Hefe küsst Schoko-Baiser

DSC03014Die letzten beiden Wochen waren sehr turbulent. Eine Hochzeit jagte die nächste. Feiern. Tanzen. Reden. Lachen. Und davon jede Menge.

Da war es an der Zeit, einfach mal die Füße hochzulegen, zu entspannen und die Zeit mit den kleinen Dingen zu genießen. Zum Beispiel einer guten Tasse Kaffee. Doch was wäre der beste Kaffee ohne die kleine, süße Beigabe?! 🙂

Unschlüssig was ich an einem solchen Tag mal backen könnte – denn es soll ja nicht zu viel Aufwand sein, aber dennoch keine Abstriche in Sachen Gaumenfreude machen – blätterte ich in einem meiner Backbücher und wurde fündig.

Herausgekommen ist diese tolle Kreation – eine Liaison zwischen süßem Hefeteig und knusprigem Baiser mit einer ordentlichen Spur Schokolade. Einfach zum Niederknien… Genau das Richtige nach so viel Tortenvariation der letzten Wochen.

Für eine Kastenform benötigt ihr folgende Zutaten:

300 g Mehl, 2 Päckchen Vanillezucker, 1/2 TL Salz, 1/3 Würfel frische Hefe, 150 ml Milch, 2 Eigelb, 2 Eiweiß, 100 g Zucker, 100 g gehackte Schokolade

Gebt das Mehl zusammen mit dem Vanillezucker, dem Salz und den Eigelben in eine Schüssel. Löst die Hefe in der lauwarmen Milch auf und fügt sie zur Mehlmischung hinzu. Verknetet das Ganze zu einem geschmeidigen Teig. Dann heißt es ab mit dem Hefekloß in eine Schüssel. Abdecken mit einem Handtuch und warten bis der Teig etwa bis zur doppelten Größe aufgegangen ist. Das dauert ca. 1,5 Stunden.

 

 

Danach rollt ihr den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von ca. 30 x 50 cm aus. Schlagt die Eiweiße mit dem Zucker steif und verteilt den Einschnee auf dem Teig. Lasst aber am Längsrand etwa 4 cm unbestrichen.

DSC02973Verteilt dann die gehackte Schokolade auf dem Eischnee und rollt den Teig vorsichtig von der Längsseite her auf bzw. schlagt den Teig Stück für Stück um.

DSC02979Schneidet die Rolle vorsichtig mit einem scharfen Messer der Länge nach durch. Verschlingt dann die beiden halbierten Rollen mit der Schnittfläche nach oben miteinander und legt den Zopf in eure Backform, die ihr vorher mit Backpapier ausgekleidet habt. Ich gebe zu, es ist eine äußerst klebrige Angelegenheit 🙂 aber es lohnt sich wirklich!

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Lasst den Kuchen nun weitere 15 Minuten gehen. In der Zwischenzeit heizt ihr den Backofen auf 170 Grad Umluft vor. Nach der Gehzeit schiebt ihr die Kastenform in den Ofen und backt den Kuchen ca. 35 Minuten.

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Am allerbesten schmeckt er, wenn er noch lauwarm ist 🙂

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Der Hefeteig ist auch an Tag zwei und drei noch luftig, aber leider ist das Baiser dann nicht mehr so schön crunchy. Von daher empfehle ich euch, den Kuchen direkt am ersten Tag zu verputzen – was aber definitiv kein Problem darstellt 🙂

 

Bon appetit!

*** Das Rezept ist angelehnt an jenes für die Baiser-Hefe-Liebelei von Ursula Furrer-Heim aus dem großartigen Backbuch „Cake – Genial einfach und schnell“, erschienen 2014 im AT Verlag ***

Schweden-Roadtrip 2017 – Teil 3

Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich gerade im halbdunklen Raum und blicke in ein tristes, graues, verregnetes Etwas draußen. Ich muss daran denken, dass ich euch noch den nächsten Teil unseres Schweden-Trips schuldig bin. Nichts lieber als das 🙂 Denn der nun folgende Abschnitt war der schönste auf unserer Reise. Nur zu gerne lasse ich das jetzt mit euch gemeinsam Revue passieren und träume mich zurück zu angenehmen 20 Grad und Sonnenschein.

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Los geht’s…

„Prolog“ oder „Vom traumhaftesten Campingplatz unseres bisherigen Camperdaseins“

Vom Vänern aus machten wir uns auf den Weg in den Nationalpark Tiveden. Normalerweise sind wir was die Auswahl unserer Campingplätze betrifft, immer so gestrickt, dass wir vor Ort spontan schauen, wo es uns hintreibt. Dieses Mal war es etwas anders. Da wir schon einige schöne Fleckchen in Südschweden erkundet haben, hatte ich im Vorfeld bereits geschaut, wo wir denn eigentlich noch nicht waren. Dabei bin ich dann auf das zwischen Vänern und Vättern liegende Gebiet mitsamt dem Camping Tiveden gestoßen. Auf den Bildern im Internet sah das alles sehr schön aus und auch die Resonanzen auf deren Facebook-Seite waren durchweg super. Also haben wir ihn einfach mal direkt angesteuert. Und was soll ich sagen? Wir haben wirklich schon sehr viele Campingplätze in unterschiedlichen Ländern gesehen und auch lieben gelernt, aber in diesem Sommer haben wir unseren neuen Lieblingsplatz gekürt 🙂 Mitten im Wald gelegen, umgeben von vielen hohen Bäumen, mit direktem Zugang zum wunderschönen Undensee, nur einen Steinwurf entfernt vom Nationalpark und dann auch noch so liebevoll bis ins kleinste Detail gestaltet und mit Herzblut geführt – da schlugen unsere Camperherzen gleich doppelt so schnell. Die Inhaber stammen eigentlich aus den Niederlanden und haben sich mit dem Campingplatz einen Traum erfüllt. Und das merkt man wirklich egal wohin man blickt: sei es bei den eigens gestalteten, laminierten Wanderkarten, die man ausleihen kann, um das direkte Umfeld zu erkunden, die vielen Blumen, die überall auf dem Gelände zu finden sind, die Feuerstelle am See mit dem danebenstehenden Holz, das man kostenlos verwenden darf, dem kleinen campingeigenen Restaurant oder auch einfach dem immer freundlichen Lächeln auf den Lippen. Ihr merkt, ich könnte euch noch stundenlang weitervorschwärmen. Aber damit ihr versteht, was ich meine, lege ich jetzt mal mit dem los, was wir dort so erlebt haben.

