Lieblingsorte: Startschuss

Heute beginne ich eine neue Beitragsreihe. Ich möchte euch gerne meine absoluten Lieblingsorte vorstellen. Vermutlich werde ich einiges über Schweden und England zu berichten haben, denn dorthin zieht es mich immer wieder. Genauso werden wir unseren Nachbarn in Österreich und der Schweiz den einen oder anderen Besuch abstatten. Die Lieblingsorte-Reise wird uns aber auch noch an südlichere Plätze führen und auch in der Heimat wird es ein paar Stationen geben.

Vorweg vielleicht erst einmal etwas dazu, wie ich am liebsten reise. Im Sommer sind mein Mann und ich vor allem auf diversen Campingplätzen im europäischen Norden zu finden. Schon lange bevor der „große“ Sommerurlaub ansteht, drehen sich unsere Gedanken mehr und mehr darum. Dann stellen wir uns vor, wie es wäre, wenn wir jetzt in unserem Zelt liegen würden und ganz langsamer, behutsamer Regen darauf prasseln würde. Aahhhhh… da wird mir ganz wohlig ums Herz. Nicht-Camper können das vermutlich nur schwer nachvollziehen 😉 Aber dieser 100%ige Rückzug aus dem Alltag ist einfach herrlich. Man reduziert sich auf das Wesentliche, ist der Natur ganz nah und das 24h am Tag. Man lässt sich einfach treiben, lebt in den Tag hinein und macht das, wonach einem der Sinn steht. Gemeinsames Kochen und Abspülen steht dabei genauso auf der Tagesordnung wie einfach nebeneinander in den Campingstühlen zu sitzen und dabei zuzusehen, wie sich der Tag dem Ende entgegen neigt.

Wir können aber auch anders 🙂 Denn prinzipiell haben wir nichts gegen etwas „luxuriösere“ Unterkünfte. Wenn wir in den Alpen unterwegs sind, darf es gerne etwas mehr Komfort sein: sei es zum Wandern und oder zum Skifahren.

Bei all unseren Roadtrips geht es aber darum, mal abzuschalten, der Natur dabei ganz nah zu sein, die Seele baumeln zu lassen, neue Gegenden, Kulturen sowie kulinarische Genüsse zu erkunden und die Zeit (auch bei ganz banalen Dingen) gemeinsam zu genießen.

Den ersten Halt auf unserer Reise werden wir in Kroatien machen. Mehr dazu in Kürze…

Schweden-Sehnsucht

In den vergangenen Tagen ist sie wieder erwacht – meine Sehnsucht nach Schweden. Ausgelöst von einem Blick in den Kalender. Denn irgendwie sind die letzten Wochen und Monate nur so dahin gerast, sodass es nun gar nicht mehr soooo lange hin ist, bis ich wieder das Glück habe, schwedische Luft um meine Nase wehen zu lassen.

In Gedanken wandle ich schon durch die zahlreichen kleinen, schnuckligen Orte gespickt mit den farbenfrohen Häusern, bummle durch die tollen, kleinen Läden und lasse die Zeit an mir vorüber streichen, während ich eine dampfende Tasse Kaffee vor mir stehen habe und eine Zimtschnecke in der Hand halte. (Während ich diese Zeilen schreibe, habe ich ganz genau den Duft in der Nase 🙂 so als ob ich jeden Moment in sie hineinbeißen könnte.)

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Varberg

Ich kann es kaum erwarten, wie die Meeresbrise durch meine Haare weht und der Wind die ganzen Gedanken an den Alltag zuhause davon pustet. Wie man von Tag zu Tag und von Stunde zu Stunde das Gefühl hat, immer leichter zu werden. Plötzlich rücken die kleinen, unscheinbaren Dinge in den Mittelpunkt. Die Wahrnehmung verschiebt sich und man besinnt sich wieder auf die wirklich wichtigen Dinge.

Nimmt wieder aktiv wahr, was einem gut tut und fragt sich, wie man das nur vergessen konnte und warum man dies oder das so selten tut, obwohl man es so sehr liebt. An solchen Tagen braucht es keine großen, spektakulären Ereignisse. Vielmehr sind es die kleinen Momente, die eine solche Reise ausmachen: einen tollen Eissalon, den man gefunden hat, einen Steg, der auf den See hinausragt und von dem aus man seine Füße ins Wasser strecken kann, gute Gespräche bei einem Glas Wein oder auch einfach mit der Kamera unterwegs zu sein und die Umgebung ganz bewusst wahrzunehmen.

Schon bei dem bloßen Gedanken daran, merke ich, wie die ganze Anspannung des Tages von mir abfällt und dass ich es kaum erwarten kann, bald wieder im Land der tausend Seen zu sein.

 

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Vittskövle