Schweden-Roadtrip 2017 – Teil 2

Nach vier schönen aber windigen Tagen in Falkenberg führte uns unsere Route weiter nach Lidköping, einer Stadt in der Provinz Västra Götalands län gelegen an einem der südlichen Zipfel des Vänern. Eingekehrt sind wir auf dem wunderschön gelegenen und gut ausgestatteten KronoCamping Lidköping. Er liegt direkt am See. Geht man in die eine Richtung findet man sich mitten in der Natur wieder. Geht man in die andere Richtung ist man in Kürze zu Fuß im Herzen der schnuckligen Stadt.

Neben diversen Möglichkeiten durch nette, kleine Läden zu bummeln, in gemütlichen Cafés einzukehren oder am Fluss entlang zu schlendern, gibt es noch die Option kleinere oder größere Schnäppchen zu erhaschen. Im Rörstrand Center gibt es mehrere Outlets: so lassen sich im Bereich Design und Porzellan (bspw. bei Iittala) schöne Mitbringsel finden oder auch Kulinarisches bei Delicato. Es gibt dort aber auch Cafès, das Rörstrand Museum und einige Kunstgeschäfte, sodass sich ein Besuch in jedem Fall lohnt.

Doch nochmal kurz zurück zum Campingplatz: Nicht nur, dass man am See direkten Zugang zu einer schönen Badebucht hat, nein – man hat als Campinggast auch im angrenzenden Freibad kostenlosen Eintritt. Und so kam es, dass wir an einem Tag ein paar Bahnen geschwommen sind und uns danach auf der großen Wiese von den Sonnenstrahlen haben das Gesicht kitzeln lassen. Für alle Sportbegeisterten liegt in unmittelbarer Nähe und auch direkt am See ein kleines frei zugängliches „Outdoor-Fitnessstudio“ mit Geräten, die mithilfe des eigenen Körpergewichts funktionieren. Als Joggingroute ist der Weg am See entlang nur bedingt zu empfehlen, da er einfach zu kurz ist und man sich schnell mitten in der Stadt wiederfindet. Im nahe gelegenen Råda hingegen gibt es mehrere Routen unterschiedlicher Länge, die sich durch den Wald und dortige Lichtungen (mit teils schönem Panoramablick auf den Vänern) schlängeln. Das haben wir getestet und für echt schön befunden. Allerdings geht es hier schon etwas auf und ab 🙂 darauf sollte man sich einstellen.

Wenn man in Lidköping ist, gibt es ein Ausflugsziel, dass man auf gar keinen Fall auslassen sollte – Schloss Läckö. Es ist einfach ein absolut märchenhafter Ort. Ein wunderschönes Schloss mit roten Türmchen vor einer grandiosen Kulisse. Auf einer Insel in den Schären des Vänern gelegen prangt das ca. 700 Jahre alte Schloss und bietet neben schönen Spazierwegen und Bootstouren auch eine super spannende Führung im Innern. Wir haben uns dieses Mal auf das Drumherum fokussiert. Denn in unserem letzten Schwedenurlaub waren wir schon mal hier, hatten die Führung mitgemacht (die wirklich sehr sehr empfehlenswert ist!!!), konnten aber draußen eigentlich gar nichts sehen, weil es ununterbrochen geregnet hatte und alles komplett grau in grau war. So haben wir nun die Kulisse in vollen Zügen genossen 🙂 Und auch das Café lädt dazu ein, etwas länger in dieser wahrhaftigen Oase zu verweilen.

Im Bereich des Berges Kinnekulle gibt es schöne Naturschutzgebiete, die es zu entdecken gilt. Wir waren bspw. besonders von Stora Stenbrottet beeindruckt. Einem Steinbruch, der vor der Kulisse eines Sees 40 Meter in die Höhe ragt. Man nennt ihn auch den „Kleinen Grand Canyon“. In der Tat ist der Vergleich gar nicht so unpassend 🙂

Generell kann man das Gebiet rund um Lidköping gut zu Fuß, zu Rad oder zu Boot entdecken. Es bietet eine bunte Mischung aus Sport und Kultur. Für uns geht die Reise allerdings bereits nach drei Tagen weiter, da wir schon mal dort waren und schon beim letzten Mal einiges gesehen haben. So machen wir uns auf die Reise nach Tived – am Fuße des Nationalparks Tiveden, der als die südlichste Wildnis Schwedens bezeichnet wird.

Ihr dürft also gespannt sein…

Homemade Iced Coffee

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Der Sommer ist endlich zurück!!! Nach über einer Woche absolutem Oktoberfeeling mitten im Juli ist es wieder Zeit, die schönen Seiten der warmen Jahreszeit in vollen Zügen zu genießen.