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Wie wir nach und nach in den Bann des Tiveden gezogen wurden

An insgesamt drei Tagen haben wir den Tiveden unsicher gemacht. Tag 1 bestand vor allem daraus, erstmal die Lage zu checken, welche Möglichkeiten zu wandern sich uns hier bieten und einfach mal die Gegend zu erkunden. Dabei hat es uns zuerst nach Tivedstorp verschlagen. Einem Dorf mitten im Tiveden. Heute dient das Anwesen als Herberge für Wanderer und Besucher. Ein wirklich idyllischer Ort. Viele alte Holzhäuser in toller naturnaher Kulisse mit gemütlichem Freiluft-Café. Hier solltet ihr unbedingt vorbeischauen, wenn ihr in der Gegend seid. Zudem bekommt man hier viele Informationen über die Wandermöglichkeiten des Nationalparks. So beginnt bzw. endet in Tivedstorp auch eine Etappe des Bergslagsleden, einem schwedischen Weiterwanderweg – aber dazu später mehr.

Danach sind wir dann zu Vitsand, einer der Haupteinstiegsstellen für die Wanderrouten, aufgebrochen. Mitten im Wald erwartet man ja viel, aber eher keinen See mit Sandstrand. Fast ein bisschen surreal wirkt der feine, helle Sand mitten in der (wie man den Tiveden auch nennt) südlichsten Wildnis Schwedens. Auf großen Hinweistafeln findet man alle Routen, die sich durch den Tiveden schlängeln. Mit detaillierten Angaben dazu, wie lang die Strecken sind, wie der Höhenverlauf so ist und welchem Markierungszeichen man dafür folgen muss. Unsere Wahl für den nächsten Tag ist getroffen. Zuerst werden wir einen kurzen, aber steilen Trail (1,3 km) machen, der uns zur Vitsandsgrottorna führen wird. Danach werden wir den längsten hiesigen Trail (9,5 km) anschließen, der einmal rund um den ganzen See führt. Sehr gespannt und voller Vorfreude machen wir uns auf den Weg zurück zum Campingplatz, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Ein Schild am campingeigenen Restaurant macht uns darauf aufmerksam, dass es heute Pommes frites gibt. Noch grübeln wir, was genau das bedeuten mag. Aber schon kurze Zeit später bietet sich uns folgendes Schauspiel: Einer nach dem anderen rüstet sich mit großen Schüsseln oder Töpfen und macht sich auf den Weg zur Pommesausgabestation. Größtenteils haben die Männer das Vergnügen diese wichtige Aufgabe zu erledigen. Und so kehren sie nach und nach alle wieder mit ihren prall gefüllten Gefäßen zurück. Innerhalb kürzester Zeit sind alle mit Essen beschäftigt. So etwas haben wir noch nie erlebt. Ein ganzer Campingplatz im Pommeswahn 🙂 Jaaaa… auch wir haben uns eine Portion gegönnt. So cool fanden wir die Idee irgendwie. Und sind wir mal ehrlich, wer kann da schon wiederstehen, wenn immer mal wieder von den Nachbarplätzen eine so verführerische Duftwolke herüberzieht 🙂

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Nach dem Essen, als langsam die Dämmerung einsetzt, sich der Himmel mit den schönsten rot und lila Tönen schmückt, sind wir nochmal Richtung See aufgebrochen und wurden mit atemberaubenden Anblicken belohnt. Es gibt nichts Schöneres und Beruhigenderes als dort am Steg zu sitzen und dabei zuzusehen, wie sich der Himmel nach und nach verfärbt. Sich ganz bewusst, das laue Lüftchen um die Nase pusten zu lassen und ein Lagerfeuer anzuzünden. Bis spät in die Nacht haben wir dort gesessen – alle anderen waren schon lange in ihre Schlafsäcke oder Betten gekrochen – und haben unsere Blicke immer wieder zwischen dem knisternden Feuer und dem wunderschönen Panorama hin- und herschweifen lassen. In solchen Momenten dieser tiefen, inneren Zufriedenheit fragt man sich, warum man nicht einfach dortbleibt. Tja, uns ist eigentlich kein allzu guter Hinderungsgrund eingefallen 🙂

Bergauf und -ab im Reich der Trolle

Die Sonne weckt uns am nächsten Tag recht früh, indem sie unser Zelt erst angenehm, dann irgendwann fast unerträglich erhitzt. Fast so als ob sie uns sagen wollte, dass wir endlich aufstehen sollen, weil es doch unendlich viel zu entdecken gibt. Wo sie recht hat, hat sie recht 🙂 Nach einem kurzen Frühstück geht es los: Rucksack mit Proviant packen, ins Wanderoutfit springen, Kameratasche checken. An alles gedacht? Ja! Na dann los. Wir fahren wieder zur Einstiegsstelle Vitsands und verfolgen unseren Routenplan wie gestern beschlossen. Die kurze Route führt uns teils steil bergauf über größere und kleinere Felsbrocken, unter umgefallenen Bäumen hindurch. Eine kleine Abenteuerroute, die uns eindrucksvoll vor Augen führt, warum man hier immer wieder von Wildnis und Trollen spricht. Dieser ganze Schauplatz hat wirklich etwas Mystisches an sich. Nachdem wir „ganz oben“ angekommen sind, geht es wieder bergab. Tolle Ausblicke wechseln sich mit Staunen über die riesigen Felsbrocken und deren „Entstehungsweg“ ab.

