Lieblingsorte: Cornwall und seine Strände

Anlässlich dieses derzeitigen ungemütlichen Schmuddelwetters träume ich mich mal schnell in den südenglischen Sommer und präsentiere euch die nächste Episode meiner Lieblingsorte-Reise.

Seitdem ich 2007 das erste Mal in England war, habe ich mein Herz an dieses wunderschöne Land verloren. Ich liebe es, weil es so vielfältig ist – sanfte Hügel knüpfen an schroffe Felsen, das satte Grün der Felder führt in das leuchtende Blau des Meeres, vom pulsierenden London ist man in (relativ) kurzer Zeit auf dem Land. Egal ob beim Bummel durch kleine charmante Ortschaften, beim Erkunden von Burgen und Herrenhäusern, beim Wandeln durch blühende Gartenoasen oder einfach bei einer Tasse dampfenden Tees, hier kann man die Seele baumeln lassen.

Vermutlich ahnt ihr es bereits: Ich habe einige Lieblingsorte auf der Insel 🙂

Speziell Cornwall ist einfach ein wunderbares Fleckchen Erde und hat einiges zu bieten. So zum Beispiel auch traumhaft schöne Strände. Heute möchte ich euch drei meiner Lieblinge vorstellen.

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Watergate Beach

Einer davon ist euch bereits mehrfach begegnet – ihr seht ihn jedes Mal, wenn ihr meinem Blog einen Besuch abstattet. Mein Headerbild wurde am Watergate Beach aufgenommen. Hier tummeln sich immer viele Leute. Dennoch geht alles ganz entspannt zu. Die Surfer warten auf die besten Wellen. Die Kinder tollen über die riesige fast 3 Meilen (!) lange Sandfläche. Und Pärchen schlendern in aller Ruhe barfuß über den Strand. Lassen sich immer wieder das herannahende Wasser über die Füße spülen.

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Blick auf Watergate Beach

Schon bei der Fahrt zum Watergate Beach bekommt man wundervolle Ausblicke auf ihn geboten, sodass das Herz bereits kleine Freudensprünge vollführt bevor man überhaupt richtig angekommen ist. Für die Liebhaber von Promiköchen wartet hier dann noch ein besonderes Schmankerl 🙂 Das Fifteen von Jamie Oliver thront über dem Strand und bietet zum Gaumenschmaus auch noch den wundervollen Ausblick auf diese Kulisse. Doch auch andere Cafès und Restaurants laden zum Verweilen ein.

 

Mein zweiter Lieblingsstrand ist der Perranporth Beach. Hier haben wir mal einige Tage auf einem Campingplatz verbracht, der auf dem Hügel oberhalb des Strandes liegt (Tollgate Farm Caravan & Camping Park). Ganz in der Nähe gibt es auch noch einen ziemlich ziemlich großen Campingplatz, um den wir allerdings einen großen Bogen gemacht haben. Von beiden Standorten aus kann man einen schönen Spaziergang (vorbei oder vielmehr über einen Golfplatz) machen und gelangt in ca. 20 – 30 Minuten zum Strand. Also Vorsicht bei tieffliegenden Golfbällen 🙂 Der Weg kreuzt allerdings nur in einem Abschnitt das Gelände, sodass man ihn schnell hinter sich lassen kann. Speziell am Abend liebe ich den Perranporth Beach. Denn dort gibt es (wenn man der eigenen Aussage Glauben schenken darf) die einzige Bar im Königreich (The Watering Hole), die sich direkt auf einem Strand befindet. Auf diese Weise kann man sich ein schönes Plätzchen suchen und mit einem Glas Cider in der Hand dabei zu sehen, wie die Sonne am Horizont langsam aber sicher mit dem Meer verschmilzt. Haaaach… einfach so wunderschön…

Mein dritter Favorit befindet sich ganz in der Nähe von Land’s End, ist aber nicht ganz so hoch frequentiert. Er liegt direkt unterhalb des Minack Theatre, dessen Besuch oder zumindest Besichtigung sich in jedem Fall lohnt. Eine solche Kulisse für eine Theaterbühne ist einfach was ganz Besonderes und die Geschichte der Frau dahinter ist super spannend und beeindruckend.

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Porthcurno Beach

Direkt vom Minack Theatre aus führt dann ein kleiner, schmaler Pfad runter zum Porthcurno Beach. Es ist lediglich ein kleiner Strandabschnitt, der von den steilen, schroffen Küsten eingefasst wird. Aber genau das macht ihn aus. Man hat fast das Gefühl, als wäre der Strand nur für einen persönlich da. Ja so, als ob die Zeit stehen bliebe, solange man sich nur an diesem Ort aufhält. Eine Art Mikrokosmos. Zumindest, wenn man etwas außerhalb der Saison kommt, so wie wir 🙂 Im September war es ein einfach bezaubernder, ruhiger Ort ohne Menschenseele. Zur High Season wird das aber sicherlich etwas anders sein.

 

Habt ihr auch einen Lieblingsstrand in Cornwall? Was sind eure absoluten Highlights?

Schweden-Roadtrip 2017 – Teil 5

Gemeinsam mit euch reise ich gedanklich jetzt noch einmal zurück zu unserem diesjährigen Schwedenurlaub.

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Die letzte Station, an der wir unser Zelt aufgeschlagen haben, war der Campingplatz Långasjönäs – gelegen am gleichnamigen Naturschutzreservat. Dieses wunderschöne Gebiet befindet sich in der Provinz Blekinge unweit der Stadt Karlshamn.

Es ist ein wahres und vor allem weitläufiges Natur-Paradies, das man auf ganz vielfältige Art und Weise erkunden kann. Beispielsweise zu Fuß. Denn am Campingplatz beginnen einige Strecken, die direkt am See entlangführen oder aber den Wald durchqueren. Bei schönem Wetter – das wir zum Glück hatten – lohnt sich zudem eine Abkühlung im See. Einfach traumhaft, hier seine Runden zu ziehen, dabei den Ausblick zu genießen und anschließend einfach so in der Sonne zu liegen, sich wärmen zu lassen und nichts zu tun. Hach… da wird meine Sehnsucht gerade wieder ganz groß.

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Man kann das Gebiet aber auch ideal mit dem Kanu erkunden. Los gehts mit gemietetem Boot direkt am Campingplatz. Für Angler lohnt es sich in jedem Fall die Angel griffbereit zu haben. Denn der See ist ein ausgezeichnetes Gebiet, um die Rute auszuwerfen.

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Angeln ist auch ein gutes Schlagwort für ein nahegelegenes Ausflugsziel, das sich ebenso für Nicht-Angler lohnt: Mörrum. Sozusagen das Mekka für Lachsangler 🙂 mit einer langen, traditionsreichen Geschichte, die vor Ort auch erlebbar gemacht wird. Neben einem Shop, einer Ausstellung und einem Restaurant, berichten viele Tafeln an unterschiedlichen Stellen, darüber wie die den Fluss hochziehenden Lachse in vergangenen Tagen aber auch heute diese Gegend nachhaltig geprägt haben und es immer noch tun. Entlang der beiden Ufer kann man zudem einen schönen Spaziergang machen. Doch auch schon allein der Besuch des Wasserfalls ist lohnenswert. Zu sehen, wie das Wasser in atemberaubender Geschwindigkeit und Menge die Felsen herabrauscht und zu wissen, dass die Lachse jedes Jahr diesen Weg einschlagen und solche Hindernisse überwinden, ist wahnsinnig beeindruckend.