Ich mag den Sommer wirklich sehr. Muss aber gestehen, dass ich mit Temperaturen über 30 Grad immer etwas zu kämpfen habe. Da braucht man gute Strategien, um sich Abkühlung zu verschaffen. Eine davon liebe ich ganz besonders – selbst gemachten eisgekühlten Kaffee 🙂

Was gibt es Schöneres als sich ein schattiges Plätzchen im Freien zu suchen, sich den Wind um die Nase pusten zu lassen und einen Iced Coffee in den Händen zu halten? Mir fällt da ehrlich gesagt nicht allzu viel ein…

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich bin nur bedingt ein Freund von klassischen Eiskaffees in denen Vanilleeis Hauptbestandteil ist. Das ist mal ganz lecker, aber das sättigt meist so sehr, dass man danach das Gefühl hat, nicht mehr vor und zurück zu können. Das ist gerade, wenn es heiß ist, ein nicht so schönes Gefühl. Deshalb belohne ich mich immer mit Iced Coffee, bei dem hauptsächlich Kaffee enthalten ist 🙂

Die Zubereitung ist ebenso simpel wie einfach. Denn es braucht lediglich vier Zutaten: frisch gebrühten Espresso, etwas Zucker, einen Schluck Milch und natürlich Eiswürfel.

Für ein Glas Homemade Iced Coffee müsst ihr zuerst einen doppelten Espresso zubereiten. Hinein gebe ich dann 1,5 TL Zucker und rühre solange bis sich dieser vollständig gelöst hat.

 

Kleine Bemerkung am Rande: Ich habe immer eine Zuckerdose mit Vanille griffbereit. Gerade für solche Angelegenheiten möchte ich sie nicht mehr missen. Denn die Vanille verleiht dem Ganzen noch eine schöne, feine Note. Auch das ist ganz easy. Immer wenn ich für andere Rezepte Vanillemark verwende, gebe ich anschließend die übrig gebliebene (ausgekratzte) Vanilleschote in meine Zuckerdose, die ich regelmäßig mit frischem Zucker auffülle. Et voilà!

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Nachdem ihr den doppelten Espresso gesüßt habt, holt ihr euch nun ein schönes großes Glas aus dem Schrank und gebt zwei Eiswürfel hinein. Schüttet dann den Espresso auf die Eiswürfel. Nun ist die (am besten kühlschrankkalte) Milch an der Reihe. Ich verwende immer die 1,5 %ige, weil sie am schönsten schäumt. Hier kommt es nun darauf an, welche Küchenutensilien ihr zur Hand habt. Es gibt elektrische Milchaufschäumerkännchen, die auch kalte Milch aufschlagen, mit Batterie betriebene handlichere Lösungen oder jene, die komplett von Hand betrieben werden. Ich habe letztere Variante und bin damit super zufrieden. Für kalte Milch gibt es in meinen Augen keine bessere Möglichkeit.

Schäumt nun also die Milch in eurer bevorzugten Variante auf und gießt sie auf den Espresso. Nun noch einen langen Löffel ins Glas, umrühren und genießen.

 

Mit jedem Schluck kommt so mehr und mehr Energie zurück 🙂

Wie mögt ihr euren Sommer-Kaffee am Liebsten?

 

Schweden-Roadtrip 2017 – Teil 1

An was denkt ihr, wenn ihr Schweden hört?

Wenn man sich noch nicht so sehr mit dem Land der Elche beschäftigt hat, liegen da sicherlich IKEA, Hot Dogs, Zimtschnecken, Stockholm und Mücken ganz vorne. An all diesen Antworten ist in der Tat etwas dran 🙂 aber Schweden bietet so viel mehr. Ein bisschen hatte ich ja bereits in meinem vergangenen Beitrag „Schweden-Sehnsucht“ von unseren nordischen Nachbarn geschwärmt. Heute möchte ich euch auf den ersten Abschnitt unserer diesjährigen Schwedenrundreise mitnehmen und einige unserer Lieblingsplätze und -erlebnisse verraten. Und vielleicht habt ihr ja auch ein paar Tipps für mich? 🙂

Mit Sack und Pack ging es los

Ende Juni war es soweit – unser insgesamt dritter Schwedenurlaub hat an die Tür geklopft. In Sachen Anreise haben wir uns wieder für die Variante „Fähre“ entschieden. Anders als sonst sind wir aber dieses Mal am Abend mit dem Auto gestartet, um rechtzeitig zum Ablegen der Fähre um 3 Uhr nachts an Bord zu sein. Und ich muss sagen, das war wirklich sehr entspannt und angenehm. Wir sind kurz nach 18 Uhr aufgebrochen. Da war ein Großteil des Feierabendverkehrs bereits vorbei und somit nicht mehr ganz so viel auf den Straßen los. Und auch auf der Fähre ist es dann mit einer Schlafkabine ein sehr gechilltes Weiterreisen 🙂 Denn auf diese Weise konnten wir erstmal ein paar Stunden schlafen, bevor es dann (nach 9 Stunden Überfahrt) in Schweden noch 175 Kilometer weiter ging, bis wir unsere erste Basisstation erreicht haben: Falkenberg.

