Hausgemachte schokolierte Elisen-Lebkuchen

DSC04044Winterzeit ist Lebkuchenzeit! Zumindest bei mir. Denn ich bin ein regelrechtes Lebkuchenmonster 🙂 Es gibt übers Jahr hinweg zwei süße Warengruppen, die meine all-time-favorites sind: Eis und eben Lebkuchen. Und zwar in allen erdenklichen Variationen. Nur, dass ich sie bisher immer ausschließlich gekauft habe. Ich hatte zwar auch schon mal probiert, welche selbst zu machen, war dann aber vom Ergebnis ziemlich enttäuscht. Aber in diesem Jahr hat mich erneut der Ehrgeiz gepackt und so habe ich mich an eine neue Rezeptidee gewagt. Und siehe da – sie sind einfach himmlisch geworden. In der ersten Testphase hatte ich noch nicht die perfekte Mischung an Gewürzen gefunden, aber die zweite Runde ist nun richtig richtig gut geworden. Und dann auch noch so einfach. Und – jetzt kommt mit das Wichtigste – ganz ohne Mehl. Nur mit ganz vielen Nüssen, Gewürzen und natürlich ganz viel Liebe und Schokolade.

Da möchte ich euch gar nicht länger auf die Folter spannen. Los geht’s…

Für ca. 15 Elisen-Lebkuchen mit einem Durchmesser von 70 mm benötigt ihr:

Backoblaten (70mm), 2 Eier, 150 g brauner Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 200 g gemahlene Mandeln, 150 g gemahlene Haselnüsse, 1 Msp. gemahlene Nelken, 1/2 TL Hirschhornsalz, 1/2 Fläschchen Romaroma, abgeriebene Schale einer Zitrone, 100 g Zitronat, 250 g Kuvertüre, 1 TL Kokosfett

Schlagt die Eier mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig. Gebt dann das Rumaroma, die Gewürze und die Mandeln unter. Hackt das Zitronat bis es ganz feine kleine Würfelchen sind. Gebt es dann zu der Eimasse hinzu und verrührt alles. Gebt dann die Haselnüsse hinzu, sodass eine streichfähige Masse entsteht. Ggf. müsst ihr je nach Konsistenz noch ein bisschen mehr Haselnüsse hinzugeben. Formt aus dem Teig kleine Kugel von ca. 2 EL Masse. Setzt diese auf die Oblaten und drückt sie vorsichtig auseinander. Es sollte noch ein kleiner Oblatenrand herausschauen.

DSC04028

Heizt den Backofen auf 150 Grad Ober- und Unterhitze vor. Backt die Lebkuchen auf mittlerer Schiene ca. 30-35 Minuten.

DSC04034Lasst sie auskühlen und schmelzt die Kuvertüre im Wasserbad. Gebt das Kokosfett hinzu, damit die Schokolade später schön glänzt. Bestreicht oder tunkt die Lebkuchen in die flüssige Schokolade und lasst sie erneut auskühlen.

DSC04041

Bon appetit!

Das Tolle an diesen Elisen ist, dass sie sofort richtig gut schmecken. Man muss sie also nicht noch wochenlang liegen und ziehen lassen. Allerdings ist man auch nicht gezwungen sie ganz schnell zu vertilgen, denn der Test über mehrere Wochen zeigte, dass sie nicht an Geschmack einbüßen. Also falls ihr euch zügeln könnt, habt ihr eine ganze Zeit lang etwas von eurem Backeinsatz.

DSC04042

Ich wünsche euch einen schönen dritten Advent!

Liebe Grüße, Nadine

DSC04018.jpg

Weihnachtlicher Gewürzkuchen

DSC03885

Temperaturen um den Gefrierpunkt, erste vom Himmel herunter tanzende Schneeflocken und überall golden schimmernde Lichter – der Winter und mit ihm die Adventszeit halten Einzug.