Wieder am Ausgangspunkt angekommen, starten wir direkt von Ort und Stelle unsere Route rund um den See. Immer wieder ein bisschen bergauf und bergab führt dieser Weg in weiten Stücken direkt am See entlang. Manchmal entfernt er sich wieder etwas, führt uns tief in die Wälder hinein. Doch immer wieder kommen wir wieder zum See zurück. Wir sind meist auf schmalen Trampelpfaden unterwegs, aber ab und zu auch auf bereiteren Forstwegen. Manchmal läuft man auch auf den großen Felsbrocken entlang oder lässt große Höhenunterschiede über Holztreppen zurück. Aber in jedem Fall immer gut geführt und begleitet von den Markierungszeichen, die als Banderole um die Bäume gebunden sind. Verlaufen kann man sich hier definitiv nicht 🙂 Insgesamt ist die Strecke ein wirklich sehr schöner, abwechslungsreicher Weg, der an einigen Stellen andere Wanderwege kreuzt, sodass man die Tour nach Belieben ausbauen kann.

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Ein wirklich sehr schöner Wandertag, den wir mit einem Bad im Undensee beenden. Okay… ich gebe es zu – ich war nur bis zur Hüfte drin. Denn das Wasser war so kalt, dass man das Gefühl von tausend Nadelstichen hatte. Ich liebe es ja, in wirklich kühlem Wasser zu baden, aber das war mir ein bisschen zu kalt 🙂 Beim nächsten Mal werde ich es trotzdem wieder versuchen.

Auf den Geschmack gekommen und das Herz verloren

Tag 3 stand im Zeichen des Bergslagsleden. Wie ich euch schon erzählt habe, ist das ein Weitwanderweg. In insgesamt 17 Etappen führt er mit 280 km von Kloten bis Stenkällegården. Er ist Schwedens längster Flachwanderweg. Wir laufen seine letzte Etappe von Tivedstorp nach Stenkällegården. Die Strecke beträgt 12 km. Da wir aber wieder zu unserem Auto zurück mussten, sind wir auf anderer Strecke den Weg zu unserem Ausgangspunkt zurückgelaufen und hatten dadurch eine Gesamtstrecke von 23 km.

Los ging es vorbei an saftig grünen Wiesen und typisch schwedischen roten Holzhäusern. Bereits nach kurzer Zeit tritt man ein in das Reich des Waldes. Zwischen hohen Bäumen und einer endlos scheinenden Decke aus Heidelbeersträuchern führt stets ein schmaler Weg, dem man immer wieder auf und ab und auf und ab folgt. Mal durchquert man eine Lichtung, mal kommt man an einem schimmernden See vorbei, mal muss man über einen Holzsteg das unter einem liegende Moor überqueren, mal geht es über kleinere Felsabschnitte hoch und wieder runter, mal kommt man an einer Raststätte mit Übernachtungsmöglichkeit vorbei. Und auch hier immer gut geführt von den Holzwegweisern auf denen sich das Bergslagsleden-Wandersymbol befindet. Ich habe euch ja schon mal verraten, dass ich es liebe nach reifen Heidelbeeren am Wegesrand Ausschau zu halten. Sagen wir mal so: die Strecke war sehr ergiebig 🙂

Kurz vor Ende der Strecke führt der Weg dann für einen Moment auf einen breiten Forstweg, bevor es dann wieder in den Wald geht und man kurz darauf durch unzählige Farne wandert. Und dann sind wir auch schon am Ziel angekommen. Der Wald endet an dieser Stelle und gibt den Blick auf einen wunderschönen See und grüne Wiesen frei.

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Hier kann man im Winter Skifahren. Im Sommer bietet ein Campingplatz die Möglichkeit, sich mit Kaltgetränken des Shops zu erfrischen. Was wir natürlich glatt wahrnehmen,  bevor wir uns auf den Rückweg machen. Weil wir nicht auf der gleichen Strecke zurücklaufen wollen, entscheiden wir uns dazu, der Straße zu folgen. Das machen wir eigentlich nicht ganz so gerne, aber hier kann man es echt empfehlen. Landschaftlich hat sich das wirklich gelohnt. Und weil hier nicht viel Verkehr ist, stört es auch nicht, wenn dann doch mal ein Autofahrer oder eine kleine lustige Raupe vorbeikommt.

Bisher hatte ich die Vorschläge meines Mannes, doch mal eine mehrtägige Wandertour zu machen, ja immer abgewiesen, aber ich muss sagen, ich glaube durch diese Strecke bin ich echt auf den Geschmack gekommen. Mal schauen, was das nächste Jahr uns so bringen wird.

Diesen wunderschönen Tag haben wir im Restaurant des Campingplatzes ausklingen lassen. Eine kleine aber feine Karte bietet so manche schwedische Leckerei. Doch damit nicht genug. Den Tag konnten wir (obwohl das echt schwer war) noch besser machen. Denn auf dem Campingplatz hat man die Möglichkeit eine Fasssauna zu mieten. In einer kleinen, abgeschirmten Lichtung ist neben der Sauna noch ein liebevoll ausgestatteter Ruhe- und Erfrischungsbereich angelegt. Und man hat sogar die Möglichkeit direkt in den kühlen See zu springen. So aufgeheizt ging das auch echt gut und hat sich gar nicht mehr so kalt angefühlt wie am Nachmittag zuvor 🙂 Einfach ein Traum… in der mit Holz beheizten Sauna zu sitzen, in die schöne Natur zu schauen und dann in den See zu springen oder sich unter dem Holzeimer Abkühlung zu verschaffen. So kann man es aushalten.

Ein weiterer Punkt, der es schwermacht, Gründe zu finden, warum man diesen himmlischen Ort jemals wieder verlassen sollte. Und da wir dann noch so einen bezaubernden Sonnenuntergang geboten bekommen haben, war das Glück an diesem Tag einfach vollends auf unserer Seite.

Jenseits von Wäldern, Wanderungen und Trollen

An Tag 4 haben wir einen Ausflug ins ca. 30 km entfernte Karlsborg gemacht. Schon bei unserer Ankunft haben wir gleich das Schauspiel mitbekommen, dass sich vor uns die Straße hochklappte, um die Schiffe auf dem Götakanal hindurch zu lassen. Das hat schon echt was, wenn sich die gesamte Straße vor dir um 90 Grad senkrecht nach oben klappt.

Zu Fuß haben wir dann noch das riesige Gelände der dortigen Festung erkundet. Von einer Mauer umrundet beherbergt sie im Innern Wohnungen, Geschäfte, Werkstätten und sogar ein Krankenhaus.