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Falkenberg

Dieses malerische, kleine Städtchen liegt an der schwedischen Westküste in der Provinz Halland. Mit seinen schnuckligen Geschäften lädt es in der Innenstadt zum Bummeln und Verweilen in Bäckereien, Cafés und Gaststätten ein.

 

Von springenden Fischen und wie Wolken ziehenden Gedanken

Doch der hauptsächliche Grund, warum wir uns so sehr in Falkenberg verliebt haben, ist der Fluss Ätran. Er ist einer der längsten Flüsse Schwedens. Was ihn für meine bessere Hälfte so besonders macht, sind die Lachse, die jedes Jahr den Ätran entlang ziehen. Zwei Tage hat er auf der dortigen Brücke verbracht und immer wieder seine Angel ausgeworfen. Leider hat er dieses Mal kein Glück gehabt. Und das obwohl sie immer wieder ganz nah an der Angel dran waren 🙂

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Ätran

Ich hingegen liebe es, dem Flussverlauf zu folgen und die Natur in vollen Zügen zu genießen. Dort wechseln sich dichte Nadelwaldabschnitte mit zahlreichen, endlos in den Himmel ragenden Birken und sanft-grünen Wiesen ab. Die vorbeiziehenden Wolken spiegeln sich wunderschön im dunklen Blau des Wassers. Die Strecke eignet sich auch ideal als Joggingroute. Wie könnte man besser seine Gedanken davonfliegen lassen, als bei einem solchen Anblick?!DSC01635neu

Wenn der Wind um die Nasenspitze pustet

Die Küste Hallands lädt allerdings auch zum Baden und ausgedehnten Spaziergängen ein. Wir waren auf dem Hansagårds Camping untergebracht – der kleineren, familiäreren Alternative des großen Campingnachbarn. Bei beiden Varianten hat man direkten Zugang zum Meer. Unser Campingplatz trennt sich lediglich durch einen Streifen aus Schilfen, Farnen und Küstenblumen vom wunderschönen, hellen Sandstrand. Direkt vor diesem Abschnitt liegt auch eine kleine Insel, die man über einen Pfad aus aufgetürmten Steinen zu Fuß erreichen kann. Ein schöner kleiner Ausflug.

Ein weiteres Highlight des Campingplatzes ist definitiv seine Kartoffelschälmaschine. Ja – ihr habt richtig gelesen. Dort steht eine Maschine, in die man seine rohen, ungeschälten Kartoffeln wirft. Mit einem Drehmechanismus ausgestattet wirbelt sie die Kartoffeln im Inneren so lange an den schmirgelpapierähnlichen Wänden entlang bis die kleinen Knollen komplett ihrer Haut entledigt sind. Ich würde euch jetzt so gerne ein Bild oder gar ein Video dieses Spektakels zeigen, aber leider hatten wir diese Aufnahmen mit einem Handy gemacht, das sich kurz danach einfach aus dem Nichts resettet hat. Die Bilder hatten wir da leider noch nicht gesichert… 😦

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Glommen

Während unseres Aufenthalts in Falkenberg war es sehr windig, sodass wir das tosende Meer nur mit etwas Abstand genießen und leider nicht in die Fluten springen konnten. Deshalb haben wir unseren Fokus zum einen auf das Spazierengehen gelegt und dabei das Fischerdorf Glommen und das in der Nähe liegende Naturreservat Morups Tånge mitsamt Leuchtturm entdeckt.

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Morups Tånge

Zum anderen haben wir einen Ausflug zum Tjolöholms Slott unternommen. Als wir das Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Schloss das erste Mal erblickt haben, schlug unser Englandherz gleich etwas höher. Das im Tudorstil erbaute und gut erhaltene Schloss steht auf einem riesigen Areal, das zu weiteren Erkundungen lockt.

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Tjolöholms Slott

Eingebettet zwischen großen Wiesen und Feldern sowie dem Meer lohnt es sich etwas mehr Zeit mitzubringen. Immer wieder kommt man vorbei an Sitzgelegenheiten, die zum Verweilen oder Picknicken einladen. An warmen Tagen sollte man auf jeden Fall Badesachen dabeihaben, da sich an den Park eine eigene Badestelle anschließt.

Aber auch der weitläufige Schlossgarten, die eigene Kirche sowie das Dorf Allmogebyn wollen erkundet werden. Das Besondere an diesem Dörfchen ist, das dort früher die Gutsarbeiter gelebt haben. Sie haben die kleinen Häuser kostenlos bewohnen dürfen. Manche kann man auch innen besichtigen, andere hingegen können als Ferienhaus gemietet werden.

