Supersaftiger Kürbis-Nuss-Kuchen mit Orangen-Frosting

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Egal ob als Stärkung nach einem schönen Herbstspaziergang oder um Leib und Seele an tristen, nassen und einfach ungemütlichen Tagen etwas Gutes zu tun: Ein schönes Stück Kuchen und dazu eine Tasse Kaffee oder Tee bewirken doch immer wahre Wunder. Und warum in diesen Tagen nicht auf die klassischen Herbstzutaten schlechthin zurückgreifen und daraus einen supersaftigen und fluffigen Kuchen zaubern? Bei mir steht heute alles im Zeichen von Kürbis und Nuss. Es gibt so viele tolle Varianten diese beiden Zutaten zu kombinieren. Eine davon habe ich für euch vorbereitet. Einen ganz leicht zubereiteten Rührkuchen mit Haselnüssen und Hokkaido und einem Hauch Orange.

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Für einen Kuchen mit Durchmesser von 26 cm benötigt ihr:

7 Eigelbe, 300 g Zucker, 1 Prise Salz, 1 Prise Zimt, 1 Prise gemahlene Nelken, 2 EL Nusslikör, 200 g geriebenen Hokkaidokürbis, 240 g gemahlene Haselnüsse, 50 g Paniermehl, 50 g Mehl, 1 TL Backpulver, 5 Eiweiße

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Schlagt die Eigelbe mit 200 g Zucker, Salz, Zimt, Nelken und dem Likör schaumig. Gebt dann den geriebenen Kürbis, die Nüsse, das Paniermehl und das Mehl gemeinsam mit dem Backpulver hinzu und rührt alles unter. Die Eiweiße mit 100 g Zucker steifschlagen und unter den restlichen Teig heben.

Eine Springform mit Butter fetten und Paniermehl ausstäuben. Den Teig einfüllen und glatt streichen. Den Kuchen auf mittlerer Schiene backen und gegen Ende mit der Stäbchenprobe schauen, ob er bereits durchgebacken ist. Die Form auf einen Rost stellen und den Kuchen auskühlen lassen, bevor ihr ihn aus der Form löst.

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Für das Frosting benötigt ihr:

200 g Creme fraiche, 1 EL frisch gepressten Orangensaft, 1 TL Zucker

Die Zutaten miteinander verrühren und gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen.

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TIPP: Am besten schmeckt der Kuchen, wenn ihr ihn bereits einen Tag, bevor ihn essen möchtet, zubereitet. Denn dann kann er richtig gut durchziehen.

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Lasst es euch schmecken! Bon Appetit!

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Von buntem Laub und wärmenden Sonnenstrahlen

DSC03309Vor Kurzem hatte ich noch darüber geschrieben, dass der Herbst schon laut an unsere Türen klopft. Hatte gehuldigt, was ich so sehr an ihm liebe. Und schwupps… ist er in vollem Gange.

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Die tief stehende Sonne taucht in diesen Tagen alles in diese ganz besonderen warmen, leuchtenden Goldtöne. Dazu dieser strahlendblaue Himmel. Es ist einfach ein Traum…

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Dieses Wetter lädt zu Spaziergängen durch das knirschende Laub ein, das durch die Lüfte tanzt und irgendwann zu Boden fällt, bevor es wieder erneut vom Wind erfasst und weiter gewirbelt wird.

Wenn dann zuhause noch ein leckeres Stück frisch gebackenen Kuchens und eine Tasse Kaffee auf einen warten, kann das Leben eigentlich gar nicht schöner sein.

Deshalb möchte ich heute auch gar nicht mehr Worte verlieren, sondern einfach die Herbstimpressionen aus diesen Tagen für sich sprechen lassen.

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Genießt die Zeit und lasst es euch gut gehen!

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Birnen-Fenchel-Törtchen mit karamellisierten Rosmarin-Walnüssen

DSC02634Momentan zeigt sich der Herbst von seiner schönsten Seite: angenehme Temperaturen, viele Sonnenstrahlen und kunterbunt-leuchtendes Laub.

Doch abends ist es inzwischen schon recht früh dunkel und drinnen in den eigenen vier Wänden wird es zunehmend kühl, sodass die Seele etwas braucht, was sie streichelt und wärmt.