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Der nächste Ausflug, von dem ich euch berichten möchte, liegt nicht ganz im klassischen „Einzugsgebiet“. Aber es ist ein Ort, den wir in jedem Schwedenurlaub aufsuchen. Für uns ist das einfach Pflichtprogramm. Ein Tag Åhus gehört einfach dazu. Zum einen weil das Städtchen einfach schön ist, zum anderen weil wir als große Eisliebhaber dort unseren Garten Eden gefunden haben – das Glassbåten. Ein kleines Boot, das das leckerste Eis überhaupt anbietet. Okay okay… und zudem sind es auch sicherlich die größten, prall gefülltesten Eistüten, die wir in unserem Leben je geschleckt haben 🙂 Und genau deshalb kommen wir immer und immer wieder 🙂

Ein weiterer Ausflug, den wir unternommen haben, führte uns zum Fabriksverkauf  der Ronneby bruk. Hier gibt es alles Erdenkliche aus Guss. Wie ich bereits im vorangegangenen Teil unseres Reiseberichts erzählt habe, sind wir was Küchenuntentensilien und alles rund um den gedeckten Tisch betrifft, etwas (sagen wir) leidenschaftlich 🙂 Wir lieben einfach schöne Dinge zum Zubereiten und Servieren von Speisen. Denn so macht das Kochen und Gastgeben noch mehr Spaß als es das eh schon tut. Sollten noch mehrere Schwedenurlaube folgen, könnte es uns allerdings unter Umständen passieren, dass wir unseren Kleiderschrank zugunsten von Töpfen und sonstigen Kochgadgets räumen müssen 😀

DSC03061Tja, und so endete unser diesjähriger Schwedenurlaub mit allem was dazu gehört: ganz viel wunderschöner Natur, Ruhe, Entspannung und natürlich Genuss.DSC02268neu

 

 

Schweden-Roadtrip 2017 – Teil 4

Wie ich euch am Ende des letzten Teils angekündigt habe, verlief der vierte Abschnitt nicht ganz so wie geplant. Vom Tiveden aus machten wir uns auf in Richtung Süden. Im Blick hatten wir die Region rund um den Åsnen See im Småland.

DSC02108neuNach über vier Stunden Fahrtzeit kamen wir am Campingplatz an, den wir ausgeguckt hatten. Prinzipiell war er nicht schlecht, riss uns aber auch nicht vom Hocker. Der entscheidende Punkt, warum wir uns letztendlich entschlossen weiterzufahren, war der starke Wind. Da hätten wir unser Zelt niemals aufgestellt bekommen.

Also griff ich zu unserem Campingführer. Zwei weitere Plätze in der Nähe steuerten wir an. Deren Anblick enttäuschte uns allerdings noch mehr. Und so fuhren wir abermals weiter. Weiter hinein ins Småland – mit der Hoffnung hier fündig zu werden.

Es folgte Campingplatz Nummer vier. Direkt an einer vielbefahrenen Hauptverkehrsstraße gelegen. Hier wollten wir selbst eine Nacht nicht bleiben. Irgendwo musste es doch ein schönes Fleckchen für uns geben. Also fuhren wiederum weiter. Doch die Zeit saß uns inzwischen ganz schön im Nacken. Wer schon mal in Schweden mit dem Auto unterwegs war, wird das nachvollziehen können. Deutsche Entfernungs-Zeit-Rechnungen greifen hier nicht 🙂

Und so folgte Platz Nummer fünf. Auch hier leider absolut keine Option für uns zu bleiben. Eigentlich war das eher ein betonierter Parkplatz als eine Campingmöglichkeit.

Also stiegen wir wieder ins Auto und fuhren weiter. Nach wie vor auf der Suche nach einer Bleibe. Inzwischen hatten wir auch unsere Ansprüche ordentlich heruntergeschraubt. Und so wurden wir dann doch noch fündig. Platz Nummer sechs ist es geworden. Kein Knaller, aber schön gelegen und sauber. Inzwischen war es fast 19 Uhr.

Wir schlugen das Zelt auf und machten uns trotz des miesen Tags noch einen netten Grillabend. Und die Lage am See entschädigte dann doch etwas die Strapazen des Tages.

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Am nächsten Morgen bauten wir unsere Bleibe wieder ab und zogen weiter. Doch zuvor machten wir noch Halt beim Kosta Outlet. Sozusagen nachträgliches Frustshopping 🙂 Und wir waren dabei äußerst erfolgreich. Wer auf der Suche nach Schnäppchen im Bereich Sportbekleidung, Deko und alles rund um den gedeckten Tisch sowie Küchenutensilien ist, wird mit Sicherheit das ein oder andere Mitbringsel erstehen. Doch neben schönem skandinavischen Geschirr gibt es hier auch noch weitere Attraktionen. Die Möglichkeit selbst Glas zu blasen, ist ein Highlight, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Bei so viel Shopping kann einem schon mal die Puste ausgehen. Zur Stärkung gibt es unterschiedlichste Varianten – Restaurants, Cafes, Imbissbuden. Wir haben uns für eine Pizzeria ein paar hundert Meter abseits (Don Camillo) entschieden. Hier gab es Pizzabuffet mit einer Auswahl an Salaten. Das können wir euch wärmstens empfehlen. Die Pizza sowie die Beilagen waren super lecker und es waren sogar ein paar ausgefallene Kreationen dabei. Habt ihr schon mal Curry-Pizza mit Banane gegessen? Ich gebe zu, es klingt in der Tat ziemlich verrückt, war aber erstaunlich gut.

Wieder gut gelaunt und gesättigt machten wir uns auf den Weg zu unserer nächsten und letzten Station auf unser diesjährigen Schwedenrundreise: dem See Långasjön.

Und so viel kann ich schon mal verraten: eine wirklich traumhaft schöne Gegend

Schweden-Roadtrip 2017 – Teil 3

Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich gerade im halbdunklen Raum und blicke in ein tristes, graues, verregnetes Etwas draußen. Ich muss daran denken, dass ich euch noch den nächsten Teil unseres Schweden-Trips schuldig bin. Nichts lieber als das 🙂 Denn der nun folgende Abschnitt war der schönste auf unserer Reise. Nur zu gerne lasse ich das jetzt mit euch gemeinsam Revue passieren und träume mich zurück zu angenehmen 20 Grad und Sonnenschein.

