DSC02581

Der Sommer ist endlich zurück!!! Nach über einer Woche absolutem Oktoberfeeling mitten im Juli ist es wieder Zeit, die schönen Seiten der warmen Jahreszeit in vollen Zügen zu genießen.

Ich mag den Sommer wirklich sehr. Muss aber gestehen, dass ich mit Temperaturen über 30 Grad immer etwas zu kämpfen habe. Da braucht man gute Strategien, um sich Abkühlung zu verschaffen. Eine davon liebe ich ganz besonders – selbst gemachten eisgekühlten Kaffee 🙂

Was gibt es Schöneres als sich ein schattiges Plätzchen im Freien zu suchen, sich den Wind um die Nase pusten zu lassen und einen Iced Coffee in den Händen zu halten? Mir fällt da ehrlich gesagt nicht allzu viel ein…

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich bin nur bedingt ein Freund von klassischen Eiskaffees in denen Vanilleeis Hauptbestandteil ist. Das ist mal ganz lecker, aber das sättigt meist so sehr, dass man danach das Gefühl hat, nicht mehr vor und zurück zu können. Das ist gerade, wenn es heiß ist, ein nicht so schönes Gefühl. Deshalb belohne ich mich immer mit Iced Coffee, bei dem hauptsächlich Kaffee enthalten ist 🙂

Die Zubereitung ist ebenso simpel wie einfach. Denn es braucht lediglich vier Zutaten: frisch gebrühten Espresso, etwas Zucker, einen Schluck Milch und natürlich Eiswürfel.

Für ein Glas Homemade Iced Coffee müsst ihr zuerst einen doppelten Espresso zubereiten. Hinein gebe ich dann 1,5 TL Zucker und rühre solange bis sich dieser vollständig gelöst hat.

 

Kleine Bemerkung am Rande: Ich habe immer eine Zuckerdose mit Vanille griffbereit. Gerade für solche Angelegenheiten möchte ich sie nicht mehr missen. Denn die Vanille verleiht dem Ganzen noch eine schöne, feine Note. Auch das ist ganz easy. Immer wenn ich für andere Rezepte Vanillemark verwende, gebe ich anschließend die übrig gebliebene (ausgekratzte) Vanilleschote in meine Zuckerdose, die ich regelmäßig mit frischem Zucker auffülle. Et voilà!

DSC02572

Nachdem ihr den doppelten Espresso gesüßt habt, holt ihr euch nun ein schönes großes Glas aus dem Schrank und gebt zwei Eiswürfel hinein. Schüttet dann den Espresso auf die Eiswürfel. Nun ist die (am besten kühlschrankkalte) Milch an der Reihe. Ich verwende immer die 1,5 %ige, weil sie am schönsten schäumt. Hier kommt es nun darauf an, welche Küchenutensilien ihr zur Hand habt. Es gibt elektrische Milchaufschäumerkännchen, die auch kalte Milch aufschlagen, mit Batterie betriebene handlichere Lösungen oder jene, die komplett von Hand betrieben werden. Ich habe letztere Variante und bin damit super zufrieden. Für kalte Milch gibt es in meinen Augen keine bessere Möglichkeit.

Schäumt nun also die Milch in eurer bevorzugten Variante auf und gießt sie auf den Espresso. Nun noch einen langen Löffel ins Glas, umrühren und genießen.

 

Mit jedem Schluck kommt so mehr und mehr Energie zurück 🙂

Wie mögt ihr euren Sommer-Kaffee am Liebsten?

 

Blåbärskladdkaka

DSC02465Was wäre die schwedische Backstube nur ohne ihren typischen Schokoladenkuchen Kladdkaka?

Für mich gehört es zu einem perfekten Schwedenurlaub dazu, ihn mindestens einmal zusammen mit einem guten Kaffee zur Nachmittagsstunde zu genießen. Schokolade geht einfach immer. Vor allem wenn der Kuchen dann auch noch so super schokoladig ist wie dieser 🙂

Heute wandle ich ihn für euch mit einer weiteren typisch schwedischen Zutat ab: Blaubeeren. Ich muss ja gestehen, dass ich immer, wenn ich in Schweden oder den Alpen zu Fuß unterwegs bin, zur absoluten Bremse werde, wenn ich auch nur Blaubeersträucher am Wegesrand erahne 🙂 Was regelmäßig die Nerven meiner Mit-Wandersleute strapaziert… Aber genug erzählt. Los geht’s mit dem Rezept, das ich für euch aus meinem Schweden-Urlaub mitgebracht habe.