Einen solch kleinen, aber feinen Seelenstreichler habe ich heute für euch im Gepäck: Birnen-Fenchel-Törtchen mit karamellisierten Rosmarin-Walnüssen. Also ganz viele Zutaten, die der Herbst uns momentan beschert.

Für 12 Törtchen benötigt ihr:

150 g Mehl, 75 g kalte Butter, 1/2 TL Salz, 1 Ei, 1 EL Wasser, 1 kleine Fenchelknolle (oder alternativ eine halbe), 1 EL Olivenöl, Salz, 1 Birne, 1 Ei, 125 g Creme fraiche, 1/2 EL Speisestärke, 75 g Gorgonzola, etwas frisch gemahlenen Pfeffer, 1 Zweig Rosmarin, 40 g Zucker, 50 g Walnusskerne

Knetet aus dem Mehl, der Butter, dem Salz, dem Ei und dem Wasser einen Mürbeteig. Wickelt die fertige Kugel in Frischhaltefolie und legt sie für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank. In der Zwischenzeit kümmert ihr euch um die Füllung.

Halbiert den Fenchel, entfernt den Strunk und schneidet ihn dann in feine Streifen. Erhitzt das Olivenöl in einer Pfanne und gebt den Fenchel hinein. Dünstet ihn dann ca. 5 Minuten bis er eine schöne goldene Farbe bekommt. Würzt ihn mit etwas Salz und Pfeffer.

Schält die Birne, viertelt sie und entfernt das Kerngehäuse. Schneidet sie dann in feine Streifen. Gebt sie zu dem Fenchel.

Verquierlt anschließend das Ei mit der Creme fraiche und dem Gorgonzola.

Heizt den Backofen auf 160 Grad Umluft vor und holt den Teig aus dem Kühlschrank.

Fettet eure Muffinförmchen und stäubt sie mit Mehl aus oder gebt kleine Papierförmchen in die Backformen. Teilt den Teig in gleichgroße 12 Portionen. Formt dann mit den Händen kleine Kugeln daraus und drückt sie anschließend platt. Gebt die Teigböden in die Formen und drückt sie hinein, sodass sie die Form komplett ausfüllen. Es sollte kein Teig über die Form hinausragen.

Verteilt nun die Fenchel-Birnen-Masse gleichmäßig in die Teigmulden und gebt die Ei-Käse-Masse darüber.

Backt die Törtchen nun ca. 10 Minuten bis sie schön goldbraun geworden sind.

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In der Zwischenzeit gebt ihr den Zucker in eine Pfanne und lasst ihn langsam karamellisieren. Zupft die Nadeln des Rosmarins ab und gebt sie gemeinsam mit den grob gehackten Walnüssen in das Karamell. Verrührt die Zutaten, sodass alle Nüsse gleichmßig mit dem Rosmarin-Karamell überzogen sind.

Holt die Törtchen aus dem Ofen und verziert sie mit den Walnüssen.

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Sie schmecken sowohl warm als auch kalt hervorragend. Ich mag sie aber am liebsten, wenn sie lauwarm sind.

Ich verspreche euch, der betörende Duft und auch der Anblick dieser kleinen Kerlchen werden euch einfach umhauen 🙂

Bon appetit!

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Herbstliebe

Habt ihr auch das Gefühl, dass der Sommer nur so an uns vorbei geflogen ist? Wo ist bloß die ganze Zeit geblieben? Jetzt klopft der Herbst bereits laut an unsere Türen.

Aber wisst ihr was? Ich liebe diese ersten Tage, in denen sich der Herbst ankündigt, sehr. Wenn morgens, sobald man die Fenster öffnet, diese wunderbar kühle, frische Luft hineinströmt und einen wach küsst. Ich finde ja auch, dass man den Herbst riechen kann. Jedes Jahr warte ich aufs Neue auf diesen einen Tag, wenn es morgens nach Herbst riecht. Dann schließe ich meist die Augen und atme ganz bewusst und tief diesen tollen Duft ein. Kennt ihr ihn auch? Ich habe noch nie versucht ihn in Worte zu fassen, aber ich denke für mich riecht er nach Kühle, aber trotzdem nach Sonne. Nach Tau und Stille. Aber auch nach quierligem Marktgeschehen.