Liebt ihr diese Zeit auch so sehr wie ich? Jedes Jahr, wenn der erste Schnee fällt, fühle ich mich wieder wie ein kleines Kind. Unbändige Freude breitet sich in mir aus. Und plötzlich ist alles andere egal – Sorgen und Stress sind vergessen, das einzige was zählt, ist genau dieser Moment. Einfach mal im Alltagstrubel durchatmen und sich an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen. Einfach mal die Zeit etwas langsamer verstreichen lassen. Die Winterzeit ist die Zeit der Besinnlichkeit. Und das hat durchaus seinen Sinn. Viel zu selten halten wir inne, viel zu selten gönnen wir uns eine Auszeit vom typischen Alltagstrubel. Einfach mal einen Gang zurückschalten und durchatmen. Macht euch eine schöne Tasse Tee oder Kaffee. Nehmt Platz in eurem Lieblingssessel und schaut den Schneeflocken beim Tanzen zu. Beobachtet wie nach und nach alles von weißem Puder bedeckt wird und die Zeit plötzlich still zu stehen scheint.

Nascht ein paar eurer selbst gebackenen Plätzchen. Oder probiert einfach mal mein Rezept für den weihnachtlichen Gewürzkuchen aus. Für mich gehört er fest zur Weihnachtszeit dazu. Die vielen tollen Gewürze verpackt in einem fluffigen Teig. Und das Ganze eingebettet in eine Schicht aus zartschmelzender Schokolade. Einfach himmlisch…

DSC03887

Für eine Gugelhupfform benötigt ihr:

5 Eier, 200 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 4 EL Rum, 2 EL Honig, 150 g Öl, 200 g Mehl, 1 Päckchen Backpulver, 3 TL Lebkuchengewürz, 1 TL gemahlene Nelken, 150 g gemahlene Nüsse, 100 g geriebene Schokolade, 175 g Kuvertüre, 1 TL Kokosfett.

Heizt euren Backofen auf 175 Grad vor.

Schlagt die Eiweiße zu Eischnee und lasst dabei langsam den Zucker und den Vanillezucker einrieseln. Rührt weiter bis sich dieser komplett aufgelöst hat. Schlagt danach die Eigelbe mit dem Rum und dem Honig schaumig und gebt das Öl unter Rühren hinzu. Hebt im Anschluss den Eischnee unter die Eigelbmasse. Mischt das Mehl mit Backpulver und Gewürzen und hebt das Ganze unter die Eimasse. Mit den Nüssen und der Schokolade verfahrt ihr genauso.

Fettet eure Form (am besten mit Backspray). Füllt dann den Kuchenteig hinein und backt ihn auf mittlerer Schiene circa 45 Minuten. Testet mit der Stäbchenmethode, ob der Teig bereits komplett durchgebacken ist.

Holt ihn heraus und lasst ihn auf einem Rost auskühlen. Stürzt den Kuchen, wenn er kalt ist, auf den Rost.

DSC03875

Schmelzt dann die Kuvertüre in einem Wasserbad (gebt nach Belieben etwas Kokosfett hinzu, das verleiht der Schokolade einen tollen Glanz) und verziert den Kuchen damit. Ich habe zusätzlich noch ein paar Streifen mit Punschglasur gemacht. Die Punschglasur kannst du in Österreich fertig zubereitet kaufen. Alternativ kannst du auch einen Guss aus Puderzucker und Rotwein anmischen und deinem Kuchen damit einen Streifenlook verpassen.

Viel Spaß beim Nachbacken und einen tollen ersten Advent!

DSC03883

Schokoladen-Tarte

DSC03800Es hat sich Besuch zum Kaffee angekündigt und ihr habt keine Zeit einen aufwendigen Kuchen zu backen, wollt aber trotzdem etwas richtig Leckeres zaubern? Dann empfehle ich euch meine Schokoladen-Tarte. Sie ist schnell zubereitet und obendrein hat man die Zutaten meist eh immer zuhause. Damit ist sie auch für spontane Gästeankündigungen bestens geeignet. Und mal ehrlich – wer mag keine Schokolade?! 🙂

Auf den erstem Blick mag man vielleicht vermuten, dass sich hinter diesem Rezept ein schnöder Schokoladenkuchen verbirgt, aber der Schmelz dieser Tarte wird euch in Nullkommanichts um den Finger winkeln – glaubt mir.