Aber auch am Ufer des Vättern lässt sich ein schöner Spaziergang machen.

Den restlichen Tag haben wir dann ganz entspannt und mit viel Ruhe ausklingen lassen 🙂 bevor wir uns am nächsten Tag (ganz ausgesprochen) schweren Herzens auf den Weg gemacht haben, unsere nächste Station zu erreichen.

(An dieser Stelle habe ich euch bisher immer verraten, wo es uns in Folge hin verschlagen hat. Da es aber eine wahre Odyssee war, muss ich euch davon in aller Ruhe im nächsten Abschnitt berichten…)

Extracremige Cheddar-Mais-Fusilli

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Wenn der Sommer eine Pause macht, kühle Temperaturen und tristes Wetter Einzug halten, dann braucht die Seele etwas, das sie streichelt. In mir erwacht in solchen Momenten immer die Lust auf ein typisches Herbst-/Winter-Essen. Geht euch das auch so?

Schöne gehaltvolle Käsenudeln kann man natürlich auch im Sommer essen, aber nur wenn es draußen grau und ungemütlich ist, schmecken sie so unvergleichlich gut wie sie es in diesen Tagen tun.

Für 2-3 Portionen der extracremigen Cheddar-Fusilli benötigt ihr:

250 g Fusilli (oder andere Nudeln), 25 g Butter, 400 ml Milch, 75 g geraspelten Cheddar, 1/2 TL Senf, 1 Dose Mais, 50 g Paniermehl, 25 g geraspelten Cheddar.

Kocht die Fusilli nach Packungsanleitung bis sie al dente sind. Gebt die Butter in eine Pfanne und lasst sie langsam schmelzen. Rührt dann das Mehl unter und gebt nach und nach die Milch unter Rühren hinzu. Lasst die Soße solange köcheln bis sie eingedickt ist. Reduziert die Hitze, fügt die 75 g Cheddar sowie den Senf hinzu. Rührt das Ganze immer wieder um bis der Käse komplett geschmolzen ist. Gießt den Mais aus der Dose in ein Sieb und lasst die Flüssigkeit auf diese Weise abtropfen. Gebt ihn anschließend in die Käsesoße und fügt auch die fertig gekochten und abgegossenen Nudeln hinzu.

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Hebt die Fusilli vorsichtig unter und füllt sie dann in eine oder mehrere ofenfeste Formen. Vermischt das Paniermehl mit dem restlichen Cheddar und verteilt dieses Topping gleichmäßig auf den Nudeln. Schiebt die Form in den Backofen und lasst sie solange mit der Grillfunktion drin bis die Oberfläche goldbraun und knusprig ist.

Bon appetit!

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Lasst es euch schmecken und träumt schon mal etwas vom nahenden Herbst. Vergegenwärtigt euch einmal die schönen Seiten dieser Jahreszeit und freut euch darauf. Dann fühlt sich die Sommerpause gleich nur noch halb so schlimm an.

Schweden-Roadtrip 2017 – Teil 2

Nach vier schönen aber windigen Tagen in Falkenberg führte uns unsere Route weiter nach Lidköping, einer Stadt in der Provinz Västra Götalands län gelegen an einem der südlichen Zipfel des Vänern. Eingekehrt sind wir auf dem wunderschön gelegenen und gut ausgestatteten KronoCamping Lidköping. Er liegt direkt am See. Geht man in die eine Richtung findet man sich mitten in der Natur wieder. Geht man in die andere Richtung ist man in Kürze zu Fuß im Herzen der schnuckligen Stadt.

 

 

Neben diversen Möglichkeiten durch nette, kleine Läden zu bummeln, in gemütlichen Cafés einzukehren oder am Fluss entlang zu schlendern, gibt es noch die Option kleinere oder größere Schnäppchen zu erhaschen. Im Rörstrand Center gibt es mehrere Outlets: so lassen sich im Bereich Design und Porzellan (bspw. bei Iittala) schöne Mitbringsel finden oder auch Kulinarisches bei Delicato. Es gibt dort aber auch Cafès, das Rörstrand Museum und einige Kunstgeschäfte, sodass sich ein Besuch in jedem Fall lohnt.

 

 

Doch nochmal kurz zurück zum Campingplatz: Nicht nur, dass man am See direkten Zugang zu einer schönen Badebucht hat, nein – man hat als Campinggast auch im angrenzenden Freibad kostenlosen Eintritt. Und so kam es, dass wir an einem Tag ein paar Bahnen geschwommen sind und uns danach auf der großen Wiese von den Sonnenstrahlen haben das Gesicht kitzeln lassen. Für alle Sportbegeisterten liegt in unmittelbarer Nähe und auch direkt am See ein kleines frei zugängliches „Outdoor-Fitnessstudio“ mit Geräten, die mithilfe des eigenen Körpergewichts funktionieren. Als Joggingroute ist der Weg am See entlang nur bedingt zu empfehlen, da er einfach zu kurz ist und man sich schnell mitten in der Stadt wiederfindet. Im nahe gelegenen Råda hingegen gibt es mehrere Routen unterschiedlicher Länge, die sich durch den Wald und dortige Lichtungen (mit teils schönem Panoramablick auf den Vänern) schlängeln. Das haben wir getestet und für echt schön befunden. Allerdings geht es hier schon etwas auf und ab 🙂 darauf sollte man sich einstellen.

 

 

Wenn man in Lidköping ist, gibt es ein Ausflugsziel, dass man auf gar keinen Fall auslassen sollte – Schloss Läckö. Es ist einfach ein absolut märchenhafter Ort. Ein wunderschönes Schloss mit roten Türmchen vor einer grandiosen Kulisse. Auf einer Insel in den Schären des Vänern gelegen prangt das ca. 700 Jahre alte Schloss und bietet neben schönen Spazierwegen und Bootstouren auch eine super spannende Führung im Innern. Wir haben uns dieses Mal auf das Drumherum fokussiert. Denn in unserem letzten Schwedenurlaub waren wir schon mal hier, hatten die Führung mitgemacht (die wirklich sehr sehr empfehlenswert ist!!!), konnten aber draußen eigentlich gar nichts sehen, weil es ununterbrochen geregnet hatte und alles komplett grau in grau war. So haben wir nun die Kulisse in vollen Zügen genossen 🙂 Und auch das Café lädt dazu ein, etwas länger in dieser wahrhaftigen Oase zu verweilen.