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Allmogebyn

Bei so viel frischer Luft und spannenden Erlebnissen darf natürlich auch die entsprechende Stärkung nicht fehlen. Wir haben das dortige Café besucht, einen wahnsinnig guten Kaffee getrunken und dazu ein Stück Kladdkaka geschlemmt. Aber dennoch waren wir ganz traurig darüber, nicht mehr klein zu sein. Denn im Innern der großen Halle war ein Lönneberga-Dorf aufgebaut, das unser Herz höherschlagen ließ. Dort konnte man vom Michel’schen Schuppen über ein Brett in die Vorratskammer mit den vielen Würsten klettern, über Leitern in Häuser einsteigen und im See sein Angelglück versuchen (die Kinder bekamen dann klammheimlich etwas an die Angel gesteckt).dsc01786neu.jpgGanz beseelt von der Vorstellung wie es wäre selbst alles erkunden zu können und trunken von eigenen Lindgren’schen Kindheitserinnerungen, haben wir uns dann auf den Weg zurück nach Falkenberg gemacht, um uns nach vier spannenden wie erholsamen aber durchgepusteten Tagen auf den Weg zu unserer nächsten Station Lidköping zu machen.

Dazu in Kürze mehr…

Blåbärskladdkaka

DSC02465Was wäre die schwedische Backstube nur ohne ihren typischen Schokoladenkuchen Kladdkaka?

Für mich gehört es zu einem perfekten Schwedenurlaub dazu, ihn mindestens einmal zusammen mit einem guten Kaffee zur Nachmittagsstunde zu genießen. Schokolade geht einfach immer. Vor allem wenn der Kuchen dann auch noch so super schokoladig ist wie dieser 🙂

Heute wandle ich ihn für euch mit einer weiteren typisch schwedischen Zutat ab: Blaubeeren. Ich muss ja gestehen, dass ich immer, wenn ich in Schweden oder den Alpen zu Fuß unterwegs bin, zur absoluten Bremse werde, wenn ich auch nur Blaubeersträucher am Wegesrand erahne 🙂 Was regelmäßig die Nerven meiner Mit-Wandersleute strapaziert… Aber genug erzählt. Los geht’s mit dem Rezept, das ich für euch aus meinem Schweden-Urlaub mitgebracht habe.

Für einen schwedischen Schokoladen-Blaubeerkuchen benötigt ihr folgende Zutaten:

200g Butter, 375g Zucker, 4 Eier, 215g Weizenmehl, 8 EL Kakao, 300g Heidelbeeren.

Schmelzt die Butter, gebt sie in eine Schüssel und rührt dann den Zucker solange unter bis er sich komplett aufgelöst hat. Gebt nach und nach die Eier hinzu. Fügt dann Mehl und Kakao (am besten durchgesiebt) hinzu und verrührt alles zu einem gleichmäßigen Teig.

DSC02410Wascht die Heidelbeeren und zieht sie vorsichtig unter. Fettet eine Springform mit Butter, stäubt sie mit Mehl aus und gebt den Teig hinein. Verstreicht ihn zu einer glatten Maße.

Backt den Kladdkaka im vorgeheizten Ofen bei 175 Grad Umluft für 40 – 45 Minuten. Lasst ihn etwas auskühlen, bevor ihr ihn aus der Form löst.

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Aber dann heißt es: Bon Appetit! 🙂

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Kaspressknödel auf Salat

DSC02369Ganz gleich ob im Sommer nach dem Bergsteigen oder im Winter nach dem Skifahren – was gibt es Schöneres als nach einem anstrengenden Tag auf dem Berg eine wohltuende, reichhaltige Speise aus der alpenländischen Küche zu sich zu nehmen und sich damit für den kommenden Tag zu stärken? Richtig – NICHTS 🙂

Was soll ich sagen… da ich praktisch mein ganzes Urlaubsleben in Kindheits- und Jugendtagen in der Schweiz und Österreich verbracht habe, bin ich ein absoluter Fan der Alpenküche. Ob herzhaft oder süß – die wissen einfach, was der Seele gut tut.

Heute stelle ich euch mein Rezept für unvergleichlich leckere Kaspressknödel vor. Ich serviere sie in den Sommermonaten am liebsten mit einem frischen, knackigen Salatteller. Im Winter machen sie die klare Rindersuppe (oder wie man auch sagt „Rindssuppe“) zum absoluten Hit.

Für vier hungrige Bergsteiger (oder Skihasen) benötigt ihr:

600 g helles Brot (oder alternativ Brötchen/Toastbrot) vom Vortag, 6 Eier, 150 g Quark, 1 Bund frische Petersilie (am besten glatt), Salz, Pfeffer, gem. Muskatnuss, 150 g Butter, 1 Zwiebel, 150 ml Milch, 100 g geriebenen Emmentaler, 200 g würzigen Bergkäse, Butter zum Braten.

Schneidet das altbackene Brot bzw. die Brötchen in kleine Würfel und gebt sie in eine große Schüssel. Schlagt die Eier auf und gebt sie ganz zu den Brotwürfeln. Fügt auch den Quark und die gehackte Petersilie hinzu und würzt das Ganze mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss.