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Los geht’s…

„Prolog“ oder „Vom traumhaftesten Campingplatz unseres bisherigen Camperdaseins“

Vom Vänern aus machten wir uns auf den Weg in den Nationalpark Tiveden. Normalerweise sind wir was die Auswahl unserer Campingplätze betrifft, immer so gestrickt, dass wir vor Ort spontan schauen, wo es uns hintreibt. Dieses Mal war es etwas anders. Da wir schon einige schöne Fleckchen in Südschweden erkundet haben, hatte ich im Vorfeld bereits geschaut, wo wir denn eigentlich noch nicht waren. Dabei bin ich dann auf das zwischen Vänern und Vättern liegende Gebiet mitsamt dem Camping Tiveden gestoßen. Auf den Bildern im Internet sah das alles sehr schön aus und auch die Resonanzen auf deren Facebook-Seite waren durchweg super. Also haben wir ihn einfach mal direkt angesteuert. Und was soll ich sagen? Wir haben wirklich schon sehr viele Campingplätze in unterschiedlichen Ländern gesehen und auch lieben gelernt, aber in diesem Sommer haben wir unseren neuen Lieblingsplatz gekürt 🙂 Mitten im Wald gelegen, umgeben von vielen hohen Bäumen, mit direktem Zugang zum wunderschönen Undensee, nur einen Steinwurf entfernt vom Nationalpark und dann auch noch so liebevoll bis ins kleinste Detail gestaltet und mit Herzblut geführt – da schlugen unsere Camperherzen gleich doppelt so schnell. Die Inhaber stammen eigentlich aus den Niederlanden und haben sich mit dem Campingplatz einen Traum erfüllt. Und das merkt man wirklich egal wohin man blickt: sei es bei den eigens gestalteten, laminierten Wanderkarten, die man ausleihen kann, um das direkte Umfeld zu erkunden, die vielen Blumen, die überall auf dem Gelände zu finden sind, die Feuerstelle am See mit dem danebenstehenden Holz, das man kostenlos verwenden darf, dem kleinen campingeigenen Restaurant oder auch einfach dem immer freundlichen Lächeln auf den Lippen. Ihr merkt, ich könnte euch noch stundenlang weitervorschwärmen. Aber damit ihr versteht, was ich meine, lege ich jetzt mal mit dem los, was wir dort so erlebt haben.

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Wie wir nach und nach in den Bann des Tiveden gezogen wurden

An insgesamt drei Tagen haben wir den Tiveden unsicher gemacht. Tag 1 bestand vor allem daraus, erstmal die Lage zu checken, welche Möglichkeiten zu wandern sich uns hier bieten und einfach mal die Gegend zu erkunden. Dabei hat es uns zuerst nach Tivedstorp verschlagen. Einem Dorf mitten im Tiveden. Heute dient das Anwesen als Herberge für Wanderer und Besucher. Ein wirklich idyllischer Ort. Viele alte Holzhäuser in toller naturnaher Kulisse mit gemütlichem Freiluft-Café. Hier solltet ihr unbedingt vorbeischauen, wenn ihr in der Gegend seid. Zudem bekommt man hier viele Informationen über die Wandermöglichkeiten des Nationalparks. So beginnt bzw. endet in Tivedstorp auch eine Etappe des Bergslagsleden, einem schwedischen Weiterwanderweg – aber dazu später mehr.

Danach sind wir dann zu Vitsand, einer der Haupteinstiegsstellen für die Wanderrouten, aufgebrochen. Mitten im Wald erwartet man ja viel, aber eher keinen See mit Sandstrand. Fast ein bisschen surreal wirkt der feine, helle Sand mitten in der (wie man den Tiveden auch nennt) südlichsten Wildnis Schwedens. Auf großen Hinweistafeln findet man alle Routen, die sich durch den Tiveden schlängeln. Mit detaillierten Angaben dazu, wie lang die Strecken sind, wie der Höhenverlauf so ist und welchem Markierungszeichen man dafür folgen muss. Unsere Wahl für den nächsten Tag ist getroffen. Zuerst werden wir einen kurzen, aber steilen Trail (1,3 km) machen, der uns zur Vitsandsgrottorna führen wird. Danach werden wir den längsten hiesigen Trail (9,5 km) anschließen, der einmal rund um den ganzen See führt. Sehr gespannt und voller Vorfreude machen wir uns auf den Weg zurück zum Campingplatz, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Ein Schild am campingeigenen Restaurant macht uns darauf aufmerksam, dass es heute Pommes frites gibt. Noch grübeln wir, was genau das bedeuten mag. Aber schon kurze Zeit später bietet sich uns folgendes Schauspiel: Einer nach dem anderen rüstet sich mit großen Schüsseln oder Töpfen und macht sich auf den Weg zur Pommesausgabestation. Größtenteils haben die Männer das Vergnügen diese wichtige Aufgabe zu erledigen. Und so kehren sie nach und nach alle wieder mit ihren prall gefüllten Gefäßen zurück. Innerhalb kürzester Zeit sind alle mit Essen beschäftigt. So etwas haben wir noch nie erlebt. Ein ganzer Campingplatz im Pommeswahn 🙂 Jaaaa… auch wir haben uns eine Portion gegönnt. So cool fanden wir die Idee irgendwie. Und sind wir mal ehrlich, wer kann da schon wiederstehen, wenn immer mal wieder von den Nachbarplätzen eine so verführerische Duftwolke herüberzieht 🙂

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Nach dem Essen, als langsam die Dämmerung einsetzt, sich der Himmel mit den schönsten rot und lila Tönen schmückt, sind wir nochmal Richtung See aufgebrochen und wurden mit atemberaubenden Anblicken belohnt. Es gibt nichts Schöneres und Beruhigenderes als dort am Steg zu sitzen und dabei zuzusehen, wie sich der Himmel nach und nach verfärbt. Sich ganz bewusst, das laue Lüftchen um die Nase pusten zu lassen und ein Lagerfeuer anzuzünden. Bis spät in die Nacht haben wir dort gesessen – alle anderen waren schon lange in ihre Schlafsäcke oder Betten gekrochen – und haben unsere Blicke immer wieder zwischen dem knisternden Feuer und dem wunderschönen Panorama hin- und herschweifen lassen. In solchen Momenten dieser tiefen, inneren Zufriedenheit fragt man sich, warum man nicht einfach dortbleibt. Tja, uns ist eigentlich kein allzu guter Hinderungsgrund eingefallen 🙂

Bergauf und -ab im Reich der Trolle

Die Sonne weckt uns am nächsten Tag recht früh, indem sie unser Zelt erst angenehm, dann irgendwann fast unerträglich erhitzt. Fast so als ob sie uns sagen wollte, dass wir endlich aufstehen sollen, weil es doch unendlich viel zu entdecken gibt. Wo sie recht hat, hat sie recht 🙂 Nach einem kurzen Frühstück geht es los: Rucksack mit Proviant packen, ins Wanderoutfit springen, Kameratasche checken. An alles gedacht? Ja! Na dann los. Wir fahren wieder zur Einstiegsstelle Vitsands und verfolgen unseren Routenplan wie gestern beschlossen. Die kurze Route führt uns teils steil bergauf über größere und kleinere Felsbrocken, unter umgefallenen Bäumen hindurch. Eine kleine Abenteuerroute, die uns eindrucksvoll vor Augen führt, warum man hier immer wieder von Wildnis und Trollen spricht. Dieser ganze Schauplatz hat wirklich etwas Mystisches an sich. Nachdem wir „ganz oben“ angekommen sind, geht es wieder bergab. Tolle Ausblicke wechseln sich mit Staunen über die riesigen Felsbrocken und deren „Entstehungsweg“ ab.