 

 

Im Bereich des Berges Kinnekulle gibt es schöne Naturschutzgebiete, die es zu entdecken gilt. Wir waren bspw. besonders von Stora Stenbrottet beeindruckt. Einem Steinbruch, der vor der Kulisse eines Sees 40 Meter in die Höhe ragt. Man nennt ihn auch den „Kleinen Grand Canyon“. In der Tat ist der Vergleich gar nicht so unpassend 🙂

 

 

Generell kann man das Gebiet rund um Lidköping gut zu Fuß, zu Rad oder zu Boot entdecken. Es bietet eine bunte Mischung aus Sport und Kultur. Für uns geht die Reise allerdings bereits nach drei Tagen weiter, da wir schon mal dort waren und schon beim letzten Mal einiges gesehen haben. So machen wir uns auf die Reise nach Tived – am Fuße des Nationalparks Tiveden, der als die südlichste Wildnis Schwedens bezeichnet wird.

Ihr dürft also gespannt sein…

Homemade Iced Coffee

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Der Sommer ist endlich zurück!!! Nach über einer Woche absolutem Oktoberfeeling mitten im Juli ist es wieder Zeit, die schönen Seiten der warmen Jahreszeit in vollen Zügen zu genießen.

Ich mag den Sommer wirklich sehr. Muss aber gestehen, dass ich mit Temperaturen über 30 Grad immer etwas zu kämpfen habe. Da braucht man gute Strategien, um sich Abkühlung zu verschaffen. Eine davon liebe ich ganz besonders – selbst gemachten eisgekühlten Kaffee 🙂

Was gibt es Schöneres als sich ein schattiges Plätzchen im Freien zu suchen, sich den Wind um die Nase pusten zu lassen und einen Iced Coffee in den Händen zu halten? Mir fällt da ehrlich gesagt nicht allzu viel ein…

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich bin nur bedingt ein Freund von klassischen Eiskaffees in denen Vanilleeis Hauptbestandteil ist. Das ist mal ganz lecker, aber das sättigt meist so sehr, dass man danach das Gefühl hat, nicht mehr vor und zurück zu können. Das ist gerade, wenn es heiß ist, ein nicht so schönes Gefühl. Deshalb belohne ich mich immer mit Iced Coffee, bei dem hauptsächlich Kaffee enthalten ist 🙂

Die Zubereitung ist ebenso simpel wie einfach. Denn es braucht lediglich vier Zutaten: frisch gebrühten Espresso, etwas Zucker, einen Schluck Milch und natürlich Eiswürfel.

Für ein Glas Homemade Iced Coffee müsst ihr zuerst einen doppelten Espresso zubereiten. Hinein gebe ich dann 1,5 TL Zucker und rühre solange bis sich dieser vollständig gelöst hat.

 

Kleine Bemerkung am Rande: Ich habe immer eine Zuckerdose mit Vanille griffbereit. Gerade für solche Angelegenheiten möchte ich sie nicht mehr missen. Denn die Vanille verleiht dem Ganzen noch eine schöne, feine Note. Auch das ist ganz easy. Immer wenn ich für andere Rezepte Vanillemark verwende, gebe ich anschließend die übrig gebliebene (ausgekratzte) Vanilleschote in meine Zuckerdose, die ich regelmäßig mit frischem Zucker auffülle. Et voilà!

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Nachdem ihr den doppelten Espresso gesüßt habt, holt ihr euch nun ein schönes großes Glas aus dem Schrank und gebt zwei Eiswürfel hinein. Schüttet dann den Espresso auf die Eiswürfel. Nun ist die (am besten kühlschrankkalte) Milch an der Reihe. Ich verwende immer die 1,5 %ige, weil sie am schönsten schäumt. Hier kommt es nun darauf an, welche Küchenutensilien ihr zur Hand habt. Es gibt elektrische Milchaufschäumerkännchen, die auch kalte Milch aufschlagen, mit Batterie betriebene handlichere Lösungen oder jene, die komplett von Hand betrieben werden. Ich habe letztere Variante und bin damit super zufrieden. Für kalte Milch gibt es in meinen Augen keine bessere Möglichkeit.

Schäumt nun also die Milch in eurer bevorzugten Variante auf und gießt sie auf den Espresso. Nun noch einen langen Löffel ins Glas, umrühren und genießen.

 

Mit jedem Schluck kommt so mehr und mehr Energie zurück 🙂

Wie mögt ihr euren Sommer-Kaffee am Liebsten?

 

Schweden-Roadtrip 2017 – Teil 1

An was denkt ihr, wenn ihr Schweden hört?

Wenn man sich noch nicht so sehr mit dem Land der Elche beschäftigt hat, liegen da sicherlich IKEA, Hot Dogs, Zimtschnecken, Stockholm und Mücken ganz vorne. An all diesen Antworten ist in der Tat etwas dran 🙂 aber Schweden bietet so viel mehr. Ein bisschen hatte ich ja bereits in meinem vergangenen Beitrag „Schweden-Sehnsucht“ von unseren nordischen Nachbarn geschwärmt. Heute möchte ich euch auf den ersten Abschnitt unserer diesjährigen Schwedenrundreise mitnehmen und einige unserer Lieblingsplätze und -erlebnisse verraten. Und vielleicht habt ihr ja auch ein paar Tipps für mich? 🙂

Mit Sack und Pack ging es los

Ende Juni war es soweit – unser insgesamt dritter Schwedenurlaub hat an die Tür geklopft. In Sachen Anreise haben wir uns wieder für die Variante „Fähre“ entschieden. Anders als sonst sind wir aber dieses Mal am Abend mit dem Auto gestartet, um rechtzeitig zum Ablegen der Fähre um 3 Uhr nachts an Bord zu sein. Und ich muss sagen, das war wirklich sehr entspannt und angenehm. Wir sind kurz nach 18 Uhr aufgebrochen. Da war ein Großteil des Feierabendverkehrs bereits vorbei und somit nicht mehr ganz so viel auf den Straßen los. Und auch auf der Fähre ist es dann mit einer Schlafkabine ein sehr gechilltes Weiterreisen 🙂 Denn auf diese Weise konnten wir erstmal ein paar Stunden schlafen, bevor es dann (nach 9 Stunden Überfahrt) in Schweden noch 175 Kilometer weiter ging, bis wir unsere erste Basisstation erreicht haben: Falkenberg.