Gebt die Butter in die Pfanne und schmelzt sie langsam. Fügt dann die in feine Würfel geschnittene Zwiebel hinzu und schwitzt sie an. Löscht das Ganze anschließend mit der Milch ab. Lasst es noch kurz etwas köcheln und schaltet die Herdplatte dann aus. Lasst die Ei-Milch-Masse etwas abkühlen und gebt sie über die Brotmasse. Verknetet das Ganze zu einer homogenen Masse.

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Und jetzt kommt der Geheimtipp! Stellt die Schüssel mit der Masse am besten über Nacht in den Kühlschrank und verarbeitet sie erst am nächsten Tag zu kleinen Knödeln. Das Ganze kann dann richtig toll durchziehen und die Knödel werden viel saftiger und fluffiger sein. Falls ihr euch nicht bis zum nächsten Tag gedulden könnt, könnt ihr sie natürlich auch direkt in die Pfanne werfen 🙂 Sie schmecken natürlich auch so gut, aber sie die Nacht stehen zu lassen, macht den kleinen aber feinen Unterschied aus.

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Nehmt nach und nach eine Handvoll Knödelmasse aus der Schüssel und formt sie zu Kugeln. Drückt sie dann vorsichtig etwas platt, sodass kleine runde Plätzchen entstehen. Verfahrt so mit dem restlichen Teig. Lasst die Butter in der Pfanne schmelzen und gebt dann die Knödel hinzu. Bratet sie am besten nicht zu scharf und schnell an, denn ihr wollt ja auch, dass sie innen durchgebackenen sind. Lieber etwas Temperatur herunter nehmen. Wendet sie regelmäßig bis sie eine goldbraune Farbe haben. Ich decke die Pfanne zwischendurch immer mit einem Deckel ab, damit sie auch im Kern gut durch werden und schön heiß sind.

Genießt die Knödel dann mit einem bunten Salatteller eurer Wahl.

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Bon appetit! 

Kennt ihr das auch? Es gibt bestimmte Gerichte, die man einfach unweigerlich mit Urlaub verbindet. Wenn man genüsslich hineinbeißt und die Augen schließt, hat man die gesamte Urlaubskulisse vor Augen. Ja man kann förmlich die Landschaft mit ihrem ganz eigenen Duft in der Nase wahrnehmen und spürt sogar, wie die Sonne sanft das Gesicht kitzelt… haaaach…

Mir geht es defintiv immer so, wenn Kaspressknödel vor mir auf dem Teller liegen. Zack… und ich bin am Hintersteiner See.

Bei welchen Leckereien verspürt ihr das größte Fernweh?

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Lieblingsorte: Hintersteiner See, Österreich

Ihr seid auf der Suche nach einem Ort voller Magie und ganz viel Ruhe? Dann könnte der Hintersteiner See euch genauso begeistern wie mich.

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Blick auf den Hintersteiner See

Diese traumhafte Bergeseekulisse par excellence befindet sich im Gebiet Wilder Kaiser auf einer Höhe von 883 m. Er ist 56 ha groß und bis zu 36 m tief. Türkisblaues, glasklares Wasser, das auf der einen Seite von hohen Bäumen eingerahmt wird und auf der anderen Seite in sanft-hügelige grüne Wiesen übergeht. Im Herbst 2014 haben wir dort eine ganze Woche verbracht. Direkt am See gibt es neben einem Berggasthof, einer Gaststätte und einer Handvoll Ferienwohnungen nur die unendliche Weite der Natur. Gerade in den frühen Morgenstunden oder ab dem späten Nachmittag lassen sich die absolute Ruhe und die kühle Bergluft in vollen Zügen genießen.

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Blick auf die Wiesenseite des Sees

Tagsüber lockt der See einige Tagestouristen an. Denn für Spaziergänger und Wanderer hat der See einiges zu bieten. So bietet es sich an den See zu Fuß zu umrunden. Auf der Wiesenseite führt eine relativ ebene geteerte Straße entlang, an deren beiden Enden die Möglichkeit besteht, sich in den beiden Gasthäusern zu stärken. Auf der Waldseite führt der Rundweg weiter. Dann allerdings (stellenweise) nicht mehr ganz so flach. Hier empfiehlt es sich auch, etwas festeres Schuhwerk anzuziehen, geht der geteerte Weg doch in einen Waldweg über. Während der Umrundung bieten sich tolle, abwechslungsreiche Aussichtspunkte auf den See, die sich in jedem Fall lohnen.

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Walleralm

Soll die Strecke etwas länger und anspruchsvoller sein, bieten sich diverse Wanderrouten an, die direkt am See beginnen. Wir haben einige der Optionen getestet und waren von allen begeistert. Alle Strecken hatten ihren ganz eigenen Charme und haben uns verschiedene tolle Gipfel- und Seeblicke beschert.

Auf den meisten Routen finden sich einzelne bewirtschaftete Hütten, die zur Einkehr einladen. Das Schöne daran ist, dass sie (weil nur zu Fuß erreichbar) nicht ganz so überlaufen sind. Hier muss man sich eben ohne technische Unterstützung auf den Berg schaffen 🙂 Das ist, wie ich finde, die charmanteste und schönste Art und Weise, in den Alpen unterwegs zu sein. Und dann schmeckt die Brotzeit mit Käse von der Alm und einem kühlen Getränk gleich doppelt so gut.