DSC03802

Also holt eure schönste Tarteform aus dem Schrank, jetzt geht es los.

Für eine himmlische Schokoladen-Tarte benötigt ihr:

150 g Zartbitterschokolade, 120 g Butter, 6 Eier, 100 g Puderzucker, 60 g Mehl und nach Belieben etwas Puderzucker und/oder Kakao zum Verzieren

Heizt den Backofen auf 190 Grad vor.

Schmelzt die Schokolade langsam bei niedriger Temperatur in einem Wasserbad. In der Zwischenzeit schlagt ihr die Eiweiße mit dem durchgesiebten Puderzucker zu Eischnee. Verquirlt die Eigelbe und zieht sie dann vorsichtig unter den Eischnee. Zieht danach das Mehl unter die Eimasse. Sobald die Schokolade geschmolzen ist, gebt ihr nach und nach die Butter in kleinen Stückchen zur Schokolade hinzu und rührt solange bis sie sich komplett verflüssigt hat und ihr eine gleichmäßige, glänzende Schokomasse erhaltet. Lasst das Ganze etwas abkühlen, bevor ihr die Schokomasse im Anschluss langsam und nach und nach unter die Eimasse zieht.

DSC03795

Fettet eure Tarteform und stäubt sie mit etwas Mehl aus, damit sich der Kuchen später besser aus der Form lösen lässt. Füllt den Teig gleichmäßig in die Form und gebt ihn auf der mittleren Schiene in den Backofen. Je nachdem aus welchem Material eure Form ist, benötigt die Tarte nun 14-17 Minuten Backzeit. Macht zur Sicherheit die Stäbchenprobe, ob der Teig komplett durchgebacken ist.

Holt die Form aus dem Ofen und lasst die Tarte auf einem Gitter auskühlen.

DSC03820

Wenn ihr wollt, könnt ihr sie dann noch nach Belieben verzieren. Ich habe heute mal etwas Kakaopulver mit einer Prise Zimt gemischt und mit einem Haarsieb über die gesamte Tarte gestäubt. Danach habe ich meine selbst zugeschnittene Schablone vorsichtig darauf gelegt und dann nochmal mit etwas Puderzucker bestäubt. Da sind eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Viel Spaß beim Nachbacken und bon appetit!

DSC03823

Supersaftiger Kürbis-Nuss-Kuchen mit Orangen-Frosting

DSC03461

Egal ob als Stärkung nach einem schönen Herbstspaziergang oder um Leib und Seele an tristen, nassen und einfach ungemütlichen Tagen etwas Gutes zu tun: Ein schönes Stück Kuchen und dazu eine Tasse Kaffee oder Tee bewirken doch immer wahre Wunder. Und warum in diesen Tagen nicht auf die klassischen Herbstzutaten schlechthin zurückgreifen und daraus einen supersaftigen und fluffigen Kuchen zaubern? Bei mir steht heute alles im Zeichen von Kürbis und Nuss. Es gibt so viele tolle Varianten diese beiden Zutaten zu kombinieren. Eine davon habe ich für euch vorbereitet. Einen ganz leicht zubereiteten Rührkuchen mit Haselnüssen und Hokkaido und einem Hauch Orange.