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Falkenberg

Dieses malerische, kleine Städtchen liegt an der schwedischen Westküste in der Provinz Halland. Mit seinen schnuckligen Geschäften lädt es in der Innenstadt zum Bummeln und Verweilen in Bäckereien, Cafés und Gaststätten ein.

 

Von springenden Fischen und wie Wolken ziehenden Gedanken

Doch der hauptsächliche Grund, warum wir uns so sehr in Falkenberg verliebt haben, ist der Fluss Ätran. Er ist einer der längsten Flüsse Schwedens. Was ihn für meine bessere Hälfte so besonders macht, sind die Lachse, die jedes Jahr den Ätran entlang ziehen. Zwei Tage hat er auf der dortigen Brücke verbracht und immer wieder seine Angel ausgeworfen. Leider hat er dieses Mal kein Glück gehabt. Und das obwohl sie immer wieder ganz nah an der Angel dran waren 🙂

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Ätran

Ich hingegen liebe es, dem Flussverlauf zu folgen und die Natur in vollen Zügen zu genießen. Dort wechseln sich dichte Nadelwaldabschnitte mit zahlreichen, endlos in den Himmel ragenden Birken und sanft-grünen Wiesen ab. Die vorbeiziehenden Wolken spiegeln sich wunderschön im dunklen Blau des Wassers. Die Strecke eignet sich auch ideal als Joggingroute. Wie könnte man besser seine Gedanken davonfliegen lassen, als bei einem solchen Anblick?!

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Wenn der Wind um die Nasenspitze pustet

Die Küste Hallands lädt allerdings auch zum Baden und ausgedehnten Spaziergängen ein. Wir waren auf dem Hansagårds Camping untergebracht – der kleineren, familiäreren Alternative des großen Campingnachbarn. Bei beiden Varianten hat man direkten Zugang zum Meer. Unser Campingplatz trennt sich lediglich durch einen Streifen aus Schilfen, Farnen und Küstenblumen vom wunderschönen, hellen Sandstrand. Direkt vor diesem Abschnitt liegt auch eine kleine Insel, die man über einen Pfad aus aufgetürmten Steinen zu Fuß erreichen kann. Ein schöner kleiner Ausflug.

Ein weiteres Highlight des Campingplatzes ist definitiv seine Kartoffelschälmaschine. Ja – ihr habt richtig gelesen. Dort steht eine Maschine, in die man seine rohen, ungeschälten Kartoffeln wirft. Mit einem Drehmechanismus ausgestattet wirbelt sie die Kartoffeln im Inneren so lange an den schmirgelpapierähnlichen Wänden entlang bis die kleinen Knollen komplett ihrer Haut entledigt sind. Ich würde euch jetzt so gerne ein Bild oder gar ein Video dieses Spektakels zeigen, aber leider hatten wir diese Aufnahmen mit einem Handy gemacht, das sich kurz danach einfach aus dem Nichts resettet hat. Die Bilder hatten wir da leider noch nicht gesichert… 😦

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Glommen

Während unseres Aufenthalts in Falkenberg war es sehr windig, sodass wir das tosende Meer nur mit etwas Abstand genießen und leider nicht in die Fluten springen konnten. Deshalb haben wir unseren Fokus zum einen auf das Spazierengehen gelegt und dabei das Fischerdorf Glommen und das in der Nähe liegende Naturreservat Morups Tånge mitsamt Leuchtturm entdeckt.

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Morups Tånge

Zum anderen haben wir einen Ausflug zum Tjolöholms Slott unternommen. Als wir das Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Schloss das erste Mal erblickt haben, schlug unser Englandherz gleich etwas höher. Das im Tudorstil erbaute und gut erhaltene Schloss steht auf einem riesigen Areal, das zu weiteren Erkundungen lockt.

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Tjolöholms Slott

Eingebettet zwischen großen Wiesen und Feldern sowie dem Meer lohnt es sich etwas mehr Zeit mitzubringen. Immer wieder kommt man vorbei an Sitzgelegenheiten, die zum Verweilen oder Picknicken einladen. An warmen Tagen sollte man auf jeden Fall Badesachen dabeihaben, da sich an den Park eine eigene Badestelle anschließt.

Aber auch der weitläufige Schlossgarten, die eigene Kirche sowie das Dorf Allmogebyn wollen erkundet werden. Das Besondere an diesem Dörfchen ist, das dort früher die Gutsarbeiter gelebt haben. Sie haben die kleinen Häuser kostenlos bewohnen dürfen. Manche kann man auch innen besichtigen, andere hingegen können als Ferienhaus gemietet werden.

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Allmogebyn

Bei so viel frischer Luft und spannenden Erlebnissen darf natürlich auch die entsprechende Stärkung nicht fehlen. Wir haben das dortige Café besucht, einen wahnsinnig guten Kaffee getrunken und dazu ein Stück Kladdkaka geschlemmt. Aber dennoch waren wir ganz traurig darüber, nicht mehr klein zu sein. Denn im Innern der großen Halle war ein Lönneberga-Dorf aufgebaut, das unser Herz höherschlagen ließ. Dort konnte man vom Michel’schen Schuppen über ein Brett in die Vorratskammer mit den vielen Würsten klettern, über Leitern in Häuser einsteigen und im See sein Angelglück versuchen (die Kinder bekamen dann klammheimlich etwas an die Angel gesteckt).

dsc01786neu.jpgGanz beseelt von der Vorstellung wie es wäre selbst alles erkunden zu können und trunken von eigenen Lindgren’schen Kindheitserinnerungen, haben wir uns dann auf den Weg zurück nach Falkenberg gemacht, um uns nach vier spannenden wie erholsamen aber durchgepusteten Tagen auf den Weg zu unserer nächsten Station Lidköping zu machen.