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Blick auf den Wilden Kaiser

Es lohnt sich auf jeden Fall auch einen Blick in den Veranstaltungskalender des Wilden Kaisers zu werfen. Als wir dort waren, war an einem Tag auf einer Berghütte ein Fest mit Livemusik und tollen kulinarischen Schmankerln wie Hirschgulasch & Co. Yummy…!!!

Egal ob Tagesausflug oder längerer Aufenthalt, der Hintersteiner See und auch seine Umgebung mit den Orten Söll, Scheffau, Ellmau und Going haben einiges für Wanderliebhaber und Familien zu bieten. Die Ortschaften laden zum Bummeln und nett essen gehen ein. Die Seen der Region zum Abkühlen an heißen Tagen (u.a. im Hintersteiner See selbst, aber VORSICHT, man muss Baden im „kühlen“ Wasser mögen :)). Und wenn sich der Tag langsam dem Ende entgegen neigt, man die Anstrengung noch in den Beinen merkt, was gibt es da Besseres als der Seele etwas Gutes zu tun und zum Beispiel hausgemachte Kasspatzen, knusprige Gröstl oder Kaspressknödel zu genießen.

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Unterhalb der Gaudeamushütte

In diesem Jahr ist es soweit. Wir werden im Spätsommer eine Woche an diesem himmlischen Ort verbringen. Nachdem ich diese Zeilen geschrieben habe, freue ich mich nun noch mehr darauf, bald wieder die frische Bergluft einzuatmen und die warmen Sonnenstrahlen auf mir zu spüren, während meine Füße in den Wanderschuhen stecken und gen Gipfel unterwegs sind.

Allen, die sich auch in der Winterzeit, nach dem eindrucksvollen Kaiser-Gebirgsmassiv und den tollen Ausblicken im sommerlichen Gewand sehnen, kann ich nur empfehlen einmal in der Woche zur Primetime die Öffentlich-rechtlichen einzuschalten. Denn dort erlebt Dr. Martin Gruber vor dieser einzigartigen Kulisse viele Abenteuer zwischen Spannung und Herzschmerz 🙂 Ja, hiermit bekenne ich mich öffentlich dazu, dass ich  Bergdoktor-Fan bin 🙂 🙂 🙂

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Der Hintersteiner See von oben

Hej hej!

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In den vergangenen Wochen war es etwas ruhig um mich. Aber nun melde ich mich aus unserem traumhaften Schwedenurlaub zurück – mit ganz vielen kulinarischen Inspirationen im Gepäck, die ich dort gesammelt habe. Und natürlich werde ich euch auch ein paar lohnende Tipps für euren nächsten Schwedentrip verraten. Doch bevor es damit so richtig losgeht, brauche ich noch etwas Zeit, die vielen tollen Sachen Revue passieren zu lassen. Aber spätestens am Wochenende werfe ich wieder den Backofen an… versprochen 🙂

Damit ihr auch in den kommenden Tagen bereits von eurem nächsten Urlaub träumen könnt, überbrücken wir die Zeit mit der nächsten Station auf meiner Lieblingsorte-Reise.

Seid gespannt… In Kürze erfahrt ihr mehr!

Liebe Grüße, Nadine

Rote-Beete-Carpaccio mit Parmesan, karamellisierten Walnüssen und Rucola

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Sommerzeit ist Grillzeit. Ein leckeres Stück Fleisch vom Grill ist was Feines. Aber was wäre das tollste Steak ohne eine atemberaubende Beilage? Richtig – nichts!

Deshalb zeige ich euch heute eine meiner liebsten und einfachsten Beilagen.

Für 4 Personen benötigt ihr:

1 Packung fertig gegarte Rote Beete, Kürbiskernöl, dunkle Balsamico Crema, 75g frisch gehobelten Parmesan, etwas frischen Rucola, 100g Walnüsse, 3 EL flüssigen Honig, Salz, Pfeffer

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Holt die fertig gegarte Rote Beete aus der Vakuumverpackung und schneidet die Knollen in feine Scheiben. Richtet diese fächerartig auf einer großen Platte oder einem Teller an.

Beträufelt die Rote Beete mit dem Kürbiskernöl und der Balsamicocreme. Würzt das Ganze mit Salz und Pfeffer.

Parmesan schmeckt am besten, wenn man ihn ganz frisch hobelt. Deshalb habe ich in meinem Kühlschrank immer ein ganzes Stück davon vorrätig. Verteilt den Käse auf der Roten Bete.

Gebt die geschälten Walnüsse in eine kleine Schüssel und träufelt den Honig darauf. Vermengt das Ganze und gebt es auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Röstet die Walnüsse nun auf 175 Grad bis sich in eurer Küche der traumhafte Duft von Karamell verbreitet. Das wird ca. 5-7 Minuten dauern. Lasst sie noch etwas auskühlen bevor ihr sie dann auf der Roten Beete verteilt. Zum Schluss verleiht ihr dem Teller noch etwas Grün, indem ihr den frischen Rucola darauf streut.