DSC03481

Für einen Kuchen mit Durchmesser von 26 cm benötigt ihr:

7 Eigelbe, 300 g Zucker, 1 Prise Salz, 1 Prise Zimt, 1 Prise gemahlene Nelken, 2 EL Nusslikör, 200 g geriebenen Hokkaidokürbis, 240 g gemahlene Haselnüsse, 50 g Paniermehl, 50 g Mehl, 1 TL Backpulver, 5 Eiweiße

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Schlagt die Eigelbe mit 200 g Zucker, Salz, Zimt, Nelken und dem Likör schaumig. Gebt dann den geriebenen Kürbis, die Nüsse, das Paniermehl und das Mehl gemeinsam mit dem Backpulver hinzu und rührt alles unter. Die Eiweiße mit 100 g Zucker steifschlagen und unter den restlichen Teig heben.

Eine Springform mit Butter fetten und Paniermehl ausstäuben. Den Teig einfüllen und glatt streichen. Den Kuchen auf mittlerer Schiene backen und gegen Ende mit der Stäbchenprobe schauen, ob er bereits durchgebacken ist. Die Form auf einen Rost stellen und den Kuchen auskühlen lassen, bevor ihr ihn aus der Form löst.

DSC03454

Für das Frosting benötigt ihr:

200 g Creme fraiche, 1 EL frisch gepressten Orangensaft, 1 TL Zucker

Die Zutaten miteinander verrühren und gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen.

DSC03460

TIPP: Am besten schmeckt der Kuchen, wenn ihr ihn bereits einen Tag, bevor ihn essen möchtet, zubereitet. Denn dann kann er richtig gut durchziehen.

DSC03476

Lasst es euch schmecken! Bon Appetit!

DSC03472

Hefe küsst Schoko-Baiser

DSC03014Die letzten beiden Wochen waren sehr turbulent. Eine Hochzeit jagte die nächste. Feiern. Tanzen. Reden. Lachen. Und davon jede Menge.

Da war es an der Zeit, einfach mal die Füße hochzulegen, zu entspannen und die Zeit mit den kleinen Dingen zu genießen. Zum Beispiel einer guten Tasse Kaffee. Doch was wäre der beste Kaffee ohne die kleine, süße Beigabe?! 🙂

Unschlüssig was ich an einem solchen Tag mal backen könnte – denn es soll ja nicht zu viel Aufwand sein, aber dennoch keine Abstriche in Sachen Gaumenfreude machen – blätterte ich in einem meiner Backbücher und wurde fündig.

Herausgekommen ist diese tolle Kreation – eine Liaison zwischen süßem Hefeteig und knusprigem Baiser mit einer ordentlichen Spur Schokolade. Einfach zum Niederknien… Genau das Richtige nach so viel Tortenvariation der letzten Wochen.

Für eine Kastenform benötigt ihr folgende Zutaten:

300 g Mehl, 2 Päckchen Vanillezucker, 1/2 TL Salz, 1/3 Würfel frische Hefe, 150 ml Milch, 2 Eigelb, 2 Eiweiß, 100 g Zucker, 100 g gehackte Schokolade

Gebt das Mehl zusammen mit dem Vanillezucker, dem Salz und den Eigelben in eine Schüssel. Löst die Hefe in der lauwarmen Milch auf und fügt sie zur Mehlmischung hinzu. Verknetet das Ganze zu einem geschmeidigen Teig. Dann heißt es ab mit dem Hefekloß in eine Schüssel. Abdecken mit einem Handtuch und warten bis der Teig etwa bis zur doppelten Größe aufgegangen ist. Das dauert ca. 1,5 Stunden.

 

 

Danach rollt ihr den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von ca. 30 x 50 cm aus. Schlagt die Eiweiße mit dem Zucker steif und verteilt den Einschnee auf dem Teig. Lasst aber am Längsrand etwa 4 cm unbestrichen.

DSC02973Verteilt dann die gehackte Schokolade auf dem Eischnee und rollt den Teig vorsichtig von der Längsseite her auf bzw. schlagt den Teig Stück für Stück um.

DSC02979Schneidet die Rolle vorsichtig mit einem scharfen Messer der Länge nach durch. Verschlingt dann die beiden halbierten Rollen mit der Schnittfläche nach oben miteinander und legt den Zopf in eure Backform, die ihr vorher mit Backpapier ausgekleidet habt. Ich gebe zu, es ist eine äußerst klebrige Angelegenheit 🙂 aber es lohnt sich wirklich!