Wieder am Ausgangspunkt angekommen, starten wir direkt von Ort und Stelle unsere Route rund um den See. Immer wieder ein bisschen bergauf und bergab führt dieser Weg in weiten Stücken direkt am See entlang. Manchmal entfernt er sich wieder etwas, führt uns tief in die Wälder hinein. Doch immer wieder kommen wir wieder zum See zurück. Wir sind meist auf schmalen Trampelpfaden unterwegs, aber ab und zu auch auf bereiteren Forstwegen. Manchmal läuft man auch auf den großen Felsbrocken entlang oder lässt große Höhenunterschiede über Holztreppen zurück. Aber in jedem Fall immer gut geführt und begleitet von den Markierungszeichen, die als Banderole um die Bäume gebunden sind. Verlaufen kann man sich hier definitiv nicht 🙂 Insgesamt ist die Strecke ein wirklich sehr schöner, abwechslungsreicher Weg, der an einigen Stellen andere Wanderwege kreuzt, sodass man die Tour nach Belieben ausbauen kann.

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Ein wirklich sehr schöner Wandertag, den wir mit einem Bad im Undensee beenden. Okay… ich gebe es zu – ich war nur bis zur Hüfte drin. Denn das Wasser war so kalt, dass man das Gefühl von tausend Nadelstichen hatte. Ich liebe es ja, in wirklich kühlem Wasser zu baden, aber das war mir ein bisschen zu kalt 🙂 Beim nächsten Mal werde ich es trotzdem wieder versuchen.

Auf den Geschmack gekommen und das Herz verloren

Tag 3 stand im Zeichen des Bergslagsleden. Wie ich euch schon erzählt habe, ist das ein Weitwanderweg. In insgesamt 17 Etappen führt er mit 280 km von Kloten bis Stenkällegården. Er ist Schwedens längster Flachwanderweg. Wir laufen seine letzte Etappe von Tivedstorp nach Stenkällegården. Die Strecke beträgt 12 km. Da wir aber wieder zu unserem Auto zurück mussten, sind wir auf anderer Strecke den Weg zu unserem Ausgangspunkt zurückgelaufen und hatten dadurch eine Gesamtstrecke von 23 km.

Los ging es vorbei an saftig grünen Wiesen und typisch schwedischen roten Holzhäusern. Bereits nach kurzer Zeit tritt man ein in das Reich des Waldes. Zwischen hohen Bäumen und einer endlos scheinenden Decke aus Heidelbeersträuchern führt stets ein schmaler Weg, dem man immer wieder auf und ab und auf und ab folgt. Mal durchquert man eine Lichtung, mal kommt man an einem schimmernden See vorbei, mal muss man über einen Holzsteg das unter einem liegende Moor überqueren, mal geht es über kleinere Felsabschnitte hoch und wieder runter, mal kommt man an einer Raststätte mit Übernachtungsmöglichkeit vorbei. Und auch hier immer gut geführt von den Holzwegweisern auf denen sich das Bergslagsleden-Wandersymbol befindet. Ich habe euch ja schon mal verraten, dass ich es liebe nach reifen Heidelbeeren am Wegesrand Ausschau zu halten. Sagen wir mal so: die Strecke war sehr ergiebig 🙂

Kurz vor Ende der Strecke führt der Weg dann für einen Moment auf einen breiten Forstweg, bevor es dann wieder in den Wald geht und man kurz darauf durch unzählige Farne wandert. Und dann sind wir auch schon am Ziel angekommen. Der Wald endet an dieser Stelle und gibt den Blick auf einen wunderschönen See und grüne Wiesen frei.

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Hier kann man im Winter Skifahren. Im Sommer bietet ein Campingplatz die Möglichkeit, sich mit Kaltgetränken des Shops zu erfrischen. Was wir natürlich glatt wahrnehmen,  bevor wir uns auf den Rückweg machen. Weil wir nicht auf der gleichen Strecke zurücklaufen wollen, entscheiden wir uns dazu, der Straße zu folgen. Das machen wir eigentlich nicht ganz so gerne, aber hier kann man es echt empfehlen. Landschaftlich hat sich das wirklich gelohnt. Und weil hier nicht viel Verkehr ist, stört es auch nicht, wenn dann doch mal ein Autofahrer oder eine kleine lustige Raupe vorbeikommt.

Bisher hatte ich die Vorschläge meines Mannes, doch mal eine mehrtägige Wandertour zu machen, ja immer abgewiesen, aber ich muss sagen, ich glaube durch diese Strecke bin ich echt auf den Geschmack gekommen. Mal schauen, was das nächste Jahr uns so bringen wird.

Diesen wunderschönen Tag haben wir im Restaurant des Campingplatzes ausklingen lassen. Eine kleine aber feine Karte bietet so manche schwedische Leckerei. Doch damit nicht genug. Den Tag konnten wir (obwohl das echt schwer war) noch besser machen. Denn auf dem Campingplatz hat man die Möglichkeit eine Fasssauna zu mieten. In einer kleinen, abgeschirmten Lichtung ist neben der Sauna noch ein liebevoll ausgestatteter Ruhe- und Erfrischungsbereich angelegt. Und man hat sogar die Möglichkeit direkt in den kühlen See zu springen. So aufgeheizt ging das auch echt gut und hat sich gar nicht mehr so kalt angefühlt wie am Nachmittag zuvor 🙂 Einfach ein Traum… in der mit Holz beheizten Sauna zu sitzen, in die schöne Natur zu schauen und dann in den See zu springen oder sich unter dem Holzeimer Abkühlung zu verschaffen. So kann man es aushalten.

Ein weiterer Punkt, der es schwermacht, Gründe zu finden, warum man diesen himmlischen Ort jemals wieder verlassen sollte. Und da wir dann noch so einen bezaubernden Sonnenuntergang geboten bekommen haben, war das Glück an diesem Tag einfach vollends auf unserer Seite.

Jenseits von Wäldern, Wanderungen und Trollen

An Tag 4 haben wir einen Ausflug ins ca. 30 km entfernte Karlsborg gemacht. Schon bei unserer Ankunft haben wir gleich das Schauspiel mitbekommen, dass sich vor uns die Straße hochklappte, um die Schiffe auf dem Götakanal hindurch zu lassen. Das hat schon echt was, wenn sich die gesamte Straße vor dir um 90 Grad senkrecht nach oben klappt.

Zu Fuß haben wir dann noch das riesige Gelände der dortigen Festung erkundet. Von einer Mauer umrundet beherbergt sie im Innern Wohnungen, Geschäfte, Werkstätten und sogar ein Krankenhaus.