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Reicht nach Belieben etwas frisches, noch lauwarmes Ciabatta dazu, um das tolle Dressing restlos vom Teller genießen zu können 🙂

Bon appetit!

Zitronen-Skyr-Palatschinken mit frischen Himbeeren

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Da meine „Lieblingsort-Liebe“ bekanntlich auch durch den Magen geht, präsentiere ich euch heute eine sommerlich-erfrischende Variante der kroatischen Palatschinken und bringe etwas Abwechslung auf den Teller. Statt Marmelade oder Schokocreme (wie sie ganz klassisch gereicht werden) verleihe ich ihnen eine Füllung mit cremigem Zitronen-Skyr und frischen Himbeeren als Topping. Das schmeckt nach *Sommer*Sonne*Kroatien* pur. Und superschnell zubereitet sind die kleinen Röllchen  obendrein.

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Für 4 Portionen benötigt ihr:

100g Mehl, 1 Prise Salz, 3 Eier, 125ml Milch, etwas Butter, 300g Skyr, 3 TL Lemon Curd, etwas weiße Schokolade, 250g Himbeeren, etwas Milch

Mehl, Salz, Eier und Milch zu einem Teig verrühren. Eine Pfanne (am besten funktioniert es mit einer Crepe-Pfanne) mit einem Stich Butter erhitzen. Teig in die Pfanne geben, sodass diese hauchdünn bedeckt ist. Nun von einer Seite backen, bis ihr seht, dass der Teig nahezu durchgebacken ist. Mit einem großen Pfannenwender den Palatschinken drehen und noch kurz backen bis er schön goldbraun ist.

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Den Skyr mit dem Lemon Curd verrühren. Auf dem fertig gebackenen Palatschinken etwas vom Zitronenskyr verstreichen.

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Nach Belieben weiße Schokolade darauf hobeln. Den Palatschinken aufwickeln.

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Um etwas Zitronensoße zum Dekorieren herzustellen, nehmt ihr noch etwas Skyr und verrührt ihn mit einem kleinen Schluck Milch. Träufelt etwas von der Soße auf den gerollten Palatschinken und raspelt erneut etwas weiße Schokolade darauf. Verziert den Teller nun noch mit frischen Himbeeren oder Obst eurer Wahl.

Verfahrt mit den restlichen Zutaten genauso. Aus dem Rezept erhaltet ihr je nach Größe eurer Pfanne ca. 4 Palatschinken.

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Und jetzt heißt es: ein Stück abschneiden, genüsslich in den Mund schieben, Augen schließen und von der Insel Hvar träumen… 🙂

Bon appetit!

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Lieblingsorte: Insel Hvar, Kroatien

Im vergangenen Jahr waren wir für insgesamt zwei Wochen in Kroatien unterwegs – eine davon haben wir auf der wunderschönen Insel Hvar verbracht.

Hvar liegt etwas unterhalb von Split vor der dalmatinischen Küste in der Adria. Sie ist circa 67 km lang und damit die längste der kroatischen Inseln. Man erreicht sie mit der Fähre von Split oder Drvenik aus.

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Blick von der Fähre auf das Festland

Auf dem Hinweg haben wir die Fähre von Drvenik genommen. Sie war ungefähr 35 Minuten unterwegs. In Sucuraj angekommen, haben wir uns mit dem Auto auf dem schmalsten Teil der Insel gen Norden geschlängelt. Für Angsthasen ist die Strecke nicht zu empfehlen. Schmale Straßen, die nach rechts und links teilweise steil abfallen. Tiefe Straßengräben. Nur wenig Zivilisation. Also unbedingt vor der Überfahrt Auto nochmals volltanken 🙂 Doch die atemberaubenden Ausblicke entschädigen für alles. Leider waren auch wir so sehr auf die Straße konzentriert, dass wir in diesem Abschnitt keine Bilder gemacht haben. Das werden wir beim nächsten Mal auf jeden Fall nachholen!!!

Für unseren Aufenthalt hatten wir uns in der Nähe von Vrboska eine Ferienwohnung gemietet. Nur wenige (dafür aber steile) Treppenstufen haben uns von der traumhaften Bucht getrennt, in der wir tagtäglich einen Teil unserer Zeit verbrachten. Türkisblaues, klares Wasser. Kaum eine Menschenseele. So lässt es sich aushalten.