DSC02991

Lasst den Kuchen nun weitere 15 Minuten gehen. In der Zwischenzeit heizt ihr den Backofen auf 170 Grad Umluft vor. Nach der Gehzeit schiebt ihr die Kastenform in den Ofen und backt den Kuchen ca. 35 Minuten.

DSC03008

Am allerbesten schmeckt er, wenn er noch lauwarm ist 🙂

DSC03026

Der Hefeteig ist auch an Tag zwei und drei noch luftig, aber leider ist das Baiser dann nicht mehr so schön crunchy. Von daher empfehle ich euch, den Kuchen direkt am ersten Tag zu verputzen – was aber definitiv kein Problem darstellt 🙂

 

Bon appetit!

*** Das Rezept ist angelehnt an jenes für die Baiser-Hefe-Liebelei von Ursula Furrer-Heim aus dem großartigen Backbuch „Cake – Genial einfach und schnell“, erschienen 2014 im AT Verlag ***

Homemade Iced Coffee

DSC02581

Der Sommer ist endlich zurück!!! Nach über einer Woche absolutem Oktoberfeeling mitten im Juli ist es wieder Zeit, die schönen Seiten der warmen Jahreszeit in vollen Zügen zu genießen.

Ich mag den Sommer wirklich sehr. Muss aber gestehen, dass ich mit Temperaturen über 30 Grad immer etwas zu kämpfen habe. Da braucht man gute Strategien, um sich Abkühlung zu verschaffen. Eine davon liebe ich ganz besonders – selbst gemachten eisgekühlten Kaffee 🙂

Was gibt es Schöneres als sich ein schattiges Plätzchen im Freien zu suchen, sich den Wind um die Nase pusten zu lassen und einen Iced Coffee in den Händen zu halten? Mir fällt da ehrlich gesagt nicht allzu viel ein…

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich bin nur bedingt ein Freund von klassischen Eiskaffees in denen Vanilleeis Hauptbestandteil ist. Das ist mal ganz lecker, aber das sättigt meist so sehr, dass man danach das Gefühl hat, nicht mehr vor und zurück zu können. Das ist gerade, wenn es heiß ist, ein nicht so schönes Gefühl. Deshalb belohne ich mich immer mit Iced Coffee, bei dem hauptsächlich Kaffee enthalten ist 🙂

Die Zubereitung ist ebenso simpel wie einfach. Denn es braucht lediglich vier Zutaten: frisch gebrühten Espresso, etwas Zucker, einen Schluck Milch und natürlich Eiswürfel.

Für ein Glas Homemade Iced Coffee müsst ihr zuerst einen doppelten Espresso zubereiten. Hinein gebe ich dann 1,5 TL Zucker und rühre solange bis sich dieser vollständig gelöst hat.

 

Kleine Bemerkung am Rande: Ich habe immer eine Zuckerdose mit Vanille griffbereit. Gerade für solche Angelegenheiten möchte ich sie nicht mehr missen. Denn die Vanille verleiht dem Ganzen noch eine schöne, feine Note. Auch das ist ganz easy. Immer wenn ich für andere Rezepte Vanillemark verwende, gebe ich anschließend die übrig gebliebene (ausgekratzte) Vanilleschote in meine Zuckerdose, die ich regelmäßig mit frischem Zucker auffülle. Et voilà!

DSC02572

Nachdem ihr den doppelten Espresso gesüßt habt, holt ihr euch nun ein schönes großes Glas aus dem Schrank und gebt zwei Eiswürfel hinein. Schüttet dann den Espresso auf die Eiswürfel. Nun ist die (am besten kühlschrankkalte) Milch an der Reihe. Ich verwende immer die 1,5 %ige, weil sie am schönsten schäumt. Hier kommt es nun darauf an, welche Küchenutensilien ihr zur Hand habt. Es gibt elektrische Milchaufschäumerkännchen, die auch kalte Milch aufschlagen, mit Batterie betriebene handlichere Lösungen oder jene, die komplett von Hand betrieben werden. Ich habe letztere Variante und bin damit super zufrieden. Für kalte Milch gibt es in meinen Augen keine bessere Möglichkeit.