Für einen schwedischen Schokoladen-Blaubeerkuchen benötigt ihr folgende Zutaten:

200g Butter, 375g Zucker, 4 Eier, 215g Weizenmehl, 8 EL Kakao, 300g Heidelbeeren.

Schmelzt die Butter, gebt sie in eine Schüssel und rührt dann den Zucker solange unter bis er sich komplett aufgelöst hat. Gebt nach und nach die Eier hinzu. Fügt dann Mehl und Kakao (am besten durchgesiebt) hinzu und verrührt alles zu einem gleichmäßigen Teig.

DSC02410Wascht die Heidelbeeren und zieht sie vorsichtig unter. Fettet eine Springform mit Butter, stäubt sie mit Mehl aus und gebt den Teig hinein. Verstreicht ihn zu einer glatten Maße.

Backt den Kladdkaka im vorgeheizten Ofen bei 175 Grad Umluft für 40 – 45 Minuten. Lasst ihn etwas auskühlen, bevor ihr ihn aus der Form löst.

DSC02429

Aber dann heißt es: Bon Appetit! 🙂

DSC02458

Kaspressknödel auf Salat

DSC02369Ganz gleich ob im Sommer nach dem Bergsteigen oder im Winter nach dem Skifahren – was gibt es Schöneres als nach einem anstrengenden Tag auf dem Berg eine wohltuende, reichhaltige Speise aus der alpenländischen Küche zu sich zu nehmen und sich damit für den kommenden Tag zu stärken? Richtig – NICHTS 🙂

Was soll ich sagen… da ich praktisch mein ganzes Urlaubsleben in Kindheits- und Jugendtagen in der Schweiz und Österreich verbracht habe, bin ich ein absoluter Fan der Alpenküche. Ob herzhaft oder süß – die wissen einfach, was der Seele gut tut.

Heute stelle ich euch mein Rezept für unvergleichlich leckere Kaspressknödel vor. Ich serviere sie in den Sommermonaten am liebsten mit einem frischen, knackigen Salatteller. Im Winter machen sie die klare Rindersuppe (oder wie man auch sagt „Rindssuppe“) zum absoluten Hit.

Für vier hungrige Bergsteiger (oder Skihasen) benötigt ihr:

600 g helles Brot (oder alternativ Brötchen/Toastbrot) vom Vortag, 6 Eier, 150 g Quark, 1 Bund frische Petersilie (am besten glatt), Salz, Pfeffer, gem. Muskatnuss, 150 g Butter, 1 Zwiebel, 150 ml Milch, 100 g geriebenen Emmentaler, 200 g würzigen Bergkäse, Butter zum Braten.

Schneidet das altbackene Brot bzw. die Brötchen in kleine Würfel und gebt sie in eine große Schüssel. Schlagt die Eier auf und gebt sie ganz zu den Brotwürfeln. Fügt auch den Quark und die gehackte Petersilie hinzu und würzt das Ganze mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss.

Gebt die Butter in die Pfanne und schmelzt sie langsam. Fügt dann die in feine Würfel geschnittene Zwiebel hinzu und schwitzt sie an. Löscht das Ganze anschließend mit der Milch ab. Lasst es noch kurz etwas köcheln und schaltet die Herdplatte dann aus. Lasst die Ei-Milch-Masse etwas abkühlen und gebt sie über die Brotmasse. Verknetet das Ganze zu einer homogenen Masse.

DSC02354

Und jetzt kommt der Geheimtipp! Stellt die Schüssel mit der Masse am besten über Nacht in den Kühlschrank und verarbeitet sie erst am nächsten Tag zu kleinen Knödeln. Das Ganze kann dann richtig toll durchziehen und die Knödel werden viel saftiger und fluffiger sein. Falls ihr euch nicht bis zum nächsten Tag gedulden könnt, könnt ihr sie natürlich auch direkt in die Pfanne werfen 🙂 Sie schmecken natürlich auch so gut, aber sie die Nacht stehen zu lassen, macht den kleinen aber feinen Unterschied aus.