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Beim Gedanken an das Bummeln durch die malerischen Küstenstädtchen Vrboska und Jelsa wird mein Herz ganz leicht. Beide bieten eine wunderschöne Kulisse, schnucklige Cafés und Bars, nette Restaurants und kleine Läden, die vor allem auf kroatischen Wein, vielfältige Lavendelerzeugnisse, Honig, Backwaren und den Marmor von der Insel Brac ausgerichtet sind. Ganz ohne touristische Produkte kommt man aber auch dort nicht aus. Allerdings ist es nicht über-touristisch, was wir sehr angenehm fanden. Vrboska und Jelsa bieten vor allem am Morgen auch sehr nette, kleine Marktstände, bei denen man unter anderem frische Weintrauben, Feigen und Granatäpfel kaufen kann, die allesamt von der Insel selbst stammen. Ich sage euch, ein wahrer Traum für eine solche Feigenliebhaberin wie mich 🙂

Die beiden Städtchen eignen sich auch ideal, um zwischen ihnen einen Spaziergang hin und her zu machen. Es führt eine geteerte, aber ruhige Straße direkt an der Küste entlang, die auch bei größerer Hitze aufgrund der überschaubaren Distanz und der Säumung von etwas schattenspendenden Bäumen, gut zu bewältigen ist.

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Zwischen Vrboska und Jelsa unterwegs

Aber auch die ausgewiesenen Fahrrad- und Wanderwege um die beiden Städte herum, solltet ihr in jedem Fall ausprobieren. Man wandelt vorbei an tausenden Olivenbäumen über befestigte, aber naturbelassene Wege. Als wir im September da waren, hatten wir angenehme 25 Grad. Aber auch bei solch angenehmen Temperaturen kommt man in der prallen Sonne ordentlich ins Schwitzen. Wenn man dann an einem Schild „Homemade fresh Lemonade“ vorbeikommt, vermutet man zuerst eine Fatamorgana. Aber nein – wenn man durch das Tor auf das Feldgrundstück tritt, wird man von drei super netten Aussteigern begrüßt, die einem prompt erzählen, wie sie dort gelandet sind und wie sie dort die meiste Zeit des Jahres verbringen. Da wird man glatt ein bisschen neidisch 🙂

Sehr schön und etwas größer als die beiden anderen Städte ist Stari Grad. Auch hier wartet ein schöner Hafen mit vielen kleinen Läden in bunten Häusern und regem Marktgeschehen darauf, von den Besuchern entdeckt zu werden. Hier liegen zudem einige größere Schiffe vor Anker, die man bestaunen kann.

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Stari Grad

Die Hauptstadt der Insel heißt wie sie selbst: Hvar. Sie ist die größte der dortigen Städte. Leider allerdings auch die touristischste. An sich ganz schön, aber selbst Mitte September sehr überlaufen, da hier viele Schiffe anlegen, die (vor allem) Tagestouristen ankarren. Zudem ist die Stadt (für meinen Geschmack) zu (Möchtegern-) snobbish. Da scheiden sich sicherlich die Geister. Aber mir war das einfach etwas too much. Gesehen haben sollte man sie aber trotzdem. Hier lohnt es sich vor allem, einfach mal an der langen Hafenstraße entlang zu schlendern und das Treiben an den Strandbuchten und auf den Schiffen zu beobachten.

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Stadt Hvar

Kulinarisch hat die Insel (wie bereits erwähnt) einiges zu bieten. Viele tolle, frische Früchte, die einfach ganz anders schmecken als aus deutschen Supermärkten 🙂 In den Restaurants stehen vor allem die typischen kroatischen Fleischgerichte auf der Karte. Deftig heißt hier die Devise. Aber auch unterschiedliche Fisch-Variationen werden angeboten. Für Süßmäuler gibt es (und das gilt eigentlich für ganz Kroatien) im Grunde nur eine Wahl: Palatschinken. Die hauchdünnen Pfannkuchen werden meist mit Marmelade oder Schokoladencreme und einem großen Berg Schlagsahne serviert.

Für Weinliebhaber empfiehlt sich ein Besuch mit Weinprobe des Weinguts Tomic in Jelsa. Ihr solltet aber auf jeden Fall auch beim Bummeln die Augen offen halten. In Jelsa sind wir in einer Garage bei einem alten Mann auf richtig gute Tropfen gestoßen. Hier konnten wir alles probieren. Unsere Wahl wurde dann in Plastikflaschen namhafter Wasserhersteller abgefüllt 🙂 Also direkt vom kleinen Erzeuger. Für uns hatte das enorm viel Charme und der nette Mann hat sich über unsere Abnahme und unser Interesse – begleitet von der Kommunikation mit Händen und Füßen – sehr gefreut. Es ist also auf jeden Fall für jeden Geschmack was dabei.

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Auf der Rückreise haben wir die Fähre von Stari Grad nach Split gewählt, die etwas länger unterwegs ist. Der Weg führt vorbei an anderen Inseln, sodass die Strecke auch nochmal was fürs Auge zu bieten hat. Das ist besonders wichtig, da wir wirklich schweren Herzens von diesem traumhaften Fleckchen Erde Richtung Heimat aufgebrochen sind.

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Die Rückfahrt

Wir haben uns geschworen, auf jeden Fall zurück zu kommen, so sehr hat uns die Insel in ihren Bann gezogen.