Aber auch am Ufer des Vättern lässt sich ein schöner Spaziergang machen.

Den restlichen Tag haben wir dann ganz entspannt und mit viel Ruhe ausklingen lassen 🙂 bevor wir uns am nächsten Tag (ganz ausgesprochen) schweren Herzens auf den Weg gemacht haben, unsere nächste Station zu erreichen.

(An dieser Stelle habe ich euch bisher immer verraten, wo es uns in Folge hin verschlagen hat. Da es aber eine wahre Odyssee war, muss ich euch davon in aller Ruhe im nächsten Abschnitt berichten…)

Schweden-Roadtrip 2017 – Teil 2

Nach vier schönen aber windigen Tagen in Falkenberg führte uns unsere Route weiter nach Lidköping, einer Stadt in der Provinz Västra Götalands län gelegen an einem der südlichen Zipfel des Vänern. Eingekehrt sind wir auf dem wunderschön gelegenen und gut ausgestatteten KronoCamping Lidköping. Er liegt direkt am See. Geht man in die eine Richtung findet man sich mitten in der Natur wieder. Geht man in die andere Richtung ist man in Kürze zu Fuß im Herzen der schnuckligen Stadt.

 

 

Neben diversen Möglichkeiten durch nette, kleine Läden zu bummeln, in gemütlichen Cafés einzukehren oder am Fluss entlang zu schlendern, gibt es noch die Option kleinere oder größere Schnäppchen zu erhaschen. Im Rörstrand Center gibt es mehrere Outlets: so lassen sich im Bereich Design und Porzellan (bspw. bei Iittala) schöne Mitbringsel finden oder auch Kulinarisches bei Delicato. Es gibt dort aber auch Cafès, das Rörstrand Museum und einige Kunstgeschäfte, sodass sich ein Besuch in jedem Fall lohnt.

 

 

Doch nochmal kurz zurück zum Campingplatz: Nicht nur, dass man am See direkten Zugang zu einer schönen Badebucht hat, nein – man hat als Campinggast auch im angrenzenden Freibad kostenlosen Eintritt. Und so kam es, dass wir an einem Tag ein paar Bahnen geschwommen sind und uns danach auf der großen Wiese von den Sonnenstrahlen haben das Gesicht kitzeln lassen. Für alle Sportbegeisterten liegt in unmittelbarer Nähe und auch direkt am See ein kleines frei zugängliches „Outdoor-Fitnessstudio“ mit Geräten, die mithilfe des eigenen Körpergewichts funktionieren. Als Joggingroute ist der Weg am See entlang nur bedingt zu empfehlen, da er einfach zu kurz ist und man sich schnell mitten in der Stadt wiederfindet. Im nahe gelegenen Råda hingegen gibt es mehrere Routen unterschiedlicher Länge, die sich durch den Wald und dortige Lichtungen (mit teils schönem Panoramablick auf den Vänern) schlängeln. Das haben wir getestet und für echt schön befunden. Allerdings geht es hier schon etwas auf und ab 🙂 darauf sollte man sich einstellen.

 

 

Wenn man in Lidköping ist, gibt es ein Ausflugsziel, dass man auf gar keinen Fall auslassen sollte – Schloss Läckö. Es ist einfach ein absolut märchenhafter Ort. Ein wunderschönes Schloss mit roten Türmchen vor einer grandiosen Kulisse. Auf einer Insel in den Schären des Vänern gelegen prangt das ca. 700 Jahre alte Schloss und bietet neben schönen Spazierwegen und Bootstouren auch eine super spannende Führung im Innern. Wir haben uns dieses Mal auf das Drumherum fokussiert. Denn in unserem letzten Schwedenurlaub waren wir schon mal hier, hatten die Führung mitgemacht (die wirklich sehr sehr empfehlenswert ist!!!), konnten aber draußen eigentlich gar nichts sehen, weil es ununterbrochen geregnet hatte und alles komplett grau in grau war. So haben wir nun die Kulisse in vollen Zügen genossen 🙂 Und auch das Café lädt dazu ein, etwas länger in dieser wahrhaftigen Oase zu verweilen.

 

 

Im Bereich des Berges Kinnekulle gibt es schöne Naturschutzgebiete, die es zu entdecken gilt. Wir waren bspw. besonders von Stora Stenbrottet beeindruckt. Einem Steinbruch, der vor der Kulisse eines Sees 40 Meter in die Höhe ragt. Man nennt ihn auch den „Kleinen Grand Canyon“. In der Tat ist der Vergleich gar nicht so unpassend 🙂

 

 

Generell kann man das Gebiet rund um Lidköping gut zu Fuß, zu Rad oder zu Boot entdecken. Es bietet eine bunte Mischung aus Sport und Kultur. Für uns geht die Reise allerdings bereits nach drei Tagen weiter, da wir schon mal dort waren und schon beim letzten Mal einiges gesehen haben. So machen wir uns auf die Reise nach Tived – am Fuße des Nationalparks Tiveden, der als die südlichste Wildnis Schwedens bezeichnet wird.

Ihr dürft also gespannt sein…

Schweden-Roadtrip 2017 – Teil 1

An was denkt ihr, wenn ihr Schweden hört?

Wenn man sich noch nicht so sehr mit dem Land der Elche beschäftigt hat, liegen da sicherlich IKEA, Hot Dogs, Zimtschnecken, Stockholm und Mücken ganz vorne. An all diesen Antworten ist in der Tat etwas dran 🙂 aber Schweden bietet so viel mehr. Ein bisschen hatte ich ja bereits in meinem vergangenen Beitrag „Schweden-Sehnsucht“ von unseren nordischen Nachbarn geschwärmt. Heute möchte ich euch auf den ersten Abschnitt unserer diesjährigen Schwedenrundreise mitnehmen und einige unserer Lieblingsplätze und -erlebnisse verraten. Und vielleicht habt ihr ja auch ein paar Tipps für mich? 🙂

Mit Sack und Pack ging es los

Ende Juni war es soweit – unser insgesamt dritter Schwedenurlaub hat an die Tür geklopft. In Sachen Anreise haben wir uns wieder für die Variante „Fähre“ entschieden. Anders als sonst sind wir aber dieses Mal am Abend mit dem Auto gestartet, um rechtzeitig zum Ablegen der Fähre um 3 Uhr nachts an Bord zu sein. Und ich muss sagen, das war wirklich sehr entspannt und angenehm. Wir sind kurz nach 18 Uhr aufgebrochen. Da war ein Großteil des Feierabendverkehrs bereits vorbei und somit nicht mehr ganz so viel auf den Straßen los. Und auch auf der Fähre ist es dann mit einer Schlafkabine ein sehr gechilltes Weiterreisen 🙂 Denn auf diese Weise konnten wir erstmal ein paar Stunden schlafen, bevor es dann (nach 9 Stunden Überfahrt) in Schweden noch 175 Kilometer weiter ging, bis wir unsere erste Basisstation erreicht haben: Falkenberg.