DSC02361

Nehmt nach und nach eine Handvoll Knödelmasse aus der Schüssel und formt sie zu Kugeln. Drückt sie dann vorsichtig etwas platt, sodass kleine runde Plätzchen entstehen. Verfahrt so mit dem restlichen Teig. Lasst die Butter in der Pfanne schmelzen und gebt dann die Knödel hinzu. Bratet sie am besten nicht zu scharf und schnell an, denn ihr wollt ja auch, dass sie innen durchgebackenen sind. Lieber etwas Temperatur herunter nehmen. Wendet sie regelmäßig bis sie eine goldbraune Farbe haben. Ich decke die Pfanne zwischendurch immer mit einem Deckel ab, damit sie auch im Kern gut durch werden und schön heiß sind.

Genießt die Knödel dann mit einem bunten Salatteller eurer Wahl.

DSC02374

Bon appetit! 

Kennt ihr das auch? Es gibt bestimmte Gerichte, die man einfach unweigerlich mit Urlaub verbindet. Wenn man genüsslich hineinbeißt und die Augen schließt, hat man die gesamte Urlaubskulisse vor Augen. Ja man kann förmlich die Landschaft mit ihrem ganz eigenen Duft in der Nase wahrnehmen und spürt sogar, wie die Sonne sanft das Gesicht kitzelt… haaaach…

Mir geht es defintiv immer so, wenn Kaspressknödel vor mir auf dem Teller liegen. Zack… und ich bin am Hintersteiner See.

Bei welchen Leckereien verspürt ihr das größte Fernweh?

DSC02399

Rote-Beete-Carpaccio mit Parmesan, karamellisierten Walnüssen und Rucola

DSC01370

Sommerzeit ist Grillzeit. Ein leckeres Stück Fleisch vom Grill ist was Feines. Aber was wäre das tollste Steak ohne eine atemberaubende Beilage? Richtig – nichts!

Deshalb zeige ich euch heute eine meiner liebsten und einfachsten Beilagen.

Für 4 Personen benötigt ihr:

1 Packung fertig gegarte Rote Beete, Kürbiskernöl, dunkle Balsamico Crema, 75g frisch gehobelten Parmesan, etwas frischen Rucola, 100g Walnüsse, 3 EL flüssigen Honig, Salz, Pfeffer

DSC01373

Holt die fertig gegarte Rote Beete aus der Vakuumverpackung und schneidet die Knollen in feine Scheiben. Richtet diese fächerartig auf einer großen Platte oder einem Teller an.

Beträufelt die Rote Beete mit dem Kürbiskernöl und der Balsamicocreme. Würzt das Ganze mit Salz und Pfeffer.

Parmesan schmeckt am besten, wenn man ihn ganz frisch hobelt. Deshalb habe ich in meinem Kühlschrank immer ein ganzes Stück davon vorrätig. Verteilt den Käse auf der Roten Bete.

Gebt die geschälten Walnüsse in eine kleine Schüssel und träufelt den Honig darauf. Vermengt das Ganze und gebt es auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Röstet die Walnüsse nun auf 175 Grad bis sich in eurer Küche der traumhafte Duft von Karamell verbreitet. Das wird ca. 5-7 Minuten dauern. Lasst sie noch etwas auskühlen bevor ihr sie dann auf der Roten Beete verteilt. Zum Schluss verleiht ihr dem Teller noch etwas Grün, indem ihr den frischen Rucola darauf streut.

DSC01376

Reicht nach Belieben etwas frisches, noch lauwarmes Ciabatta dazu, um das tolle Dressing restlos vom Teller genießen zu können 🙂

Bon appetit!