Schäumt nun also die Milch in eurer bevorzugten Variante auf und gießt sie auf den Espresso. Nun noch einen langen Löffel ins Glas, umrühren und genießen.

 

Mit jedem Schluck kommt so mehr und mehr Energie zurück 🙂

Wie mögt ihr euren Sommer-Kaffee am Liebsten?

 

Blåbärskladdkaka

DSC02465Was wäre die schwedische Backstube nur ohne ihren typischen Schokoladenkuchen Kladdkaka?

Für mich gehört es zu einem perfekten Schwedenurlaub dazu, ihn mindestens einmal zusammen mit einem guten Kaffee zur Nachmittagsstunde zu genießen. Schokolade geht einfach immer. Vor allem wenn der Kuchen dann auch noch so super schokoladig ist wie dieser 🙂

Heute wandle ich ihn für euch mit einer weiteren typisch schwedischen Zutat ab: Blaubeeren. Ich muss ja gestehen, dass ich immer, wenn ich in Schweden oder den Alpen zu Fuß unterwegs bin, zur absoluten Bremse werde, wenn ich auch nur Blaubeersträucher am Wegesrand erahne 🙂 Was regelmäßig die Nerven meiner Mit-Wandersleute strapaziert… Aber genug erzählt. Los geht’s mit dem Rezept, das ich für euch aus meinem Schweden-Urlaub mitgebracht habe.

Für einen schwedischen Schokoladen-Blaubeerkuchen benötigt ihr folgende Zutaten:

200g Butter, 375g Zucker, 4 Eier, 215g Weizenmehl, 8 EL Kakao, 300g Heidelbeeren.

Schmelzt die Butter, gebt sie in eine Schüssel und rührt dann den Zucker solange unter bis er sich komplett aufgelöst hat. Gebt nach und nach die Eier hinzu. Fügt dann Mehl und Kakao (am besten durchgesiebt) hinzu und verrührt alles zu einem gleichmäßigen Teig.

DSC02410Wascht die Heidelbeeren und zieht sie vorsichtig unter. Fettet eine Springform mit Butter, stäubt sie mit Mehl aus und gebt den Teig hinein. Verstreicht ihn zu einer glatten Maße.

Backt den Kladdkaka im vorgeheizten Ofen bei 175 Grad Umluft für 40 – 45 Minuten. Lasst ihn etwas auskühlen, bevor ihr ihn aus der Form löst.

DSC02429

Aber dann heißt es: Bon Appetit! 🙂

DSC02458

Zitronen-Skyr-Palatschinken mit frischen Himbeeren

DSC01357

Da meine „Lieblingsort-Liebe“ bekanntlich auch durch den Magen geht, präsentiere ich euch heute eine sommerlich-erfrischende Variante der kroatischen Palatschinken und bringe etwas Abwechslung auf den Teller. Statt Marmelade oder Schokocreme (wie sie ganz klassisch gereicht werden) verleihe ich ihnen eine Füllung mit cremigem Zitronen-Skyr und frischen Himbeeren als Topping. Das schmeckt nach *Sommer*Sonne*Kroatien* pur. Und superschnell zubereitet sind die kleinen Röllchen  obendrein.