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Falkenberg

Dieses malerische, kleine Städtchen liegt an der schwedischen Westküste in der Provinz Halland. Mit seinen schnuckligen Geschäften lädt es in der Innenstadt zum Bummeln und Verweilen in Bäckereien, Cafés und Gaststätten ein.

 

Von springenden Fischen und wie Wolken ziehenden Gedanken

Doch der hauptsächliche Grund, warum wir uns so sehr in Falkenberg verliebt haben, ist der Fluss Ätran. Er ist einer der längsten Flüsse Schwedens. Was ihn für meine bessere Hälfte so besonders macht, sind die Lachse, die jedes Jahr den Ätran entlang ziehen. Zwei Tage hat er auf der dortigen Brücke verbracht und immer wieder seine Angel ausgeworfen. Leider hat er dieses Mal kein Glück gehabt. Und das obwohl sie immer wieder ganz nah an der Angel dran waren 🙂

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Ätran

Ich hingegen liebe es, dem Flussverlauf zu folgen und die Natur in vollen Zügen zu genießen. Dort wechseln sich dichte Nadelwaldabschnitte mit zahlreichen, endlos in den Himmel ragenden Birken und sanft-grünen Wiesen ab. Die vorbeiziehenden Wolken spiegeln sich wunderschön im dunklen Blau des Wassers. Die Strecke eignet sich auch ideal als Joggingroute. Wie könnte man besser seine Gedanken davonfliegen lassen, als bei einem solchen Anblick?!

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Wenn der Wind um die Nasenspitze pustet

Die Küste Hallands lädt allerdings auch zum Baden und ausgedehnten Spaziergängen ein. Wir waren auf dem Hansagårds Camping untergebracht – der kleineren, familiäreren Alternative des großen Campingnachbarn. Bei beiden Varianten hat man direkten Zugang zum Meer. Unser Campingplatz trennt sich lediglich durch einen Streifen aus Schilfen, Farnen und Küstenblumen vom wunderschönen, hellen Sandstrand. Direkt vor diesem Abschnitt liegt auch eine kleine Insel, die man über einen Pfad aus aufgetürmten Steinen zu Fuß erreichen kann. Ein schöner kleiner Ausflug.

Ein weiteres Highlight des Campingplatzes ist definitiv seine Kartoffelschälmaschine. Ja – ihr habt richtig gelesen. Dort steht eine Maschine, in die man seine rohen, ungeschälten Kartoffeln wirft. Mit einem Drehmechanismus ausgestattet wirbelt sie die Kartoffeln im Inneren so lange an den schmirgelpapierähnlichen Wänden entlang bis die kleinen Knollen komplett ihrer Haut entledigt sind. Ich würde euch jetzt so gerne ein Bild oder gar ein Video dieses Spektakels zeigen, aber leider hatten wir diese Aufnahmen mit einem Handy gemacht, das sich kurz danach einfach aus dem Nichts resettet hat. Die Bilder hatten wir da leider noch nicht gesichert… 😦

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Glommen

Während unseres Aufenthalts in Falkenberg war es sehr windig, sodass wir das tosende Meer nur mit etwas Abstand genießen und leider nicht in die Fluten springen konnten. Deshalb haben wir unseren Fokus zum einen auf das Spazierengehen gelegt und dabei das Fischerdorf Glommen und das in der Nähe liegende Naturreservat Morups Tånge mitsamt Leuchtturm entdeckt.

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Morups Tånge

Zum anderen haben wir einen Ausflug zum Tjolöholms Slott unternommen. Als wir das Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Schloss das erste Mal erblickt haben, schlug unser Englandherz gleich etwas höher. Das im Tudorstil erbaute und gut erhaltene Schloss steht auf einem riesigen Areal, das zu weiteren Erkundungen lockt.

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Tjolöholms Slott

Eingebettet zwischen großen Wiesen und Feldern sowie dem Meer lohnt es sich etwas mehr Zeit mitzubringen. Immer wieder kommt man vorbei an Sitzgelegenheiten, die zum Verweilen oder Picknicken einladen. An warmen Tagen sollte man auf jeden Fall Badesachen dabeihaben, da sich an den Park eine eigene Badestelle anschließt.

Aber auch der weitläufige Schlossgarten, die eigene Kirche sowie das Dorf Allmogebyn wollen erkundet werden. Das Besondere an diesem Dörfchen ist, das dort früher die Gutsarbeiter gelebt haben. Sie haben die kleinen Häuser kostenlos bewohnen dürfen. Manche kann man auch innen besichtigen, andere hingegen können als Ferienhaus gemietet werden.

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Allmogebyn

Bei so viel frischer Luft und spannenden Erlebnissen darf natürlich auch die entsprechende Stärkung nicht fehlen. Wir haben das dortige Café besucht, einen wahnsinnig guten Kaffee getrunken und dazu ein Stück Kladdkaka geschlemmt. Aber dennoch waren wir ganz traurig darüber, nicht mehr klein zu sein. Denn im Innern der großen Halle war ein Lönneberga-Dorf aufgebaut, das unser Herz höherschlagen ließ. Dort konnte man vom Michel’schen Schuppen über ein Brett in die Vorratskammer mit den vielen Würsten klettern, über Leitern in Häuser einsteigen und im See sein Angelglück versuchen (die Kinder bekamen dann klammheimlich etwas an die Angel gesteckt).

dsc01786neu.jpgGanz beseelt von der Vorstellung wie es wäre selbst alles erkunden zu können und trunken von eigenen Lindgren’schen Kindheitserinnerungen, haben wir uns dann auf den Weg zurück nach Falkenberg gemacht, um uns nach vier spannenden wie erholsamen aber durchgepusteten Tagen auf den Weg zu unserer nächsten Station Lidköping zu machen.

Dazu in Kürze mehr…

Lieblingsorte: Hintersteiner See, Österreich

Ihr seid auf der Suche nach einem Ort voller Magie und ganz viel Ruhe? Dann könnte der Hintersteiner See euch genauso begeistern wie mich.

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Blick auf den Hintersteiner See

Diese traumhafte Bergeseekulisse par excellence befindet sich im Gebiet Wilder Kaiser auf einer Höhe von 883 m. Er ist 56 ha groß und bis zu 36 m tief. Türkisblaues, glasklares Wasser, das auf der einen Seite von hohen Bäumen eingerahmt wird und auf der anderen Seite in sanft-hügelige grüne Wiesen übergeht. Im Herbst 2014 haben wir dort eine ganze Woche verbracht. Direkt am See gibt es neben einem Berggasthof, einer Gaststätte und einer Handvoll Ferienwohnungen nur die unendliche Weite der Natur. Gerade in den frühen Morgenstunden oder ab dem späten Nachmittag lassen sich die absolute Ruhe und die kühle Bergluft in vollen Zügen genießen.