Zitronen-Skyr-Palatschinken mit frischen Himbeeren

DSC01357

Da meine „Lieblingsort-Liebe“ bekanntlich auch durch den Magen geht, präsentiere ich euch heute eine sommerlich-erfrischende Variante der kroatischen Palatschinken und bringe etwas Abwechslung auf den Teller. Statt Marmelade oder Schokocreme (wie sie ganz klassisch gereicht werden) verleihe ich ihnen eine Füllung mit cremigem Zitronen-Skyr und frischen Himbeeren als Topping. Das schmeckt nach *Sommer*Sonne*Kroatien* pur. Und superschnell zubereitet sind die kleinen Röllchen  obendrein.

DSC01293

Für 4 Portionen benötigt ihr:

100g Mehl, 1 Prise Salz, 3 Eier, 125ml Milch, etwas Butter, 300g Skyr, 3 TL Lemon Curd, etwas weiße Schokolade, 250g Himbeeren, etwas Milch

Mehl, Salz, Eier und Milch zu einem Teig verrühren. Eine Pfanne (am besten funktioniert es mit einer Crepe-Pfanne) mit einem Stich Butter erhitzen. Teig in die Pfanne geben, sodass diese hauchdünn bedeckt ist. Nun von einer Seite backen, bis ihr seht, dass der Teig nahezu durchgebacken ist. Mit einem großen Pfannenwender den Palatschinken drehen und noch kurz backen bis er schön goldbraun ist.

DSC01304

Den Skyr mit dem Lemon Curd verrühren. Auf dem fertig gebackenen Palatschinken etwas vom Zitronenskyr verstreichen.

DSC01310

Nach Belieben weiße Schokolade darauf hobeln. Den Palatschinken aufwickeln.

DSC01336

Um etwas Zitronensoße zum Dekorieren herzustellen, nehmt ihr noch etwas Skyr und verrührt ihn mit einem kleinen Schluck Milch. Träufelt etwas von der Soße auf den gerollten Palatschinken und raspelt erneut etwas weiße Schokolade darauf. Verziert den Teller nun noch mit frischen Himbeeren oder Obst eurer Wahl.

Verfahrt mit den restlichen Zutaten genauso. Aus dem Rezept erhaltet ihr je nach Größe eurer Pfanne ca. 4 Palatschinken.

DSC01357

Und jetzt heißt es: ein Stück abschneiden, genüsslich in den Mund schieben, Augen schließen und von der Insel Hvar träumen… 🙂

Bon appetit!

DSC01354

 

Pflücksalat mit Himbeeren, Aprikosen und Ziegenfrischkäse

DSC01230

Wenn die Tage heißer werden, sehne ich mich auf dem Teller immer nach kleinen, leichten und vor allem erfrischenden Leckereien. Irgendwas, das sich schnell zubereiten lässt und am besten nicht in irgendeiner Weise erhitzt werden muss. Da gilt die Devise: die Küche und damit auch die restlichen Zimmer bloß nicht noch wärmer machen als sie eh schon sind 🙂

Trotzdem sollte es natürlich etwas sein, das mich in dieses „ahhhh…-Gefühl“ versetzt, das sofort Entspannung und Wohlgefühl durch meine Adern schießen lässt.

In meinem Kopf rattert es… was könnte das nur sein?!? Der Blick in den Kühlschrank und die übrigen Vorräte folgt… Da ist noch grüner Pflücksalat. Das ist schon mal eine gute Grundlage. Ah, und Ziegenfrischkäse ist auch noch da. Dann fällt mein Blick auf das Obst. Himbeeren und Aprikosen. Ohhh… das ist es 🙂

Und los geht es mit dem Waschen, Schneiden und Anrichten. In Nullkommanix habe ich mir eine köstlich-leichte Salatschale gezaubert.

DSC01232

Für 1 Portion braucht ihr:

Etwas grünen Pflücksalat (in meinem Fall waren die Blätter einfach riesig, sodass zwei Stück ausgereicht haben), eine Handvoll Himbeeren, 1 Aprikose, ein Töpfchen Ziegenfrischkäse und frischen Basilikum.

Wascht den Salat und teilt ihn in mundgerechte Stücke. Gebt ihn in eine Schale. Wascht die Aprikose und teilt sie in Viertel, die ihr dann in kleine Würfel schneidet. Richtet sie zusammen mit den abgebrausten Himbeeren auf dem Salat an. Nehmt euch das Frischkäsetöpfchen und stecht mit Espressolöffeln einige kleine Nocken ab und gebt sie auf den Salat. Verteilt nun noch den frischen Basilikum darauf.