Dazu in Kürze mehr…

Blåbärskladdkaka

DSC02465Was wäre die schwedische Backstube nur ohne ihren typischen Schokoladenkuchen Kladdkaka?

Für mich gehört es zu einem perfekten Schwedenurlaub dazu, ihn mindestens einmal zusammen mit einem guten Kaffee zur Nachmittagsstunde zu genießen. Schokolade geht einfach immer. Vor allem wenn der Kuchen dann auch noch so super schokoladig ist wie dieser 🙂

Heute wandle ich ihn für euch mit einer weiteren typisch schwedischen Zutat ab: Blaubeeren. Ich muss ja gestehen, dass ich immer, wenn ich in Schweden oder den Alpen zu Fuß unterwegs bin, zur absoluten Bremse werde, wenn ich auch nur Blaubeersträucher am Wegesrand erahne 🙂 Was regelmäßig die Nerven meiner Mit-Wandersleute strapaziert… Aber genug erzählt. Los geht’s mit dem Rezept, das ich für euch aus meinem Schweden-Urlaub mitgebracht habe.

Für einen schwedischen Schokoladen-Blaubeerkuchen benötigt ihr folgende Zutaten:

200g Butter, 375g Zucker, 4 Eier, 215g Weizenmehl, 8 EL Kakao, 300g Heidelbeeren.

Schmelzt die Butter, gebt sie in eine Schüssel und rührt dann den Zucker solange unter bis er sich komplett aufgelöst hat. Gebt nach und nach die Eier hinzu. Fügt dann Mehl und Kakao (am besten durchgesiebt) hinzu und verrührt alles zu einem gleichmäßigen Teig.

DSC02410Wascht die Heidelbeeren und zieht sie vorsichtig unter. Fettet eine Springform mit Butter, stäubt sie mit Mehl aus und gebt den Teig hinein. Verstreicht ihn zu einer glatten Maße.

Backt den Kladdkaka im vorgeheizten Ofen bei 175 Grad Umluft für 40 – 45 Minuten. Lasst ihn etwas auskühlen, bevor ihr ihn aus der Form löst.

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Aber dann heißt es: Bon Appetit! 🙂

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Kaspressknödel auf Salat

DSC02369Ganz gleich ob im Sommer nach dem Bergsteigen oder im Winter nach dem Skifahren – was gibt es Schöneres als nach einem anstrengenden Tag auf dem Berg eine wohltuende, reichhaltige Speise aus der alpenländischen Küche zu sich zu nehmen und sich damit für den kommenden Tag zu stärken? Richtig – NICHTS 🙂

Was soll ich sagen… da ich praktisch mein ganzes Urlaubsleben in Kindheits- und Jugendtagen in der Schweiz und Österreich verbracht habe, bin ich ein absoluter Fan der Alpenküche. Ob herzhaft oder süß – die wissen einfach, was der Seele gut tut.

Heute stelle ich euch mein Rezept für unvergleichlich leckere Kaspressknödel vor. Ich serviere sie in den Sommermonaten am liebsten mit einem frischen, knackigen Salatteller. Im Winter machen sie die klare Rindersuppe (oder wie man auch sagt „Rindssuppe“) zum absoluten Hit.

Für vier hungrige Bergsteiger (oder Skihasen) benötigt ihr:

600 g helles Brot (oder alternativ Brötchen/Toastbrot) vom Vortag, 6 Eier, 150 g Quark, 1 Bund frische Petersilie (am besten glatt), Salz, Pfeffer, gem. Muskatnuss, 150 g Butter, 1 Zwiebel, 150 ml Milch, 100 g geriebenen Emmentaler, 200 g würzigen Bergkäse, Butter zum Braten.

Schneidet das altbackene Brot bzw. die Brötchen in kleine Würfel und gebt sie in eine große Schüssel. Schlagt die Eier auf und gebt sie ganz zu den Brotwürfeln. Fügt auch den Quark und die gehackte Petersilie hinzu und würzt das Ganze mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss.

Gebt die Butter in die Pfanne und schmelzt sie langsam. Fügt dann die in feine Würfel geschnittene Zwiebel hinzu und schwitzt sie an. Löscht das Ganze anschließend mit der Milch ab. Lasst es noch kurz etwas köcheln und schaltet die Herdplatte dann aus. Lasst die Ei-Milch-Masse etwas abkühlen und gebt sie über die Brotmasse. Verknetet das Ganze zu einer homogenen Masse.

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Und jetzt kommt der Geheimtipp! Stellt die Schüssel mit der Masse am besten über Nacht in den Kühlschrank und verarbeitet sie erst am nächsten Tag zu kleinen Knödeln. Das Ganze kann dann richtig toll durchziehen und die Knödel werden viel saftiger und fluffiger sein. Falls ihr euch nicht bis zum nächsten Tag gedulden könnt, könnt ihr sie natürlich auch direkt in die Pfanne werfen 🙂 Sie schmecken natürlich auch so gut, aber sie die Nacht stehen zu lassen, macht den kleinen aber feinen Unterschied aus.

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Nehmt nach und nach eine Handvoll Knödelmasse aus der Schüssel und formt sie zu Kugeln. Drückt sie dann vorsichtig etwas platt, sodass kleine runde Plätzchen entstehen. Verfahrt so mit dem restlichen Teig. Lasst die Butter in der Pfanne schmelzen und gebt dann die Knödel hinzu. Bratet sie am besten nicht zu scharf und schnell an, denn ihr wollt ja auch, dass sie innen durchgebackenen sind. Lieber etwas Temperatur herunter nehmen. Wendet sie regelmäßig bis sie eine goldbraune Farbe haben. Ich decke die Pfanne zwischendurch immer mit einem Deckel ab, damit sie auch im Kern gut durch werden und schön heiß sind.

Genießt die Knödel dann mit einem bunten Salatteller eurer Wahl.

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Bon appetit! 

Kennt ihr das auch? Es gibt bestimmte Gerichte, die man einfach unweigerlich mit Urlaub verbindet. Wenn man genüsslich hineinbeißt und die Augen schließt, hat man die gesamte Urlaubskulisse vor Augen. Ja man kann förmlich die Landschaft mit ihrem ganz eigenen Duft in der Nase wahrnehmen und spürt sogar, wie die Sonne sanft das Gesicht kitzelt… haaaach…

Mir geht es defintiv immer so, wenn Kaspressknödel vor mir auf dem Teller liegen. Zack… und ich bin am Hintersteiner See.