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Blick auf die Wiesenseite des Sees

Tagsüber lockt der See einige Tagestouristen an. Denn für Spaziergänger und Wanderer hat der See einiges zu bieten. So bietet es sich an den See zu Fuß zu umrunden. Auf der Wiesenseite führt eine relativ ebene geteerte Straße entlang, an deren beiden Enden die Möglichkeit besteht, sich in den beiden Gasthäusern zu stärken. Auf der Waldseite führt der Rundweg weiter. Dann allerdings (stellenweise) nicht mehr ganz so flach. Hier empfiehlt es sich auch, etwas festeres Schuhwerk anzuziehen, geht der geteerte Weg doch in einen Waldweg über. Während der Umrundung bieten sich tolle, abwechslungsreiche Aussichtspunkte auf den See, die sich in jedem Fall lohnen.

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Walleralm

Soll die Strecke etwas länger und anspruchsvoller sein, bieten sich diverse Wanderrouten an, die direkt am See beginnen. Wir haben einige der Optionen getestet und waren von allen begeistert. Alle Strecken hatten ihren ganz eigenen Charme und haben uns verschiedene tolle Gipfel- und Seeblicke beschert.

Auf den meisten Routen finden sich einzelne bewirtschaftete Hütten, die zur Einkehr einladen. Das Schöne daran ist, dass sie (weil nur zu Fuß erreichbar) nicht ganz so überlaufen sind. Hier muss man sich eben ohne technische Unterstützung auf den Berg schaffen 🙂 Das ist, wie ich finde, die charmanteste und schönste Art und Weise, in den Alpen unterwegs zu sein. Und dann schmeckt die Brotzeit mit Käse von der Alm und einem kühlen Getränk gleich doppelt so gut.

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Blick auf den Wilden Kaiser

Es lohnt sich auf jeden Fall auch einen Blick in den Veranstaltungskalender des Wilden Kaisers zu werfen. Als wir dort waren, war an einem Tag auf einer Berghütte ein Fest mit Livemusik und tollen kulinarischen Schmankerln wie Hirschgulasch & Co. Yummy…!!!

Egal ob Tagesausflug oder längerer Aufenthalt, der Hintersteiner See und auch seine Umgebung mit den Orten Söll, Scheffau, Ellmau und Going haben einiges für Wanderliebhaber und Familien zu bieten. Die Ortschaften laden zum Bummeln und nett essen gehen ein. Die Seen der Region zum Abkühlen an heißen Tagen (u.a. im Hintersteiner See selbst, aber VORSICHT, man muss Baden im „kühlen“ Wasser mögen :)). Und wenn sich der Tag langsam dem Ende entgegen neigt, man die Anstrengung noch in den Beinen merkt, was gibt es da Besseres als der Seele etwas Gutes zu tun und zum Beispiel hausgemachte Kasspatzen, knusprige Gröstl oder Kaspressknödel zu genießen.

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Unterhalb der Gaudeamushütte

In diesem Jahr ist es soweit. Wir werden im Spätsommer eine Woche an diesem himmlischen Ort verbringen. Nachdem ich diese Zeilen geschrieben habe, freue ich mich nun noch mehr darauf, bald wieder die frische Bergluft einzuatmen und die warmen Sonnenstrahlen auf mir zu spüren, während meine Füße in den Wanderschuhen stecken und gen Gipfel unterwegs sind.

Allen, die sich auch in der Winterzeit, nach dem eindrucksvollen Kaiser-Gebirgsmassiv und den tollen Ausblicken im sommerlichen Gewand sehnen, kann ich nur empfehlen einmal in der Woche zur Primetime die Öffentlich-rechtlichen einzuschalten. Denn dort erlebt Dr. Martin Gruber vor dieser einzigartigen Kulisse viele Abenteuer zwischen Spannung und Herzschmerz 🙂 Ja, hiermit bekenne ich mich öffentlich dazu, dass ich  Bergdoktor-Fan bin 🙂 🙂 🙂

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Der Hintersteiner See von oben

Hej hej!

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In den vergangenen Wochen war es etwas ruhig um mich. Aber nun melde ich mich aus unserem traumhaften Schwedenurlaub zurück – mit ganz vielen kulinarischen Inspirationen im Gepäck, die ich dort gesammelt habe. Und natürlich werde ich euch auch ein paar lohnende Tipps für euren nächsten Schwedentrip verraten. Doch bevor es damit so richtig losgeht, brauche ich noch etwas Zeit, die vielen tollen Sachen Revue passieren zu lassen. Aber spätestens am Wochenende werfe ich wieder den Backofen an… versprochen 🙂

Damit ihr auch in den kommenden Tagen bereits von eurem nächsten Urlaub träumen könnt, überbrücken wir die Zeit mit der nächsten Station auf meiner Lieblingsorte-Reise.

Seid gespannt… In Kürze erfahrt ihr mehr!

Liebe Grüße, Nadine

Lieblingsorte: Insel Hvar, Kroatien

Im vergangenen Jahr waren wir für insgesamt zwei Wochen in Kroatien unterwegs – eine davon haben wir auf der wunderschönen Insel Hvar verbracht.

Hvar liegt etwas unterhalb von Split vor der dalmatinischen Küste in der Adria. Sie ist circa 67 km lang und damit die längste der kroatischen Inseln. Man erreicht sie mit der Fähre von Split oder Drvenik aus.

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Blick von der Fähre auf das Festland

Auf dem Hinweg haben wir die Fähre von Drvenik genommen. Sie war ungefähr 35 Minuten unterwegs. In Sucuraj angekommen, haben wir uns mit dem Auto auf dem schmalsten Teil der Insel gen Norden geschlängelt. Für Angsthasen ist die Strecke nicht zu empfehlen. Schmale Straßen, die nach rechts und links teilweise steil abfallen. Tiefe Straßengräben. Nur wenig Zivilisation. Also unbedingt vor der Überfahrt Auto nochmals volltanken 🙂 Doch die atemberaubenden Ausblicke entschädigen für alles. Leider waren auch wir so sehr auf die Straße konzentriert, dass wir in diesem Abschnitt keine Bilder gemacht haben. Das werden wir beim nächsten Mal auf jeden Fall nachholen!!!

Für unseren Aufenthalt hatten wir uns in der Nähe von Vrboska eine Ferienwohnung gemietet. Nur wenige (dafür aber steile) Treppenstufen haben uns von der traumhaften Bucht getrennt, in der wir tagtäglich einen Teil unserer Zeit verbrachten. Türkisblaues, klares Wasser. Kaum eine Menschenseele. So lässt es sich aushalten.

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Beim Gedanken an das Bummeln durch die malerischen Küstenstädtchen Vrboska und Jelsa wird mein Herz ganz leicht. Beide bieten eine wunderschöne Kulisse, schnucklige Cafés und Bars, nette Restaurants und kleine Läden, die vor allem auf kroatischen Wein, vielfältige Lavendelerzeugnisse, Honig, Backwaren und den Marmor von der Insel Brac ausgerichtet sind. Ganz ohne touristische Produkte kommt man aber auch dort nicht aus. Allerdings ist es nicht über-touristisch, was wir sehr angenehm fanden. Vrboska und Jelsa bieten vor allem am Morgen auch sehr nette, kleine Marktstände, bei denen man unter anderem frische Weintrauben, Feigen und Granatäpfel kaufen kann, die allesamt von der Insel selbst stammen. Ich sage euch, ein wahrer Traum für eine solche Feigenliebhaberin wie mich 🙂

Die beiden Städtchen eignen sich auch ideal, um zwischen ihnen einen Spaziergang hin und her zu machen. Es führt eine geteerte, aber ruhige Straße direkt an der Küste entlang, die auch bei größerer Hitze aufgrund der überschaubaren Distanz und der Säumung von etwas schattenspendenden Bäumen, gut zu bewältigen ist.