Das Dressing habe ich ganz neutral gehalten, damit es die feinen Aromen der Früchte und des Käses nicht überdeckt.

Für die Vinaigrette braucht ihr:

Hellen Balsamico, Olivenöl, Pfeffer, Salz, Zucker.

Gebt in etwa 2 EL Balsamico in eine kleine Schale, fügt 1 EL Olivenöl hinzu und schmeckt das Ganze mit den Gewürzen unter Rühren ab.

Und nun ab damit auf den Salat 🙂

Bon appetit!

DSC01236

Himmlische Heidelbeer-Vanille-Muffins

DSC00918

Vor Kurzem habe ich euch meine Lieblingsmuffins mit Äpfeln vorgestellt. Heute zeige ich euch eine Variante des gleichen Grundrezepts. Wir wandeln es ganz klassisch mit Heidelbeeren und Vanille ab.

Für 12 dieser himmlischen Muffins braucht ihr:

125g weiche Butter, 125g Zucker, 1 Prise Salz, 3 Eier, 250g Mehl, 2 TL Backpulver, 7 EL Milch, Mark einer Vanilleschote, 1 EL Zimt, 200g Heidelbeeren (frisch oder tiefgekühlt), etwas neutrales Öl.

DSC00892

Schlagt die Butter mit Zucker und der Prise Salz schaumig. Fügt dann die Eier hinzu und rührt sie unter. Im Anschluss gebt ihr Mehl, Backpulver, Zimt und das Vanillemark hinzu und hebt alles unter den Teig.

Gebt dann die (gewaschenen) Heidelbeeren sowie etwa 5 EL Milch hinzu und hebt sie vorsichtig unter.

Der Teig sollte nun schön glänzen. Falls er zu fest ist, einfach noch ein bisschen Flüssigkeit hinzufügen.

Bereitet nun eure Muffinförmchen vor und fettet sie mit etwas neutralem Öl (nur für den Fall, dass ihr keine Papierförmchen verwendet!). Füllt dann den Teig gleichmäßig hinein.

Schiebt das Blech auf die mittlere Schiene und backt die Muffins im 180 Grad vorgeheizten Backofen 15-20 Minuten.

 

DSC00907

Am besten schmecken sie, solange sie noch lauwarm sind.

Bon appetit!

 

Sommerlicher Beeren-Biskuitboden

DSC01113

Obstböden sind im Sommer einfach immer eine tolle Sache. Zum einen weil sie an heißen Tagen so schön fruchtig-erfrischend sind und zum anderen weil sie sich so schnell und einfach zubereiten lassen und der Ofen nicht allzu lange laufen muss, der die Wohnung nur noch wärmer macht, als sie sowieso schon ist.

Von daher ist es ein klassisches Every-Day-Rezept, das aber immer gut ankommt. Ein selbst gebackener fluffiger Biskuitboden wird gekrönt von farbenfrohem gemischtem Beerenobst.

Einfach zum Niederknien… Das schmeckt nach entspannten und kurzweiligen Kaffeekränzchen mitten im Grünen.

Für einen Kuchen mit einem Durchmesser von 26cm benötigt ihr folgende Zutaten:

3 Eier, 100g Zucker, 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver, etwas Mehl, 1 Prise Salz, 500g Erdbeeren, 250g Heidelbeeren, 250g Himbeeren, 2 Päckchen Tortenguss

Stellt eine kleine Schüssel auf eure Waage. Gebt das Puddingpulver hinein und füllt das Ganze mit Mehl auf, sodass ihr insgesamt auf 100g kommt. Trennt die Eier. Schlagt das Eiweiß unter Zugabe der Prise Salz und des Zuckers zu Eischnee. Schlagt die Eigelbe bis sie schön hellgelb geworden sind. Hebt zuerst das Eigelb und dann die Mehlmischung vorsichtig unter den Eischnee. Streicht die Teigmasse in euren Tortenring oder eure Springform und backt den Biskuitboden im vorgeheizten Ofen bei 175 Grad ca. 12-15 Minuten.