Bei welchen Leckereien verspürt ihr das größte Fernweh?

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Lieblingsorte: Hintersteiner See, Österreich

Ihr seid auf der Suche nach einem Ort voller Magie und ganz viel Ruhe? Dann könnte der Hintersteiner See euch genauso begeistern wie mich.

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Blick auf den Hintersteiner See

Diese traumhafte Bergeseekulisse par excellence befindet sich im Gebiet Wilder Kaiser auf einer Höhe von 883 m. Er ist 56 ha groß und bis zu 36 m tief. Türkisblaues, glasklares Wasser, das auf der einen Seite von hohen Bäumen eingerahmt wird und auf der anderen Seite in sanft-hügelige grüne Wiesen übergeht. Im Herbst 2014 haben wir dort eine ganze Woche verbracht. Direkt am See gibt es neben einem Berggasthof, einer Gaststätte und einer Handvoll Ferienwohnungen nur die unendliche Weite der Natur. Gerade in den frühen Morgenstunden oder ab dem späten Nachmittag lassen sich die absolute Ruhe und die kühle Bergluft in vollen Zügen genießen.

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Blick auf die Wiesenseite des Sees

Tagsüber lockt der See einige Tagestouristen an. Denn für Spaziergänger und Wanderer hat der See einiges zu bieten. So bietet es sich an den See zu Fuß zu umrunden. Auf der Wiesenseite führt eine relativ ebene geteerte Straße entlang, an deren beiden Enden die Möglichkeit besteht, sich in den beiden Gasthäusern zu stärken. Auf der Waldseite führt der Rundweg weiter. Dann allerdings (stellenweise) nicht mehr ganz so flach. Hier empfiehlt es sich auch, etwas festeres Schuhwerk anzuziehen, geht der geteerte Weg doch in einen Waldweg über. Während der Umrundung bieten sich tolle, abwechslungsreiche Aussichtspunkte auf den See, die sich in jedem Fall lohnen.

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Walleralm

Soll die Strecke etwas länger und anspruchsvoller sein, bieten sich diverse Wanderrouten an, die direkt am See beginnen. Wir haben einige der Optionen getestet und waren von allen begeistert. Alle Strecken hatten ihren ganz eigenen Charme und haben uns verschiedene tolle Gipfel- und Seeblicke beschert.

Auf den meisten Routen finden sich einzelne bewirtschaftete Hütten, die zur Einkehr einladen. Das Schöne daran ist, dass sie (weil nur zu Fuß erreichbar) nicht ganz so überlaufen sind. Hier muss man sich eben ohne technische Unterstützung auf den Berg schaffen 🙂 Das ist, wie ich finde, die charmanteste und schönste Art und Weise, in den Alpen unterwegs zu sein. Und dann schmeckt die Brotzeit mit Käse von der Alm und einem kühlen Getränk gleich doppelt so gut.

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Blick auf den Wilden Kaiser

Es lohnt sich auf jeden Fall auch einen Blick in den Veranstaltungskalender des Wilden Kaisers zu werfen. Als wir dort waren, war an einem Tag auf einer Berghütte ein Fest mit Livemusik und tollen kulinarischen Schmankerln wie Hirschgulasch & Co. Yummy…!!!

Egal ob Tagesausflug oder längerer Aufenthalt, der Hintersteiner See und auch seine Umgebung mit den Orten Söll, Scheffau, Ellmau und Going haben einiges für Wanderliebhaber und Familien zu bieten. Die Ortschaften laden zum Bummeln und nett essen gehen ein. Die Seen der Region zum Abkühlen an heißen Tagen (u.a. im Hintersteiner See selbst, aber VORSICHT, man muss Baden im „kühlen“ Wasser mögen :)). Und wenn sich der Tag langsam dem Ende entgegen neigt, man die Anstrengung noch in den Beinen merkt, was gibt es da Besseres als der Seele etwas Gutes zu tun und zum Beispiel hausgemachte Kasspatzen, knusprige Gröstl oder Kaspressknödel zu genießen.

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Unterhalb der Gaudeamushütte

In diesem Jahr ist es soweit. Wir werden im Spätsommer eine Woche an diesem himmlischen Ort verbringen. Nachdem ich diese Zeilen geschrieben habe, freue ich mich nun noch mehr darauf, bald wieder die frische Bergluft einzuatmen und die warmen Sonnenstrahlen auf mir zu spüren, während meine Füße in den Wanderschuhen stecken und gen Gipfel unterwegs sind.

Allen, die sich auch in der Winterzeit, nach dem eindrucksvollen Kaiser-Gebirgsmassiv und den tollen Ausblicken im sommerlichen Gewand sehnen, kann ich nur empfehlen einmal in der Woche zur Primetime die Öffentlich-rechtlichen einzuschalten. Denn dort erlebt Dr. Martin Gruber vor dieser einzigartigen Kulisse viele Abenteuer zwischen Spannung und Herzschmerz 🙂 Ja, hiermit bekenne ich mich öffentlich dazu, dass ich  Bergdoktor-Fan bin 🙂 🙂 🙂

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Der Hintersteiner See von oben

Hej hej!

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In den vergangenen Wochen war es etwas ruhig um mich. Aber nun melde ich mich aus unserem traumhaften Schwedenurlaub zurück – mit ganz vielen kulinarischen Inspirationen im Gepäck, die ich dort gesammelt habe. Und natürlich werde ich euch auch ein paar lohnende Tipps für euren nächsten Schwedentrip verraten. Doch bevor es damit so richtig losgeht, brauche ich noch etwas Zeit, die vielen tollen Sachen Revue passieren zu lassen. Aber spätestens am Wochenende werfe ich wieder den Backofen an… versprochen 🙂

Damit ihr auch in den kommenden Tagen bereits von eurem nächsten Urlaub träumen könnt, überbrücken wir die Zeit mit der nächsten Station auf meiner Lieblingsorte-Reise.

Seid gespannt… In Kürze erfahrt ihr mehr!

Liebe Grüße, Nadine