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Zwischen Vrboska und Jelsa unterwegs

Aber auch die ausgewiesenen Fahrrad- und Wanderwege um die beiden Städte herum, solltet ihr in jedem Fall ausprobieren. Man wandelt vorbei an tausenden Olivenbäumen über befestigte, aber naturbelassene Wege. Als wir im September da waren, hatten wir angenehme 25 Grad. Aber auch bei solch angenehmen Temperaturen kommt man in der prallen Sonne ordentlich ins Schwitzen. Wenn man dann an einem Schild „Homemade fresh Lemonade“ vorbeikommt, vermutet man zuerst eine Fatamorgana. Aber nein – wenn man durch das Tor auf das Feldgrundstück tritt, wird man von drei super netten Aussteigern begrüßt, die einem prompt erzählen, wie sie dort gelandet sind und wie sie dort die meiste Zeit des Jahres verbringen. Da wird man glatt ein bisschen neidisch 🙂

Sehr schön und etwas größer als die beiden anderen Städte ist Stari Grad. Auch hier wartet ein schöner Hafen mit vielen kleinen Läden in bunten Häusern und regem Marktgeschehen darauf, von den Besuchern entdeckt zu werden. Hier liegen zudem einige größere Schiffe vor Anker, die man bestaunen kann.

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Stari Grad

Die Hauptstadt der Insel heißt wie sie selbst: Hvar. Sie ist die größte der dortigen Städte. Leider allerdings auch die touristischste. An sich ganz schön, aber selbst Mitte September sehr überlaufen, da hier viele Schiffe anlegen, die (vor allem) Tagestouristen ankarren. Zudem ist die Stadt (für meinen Geschmack) zu (Möchtegern-) snobbish. Da scheiden sich sicherlich die Geister. Aber mir war das einfach etwas too much. Gesehen haben sollte man sie aber trotzdem. Hier lohnt es sich vor allem, einfach mal an der langen Hafenstraße entlang zu schlendern und das Treiben an den Strandbuchten und auf den Schiffen zu beobachten.

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Stadt Hvar

Kulinarisch hat die Insel (wie bereits erwähnt) einiges zu bieten. Viele tolle, frische Früchte, die einfach ganz anders schmecken als aus deutschen Supermärkten 🙂 In den Restaurants stehen vor allem die typischen kroatischen Fleischgerichte auf der Karte. Deftig heißt hier die Devise. Aber auch unterschiedliche Fisch-Variationen werden angeboten. Für Süßmäuler gibt es (und das gilt eigentlich für ganz Kroatien) im Grunde nur eine Wahl: Palatschinken. Die hauchdünnen Pfannkuchen werden meist mit Marmelade oder Schokoladencreme und einem großen Berg Schlagsahne serviert.

Für Weinliebhaber empfiehlt sich ein Besuch mit Weinprobe des Weinguts Tomic in Jelsa. Ihr solltet aber auf jeden Fall auch beim Bummeln die Augen offen halten. In Jelsa sind wir in einer Garage bei einem alten Mann auf richtig gute Tropfen gestoßen. Hier konnten wir alles probieren. Unsere Wahl wurde dann in Plastikflaschen namhafter Wasserhersteller abgefüllt 🙂 Also direkt vom kleinen Erzeuger. Für uns hatte das enorm viel Charme und der nette Mann hat sich über unsere Abnahme und unser Interesse – begleitet von der Kommunikation mit Händen und Füßen – sehr gefreut. Es ist also auf jeden Fall für jeden Geschmack was dabei.

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Auf der Rückreise haben wir die Fähre von Stari Grad nach Split gewählt, die etwas länger unterwegs ist. Der Weg führt vorbei an anderen Inseln, sodass die Strecke auch nochmal was fürs Auge zu bieten hat. Das ist besonders wichtig, da wir wirklich schweren Herzens von diesem traumhaften Fleckchen Erde Richtung Heimat aufgebrochen sind.

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Die Rückfahrt

Wir haben uns geschworen, auf jeden Fall zurück zu kommen, so sehr hat uns die Insel in ihren Bann gezogen.

 

 

 

 

Lieblingsorte: Startschuss

Heute beginne ich eine neue Beitragsreihe. Ich möchte euch gerne meine absoluten Lieblingsorte vorstellen. Vermutlich werde ich einiges über Schweden und England zu berichten haben, denn dorthin zieht es mich immer wieder. Genauso werden wir unseren Nachbarn in Österreich und der Schweiz den einen oder anderen Besuch abstatten. Die Lieblingsorte-Reise wird uns aber auch noch an südlichere Plätze führen und auch in der Heimat wird es ein paar Stationen geben.

Vorweg vielleicht erst einmal etwas dazu, wie ich am liebsten reise. Im Sommer sind mein Mann und ich vor allem auf diversen Campingplätzen im europäischen Norden zu finden. Schon lange bevor der „große“ Sommerurlaub ansteht, drehen sich unsere Gedanken mehr und mehr darum. Dann stellen wir uns vor, wie es wäre, wenn wir jetzt in unserem Zelt liegen würden und ganz langsamer, behutsamer Regen darauf prasseln würde. Aahhhhh… da wird mir ganz wohlig ums Herz. Nicht-Camper können das vermutlich nur schwer nachvollziehen 😉 Aber dieser 100%ige Rückzug aus dem Alltag ist einfach herrlich. Man reduziert sich auf das Wesentliche, ist der Natur ganz nah und das 24h am Tag. Man lässt sich einfach treiben, lebt in den Tag hinein und macht das, wonach einem der Sinn steht. Gemeinsames Kochen und Abspülen steht dabei genauso auf der Tagesordnung wie einfach nebeneinander in den Campingstühlen zu sitzen und dabei zuzusehen, wie sich der Tag dem Ende entgegen neigt.

Wir können aber auch anders 🙂 Denn prinzipiell haben wir nichts gegen etwas „luxuriösere“ Unterkünfte. Wenn wir in den Alpen unterwegs sind, darf es gerne etwas mehr Komfort sein: sei es zum Wandern und oder zum Skifahren.

Bei all unseren Roadtrips geht es aber darum, mal abzuschalten, der Natur dabei ganz nah zu sein, die Seele baumeln zu lassen, neue Gegenden, Kulturen sowie kulinarische Genüsse zu erkunden und die Zeit (auch bei ganz banalen Dingen) gemeinsam zu genießen.

Den ersten Halt auf unserer Reise werden wir in Kroatien machen. Mehr dazu in Kürze…