Lasst den Boden auskühlen. Wascht inzwischen das Obst und schneidet die Erdbeeren in der Hälfte durch. Belegt den Boden dann mit dem Beerenobst. Bereitet zwei Päckchen Tortenguss nach Anweisung zu und verteilt ihn gleichmäßig auf dem Kuchen bis das ganze Obst damit bedeckt ist. Lasst den Guss nun noch auskühlen, bevor ihr den Kuchen aus dem Tortenring löst.

Nach Belieben könnt ihr noch etwas frische Schlagsahne dazu reichen. Mein Tipp: Gebt beim Schlagen der Sahne auch etwas Vanille hinzu, dann schmeckt sie besonders gut 🙂

Bon appetit!

DSC01111

 

Grüne Soße

DSC01130Heute präsentiere ich euch mal zur Abwechslung einen deftigen Klassiker aus der hessischen Küche: die grüne Soße. Mindestens einmal im Jahr muss sie selbst gemacht bei mir auf den Tisch. Ich liebe sie, weil sie im Frühjar so herrlich leicht und erfrischend ist. Für mich ist sie der Inbegriff dessen, wie Frühling schmeckt – all die herrlichen frischen Kräuter. Und dabei ist sie noch so vielseitig kombinierbar. Egal ob ganz klassisch mit Kartoffeln, zum panierten Schnitzel oder auf Brot als kleine Canapees.

Doch bevor wir mit dem Rezept loslegen, machen wir noch eine kleine Kräuterkunde. Denn ihr sollt ja auch wissen, welche Kräuter ihr gleich verarbeiten werdet 🙂

DSC01132

Eine traditionelle Frankfurter Grüne Soße besteht aus exakt sieben Kräutern. Manche davon begegnen euch sicherlich (fast) tagtäglich, wie zum Beispiel Petersilie und Schnittlauch.

Pimpinelle hingegen findet (leider) nicht so häufig den Weg auf unsere Teller. Und auch in den frischen Grüne-Soße-Päckchen sind sie oftmals nur mit der Lupe zu finden. Ich habe heute Glück. Das Paket mit den Biokräutern lässt mein Herz höher schlagen, als ich ein ganzes Bündel von den tollen Kräuterstängeln vorfinde. Nicht nur, dass sie gut schmecken, sie sehen auch noch echt hübsch aus.

DSC01149

Kerbel ähnelt vom Aussehen her ein bisschen der Petersilie, ist allerdings etwas graziler gebaut.

DSC01143

Sauerampfer sind großblättrige Kräuter, die es in vielen verschiedenen Variationen gibt. Darunter auch ganz hübsche mit roter Färbung. Oftmals verwende ich sie auch als Topping für Salate.

DSC01139

Auch Borretsch besteht aus großen Blättern. Im Vergleich zum Sauerampfer sind sie aber robuster, haben eine deutlichere Blattstruktur und sind leicht „behaart“.

DSC01137

In den meisten Fällen findet sich ganz normale Kresse in den Grüne-Soße-Paketen. In meinem Fall bin ich aber auf Brunnenkresse gestoßen. Diese unterscheidet sich durch ihre Größe und Form von „normaler“ Kresse.

DSC01150

Aber jetzt geht es endlich los…

Für eine Portion braucht ihr:

1 Paket frische Grüne-Soße-Kräuter, 500g Naturjoghurt, 250g Quark, 300g Schmand, 2 TL Senf, etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Zucker oder Honig, 4 (hartgekochte) Eier

DSC01155

Verrrührt Joghurt, Quark und Schmand mit dem Senf und dem Zitronensaft zu einer homogenen Masse. Spült die frischen Kräuter ab und hackt oder püriert sie nach Belieben. Ich mag es ja am liebsten, wenn man die Kräuter noch merkt und sie etwas „Biss“ haben 🙂 Hebt sie unter die Joghurtmasse. Schmeckt das Ganze vorsichtig mit Pfeffer, Salz und Zucker oder Honig ab. Lasst die grüne Soße vor dem Verzehr etwas durchziehen und schmeckt sie nochmals ab. Kocht die Eier und lasst sie auskühlen. Nun habt ihr die Wahl, ob ihr sie pellt, kleinschneidet und direkt in die Soße gebt oder sie einfach ganz auf den Teller gebt und so dazu esst.