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Vielleicht ahnt ihr es bereits. Ich bin ein richtiges Herbstkind. Möglicherweise liegt das daran, dass ich im Herbst geboren bin. Wer weiß… Viele meiner Bekannten und Freunde sind sehr melancholisch und traurig, wenn der Sommer sein Gehen ankündigt. Sie mögen den Herbst nicht. Aber mal ehrlich – wie kann man den Herbst nicht mögen? So viele bunte Farben. So viele kulinarischen Genüsse. Für mich bringt der Herbst eine ganz besondere Stimmung mit sich. Alles wird etwas ruhiger und gelassener. Und gemütlicher.

 

Für mich ist Herbst, wenn…

  • die Sonne in ihren betörendsten Goldtönen durch das bunte Herbstlaub blitzt.
  • es wieder Spaß macht, sich in der Bettdecke einzukuscheln.
  • man sich so richtig auf eine Tasse dampfenden Tees freut, die man fest mit den Händen umklammert, um die gesamte Wärme aufzusaugen.
  • ich überall bunte Kürbisse platzieren kann.
  • man langsam wieder die Holzvorräte aufstocken muss.
  • es in der Küche wieder etwas deftiger und gehaltvoller zugehen kann.
  • meine Herbstpflanzen ihr schönstes Gesicht zeigen.
  • der Nebel morgens so mystisch über die Felder wabert.
  • die Schokolade wieder besser schmeckt, weil ihre Temperatur nicht mehr kurz vorm Davonfließen ist.
  • der Gedanke an einen Sauna-Abend dir ein Lächeln ins Gesicht zaubert.
  • es sich wieder gut anfühlt, sich in lange Klamotten zu hüllen und die Vorfreude auf die gefütterten Winterstiefel und den Lieblingskuschelpulli steigt.

 

Und natürlich auch, wenn man sich die ersten Gedanken über die Weihnachtszeit und den Winterurlaub macht 🙂

Auf was freut ihr euch am meisten, wenn es Herbst wird?

 

 

Extracremige Cheddar-Mais-Fusilli

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Wenn der Sommer eine Pause macht, kühle Temperaturen und tristes Wetter Einzug halten, dann braucht die Seele etwas, das sie streichelt. In mir erwacht in solchen Momenten immer die Lust auf ein typisches Herbst-/Winter-Essen. Geht euch das auch so?

Schöne gehaltvolle Käsenudeln kann man natürlich auch im Sommer essen, aber nur wenn es draußen grau und ungemütlich ist, schmecken sie so unvergleichlich gut wie sie es in diesen Tagen tun.

Für 2-3 Portionen der extracremigen Cheddar-Fusilli benötigt ihr:

250 g Fusilli (oder andere Nudeln), 25 g Butter, 400 ml Milch, 75 g geraspelten Cheddar, 1/2 TL Senf, 1 Dose Mais, 50 g Paniermehl, 25 g geraspelten Cheddar.

Kocht die Fusilli nach Packungsanleitung bis sie al dente sind. Gebt die Butter in eine Pfanne und lasst sie langsam schmelzen. Rührt dann das Mehl unter und gebt nach und nach die Milch unter Rühren hinzu. Lasst die Soße solange köcheln bis sie eingedickt ist. Reduziert die Hitze, fügt die 75 g Cheddar sowie den Senf hinzu. Rührt das Ganze immer wieder um bis der Käse komplett geschmolzen ist. Gießt den Mais aus der Dose in ein Sieb und lasst die Flüssigkeit auf diese Weise abtropfen. Gebt ihn anschließend in die Käsesoße und fügt auch die fertig gekochten und abgegossenen Nudeln hinzu.

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Hebt die Fusilli vorsichtig unter und füllt sie dann in eine oder mehrere ofenfeste Formen. Vermischt das Paniermehl mit dem restlichen Cheddar und verteilt dieses Topping gleichmäßig auf den Nudeln. Schiebt die Form in den Backofen und lasst sie solange mit der Grillfunktion drin bis die Oberfläche goldbraun und knusprig ist.

Bon appetit!

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Lasst es euch schmecken und träumt schon mal etwas vom nahenden Herbst. Vergegenwärtigt euch einmal die schönen Seiten dieser Jahreszeit und freut euch darauf. Dann fühlt sich die Sommerpause gleich nur noch halb so schlimm an.