DSC01163

Bon appetit!

DSC01165

PS. Auch der kleinen Schnecke, die sich in dem Kräuterberg versteckt hatte, schien es gut geschmeckt zu haben 🙂

DSC01158

Der cremigste Käsekuchen der Welt

DSC01109neu

Lange Zeit habe ich mich an Käsekuchen nur ungern heran gewagt. Irgendwie hatte ich davor Respekt. Warum das so war, kann ich gar nicht genau sagen. Dabei gehören sie doch zu jeder Kuchentafel fest dazu. Der Käsekuchen ist einfach ein Klassiker, der immer gut ankommt. Ohne großen Schnick und Schnack.

Heute verrate ich euch das Rezept für den aller cremigsten Käsekuchen, der mir bisher begegnet ist. Allein wenn ich daran denke, läuft mich schon das Wasser im Mund zusammen. Neben dem zarten Schmelz der Käsemasse besticht er durch eine dünne Toppingschicht, die nach dem Backen aufgetragen wird.

Das Rezept ist für eine Springform mit einem Durchmesser von 26cm.

Für den Krümelboden braucht ihr:

200g Butterkekse, 100g Butter, 1 EL braunen Zucker

Zerkrümelt die Kekse indem ihr sie in einen Beutel tut und mit den Händen oder dem Nudelholz so lange zerkleinert bis ein Kekspulver entsteht. Schmelzt die Butter in einem Topf und gebt sie zu den Bröseln. Verrührt das Ganze gemeinsam mit dem Zucker und gebt die Masse in eine gefettete Springform. Drückt die Masse mit einem Esslöffel glatt bis ihr einen geraden Boden erhaltet.

DSC01035neu

Für die Käsemasse benötigt ihr:

500g Schichtkäse, 400g Quark 40% Fettanteil, 1 EL Orangensaft, 1/2 Päckchen geriebene Orangenschale (oder frisch), 250g Zucker, 3 EL Speisestärke, 3 Eier, 1 Eigelb, 200g Creme fraiche

Heizt den Backofen auf 180 Grad vor.

Gebt den Schichtkäse gemeinsam mit dem Quark in eine Rührschüssel. Fügt Zucker, Speisestärke, die geriebene Orangenschale und den Orangensaft hinzu und verrührt das Ganze zu einer gleichmäßigen Masse. Danach gebt ihr nach und nach die ganzen Eier und das Eigelb hinzu und rührt diese unter. Mischt zum Schluss die Creme fraiche unter die Masse und verteilt die Masse dann auf dem Krümelboden.

Erhöht die Ofentemperatur auf 215 Grad und schiebt den Kuchen hinein. Backt ihn für 10 Minuten bei dieser Temperatur. Reduziert dann die Hitze auf 110 Grad und backt den Kuchen für weitere 35 Minuten bis er am Rand fest ist. Die Mitte sollte jetzt noch weich sein. Schaltet den Backofen aus und öffnet die Tür einen Spalt. Lasst den Kuchen so für eine Stunde im Ofen. Keine Angst – er wird wirklich fest 🙂

Holt ihn danach aus dem Ofen und lasst ihn weiter auskühlen.

Abschließend benötigt ihr für das Frosting:

150g Creme fraiche, 1 TL Zucker, 1 TL Zitronensaft, etwas abgeriebene Orangenschale

Verrührt alle Zutaten und verteilt sie gleichmäßig auf dem Käsekuchen. Streut dann nach Belieben etwas geriebene Orangenschale darauf. Stellt den Kuchen am besten über Nacht in den Kühlschrank und löst ihn erst am nächsten Tag aus der Form.

Das Rezept ist zwar etwas zeitintensiv, aber es lohnt sich jede einzelne Sekunde, die ihr dafür investiert.

DSC01107neu

Bon appetit!

*** Das Rezept ist angelehnt an das Rezept für den Orangen-Joghurt-Käsekuchen von Sarah Mayor aus dem großartigen Bauernhof Kochbuch, erschienen 2014 im Hölker Verlag ***