DSC01293

Für 4 Portionen benötigt ihr:

100g Mehl, 1 Prise Salz, 3 Eier, 125ml Milch, etwas Butter, 300g Skyr, 3 TL Lemon Curd, etwas weiße Schokolade, 250g Himbeeren, etwas Milch

Mehl, Salz, Eier und Milch zu einem Teig verrühren. Eine Pfanne (am besten funktioniert es mit einer Crepe-Pfanne) mit einem Stich Butter erhitzen. Teig in die Pfanne geben, sodass diese hauchdünn bedeckt ist. Nun von einer Seite backen, bis ihr seht, dass der Teig nahezu durchgebacken ist. Mit einem großen Pfannenwender den Palatschinken drehen und noch kurz backen bis er schön goldbraun ist.

DSC01304

Den Skyr mit dem Lemon Curd verrühren. Auf dem fertig gebackenen Palatschinken etwas vom Zitronenskyr verstreichen.

DSC01310

Nach Belieben weiße Schokolade darauf hobeln. Den Palatschinken aufwickeln.

DSC01336

Um etwas Zitronensoße zum Dekorieren herzustellen, nehmt ihr noch etwas Skyr und verrührt ihn mit einem kleinen Schluck Milch. Träufelt etwas von der Soße auf den gerollten Palatschinken und raspelt erneut etwas weiße Schokolade darauf. Verziert den Teller nun noch mit frischen Himbeeren oder Obst eurer Wahl.

Verfahrt mit den restlichen Zutaten genauso. Aus dem Rezept erhaltet ihr je nach Größe eurer Pfanne ca. 4 Palatschinken.

DSC01357

Und jetzt heißt es: ein Stück abschneiden, genüsslich in den Mund schieben, Augen schließen und von der Insel Hvar träumen… 🙂

Bon appetit!

DSC01354

 

Himmlische Heidelbeer-Vanille-Muffins

DSC00918

Vor Kurzem habe ich euch meine Lieblingsmuffins mit Äpfeln vorgestellt. Heute zeige ich euch eine Variante des gleichen Grundrezepts. Wir wandeln es ganz klassisch mit Heidelbeeren und Vanille ab.

Für 12 dieser himmlischen Muffins braucht ihr:

125g weiche Butter, 125g Zucker, 1 Prise Salz, 3 Eier, 250g Mehl, 2 TL Backpulver, 7 EL Milch, Mark einer Vanilleschote, 1 EL Zimt, 200g Heidelbeeren (frisch oder tiefgekühlt), etwas neutrales Öl.

DSC00892

Schlagt die Butter mit Zucker und der Prise Salz schaumig. Fügt dann die Eier hinzu und rührt sie unter. Im Anschluss gebt ihr Mehl, Backpulver, Zimt und das Vanillemark hinzu und hebt alles unter den Teig.

Gebt dann die (gewaschenen) Heidelbeeren sowie etwa 5 EL Milch hinzu und hebt sie vorsichtig unter.

Der Teig sollte nun schön glänzen. Falls er zu fest ist, einfach noch ein bisschen Flüssigkeit hinzufügen.

Bereitet nun eure Muffinförmchen vor und fettet sie mit etwas neutralem Öl (nur für den Fall, dass ihr keine Papierförmchen verwendet!). Füllt dann den Teig gleichmäßig hinein.

Schiebt das Blech auf die mittlere Schiene und backt die Muffins im 180 Grad vorgeheizten Backofen 15-20 Minuten.

 

DSC00907

Am besten schmecken sie, solange sie noch lauwarm sind.

Bon appetit!

 

Sommerlicher Beeren-Biskuitboden

DSC01113

Obstböden sind im Sommer einfach immer eine tolle Sache. Zum einen weil sie an heißen Tagen so schön fruchtig-erfrischend sind und zum anderen weil sie sich so schnell und einfach zubereiten lassen und der Ofen nicht allzu lange laufen muss, der die Wohnung nur noch wärmer macht, als sie sowieso schon ist.

Von daher ist es ein klassisches Every-Day-Rezept, das aber immer gut ankommt. Ein selbst gebackener fluffiger Biskuitboden wird gekrönt von farbenfrohem gemischtem Beerenobst.

Einfach zum Niederknien… Das schmeckt nach entspannten und kurzweiligen Kaffeekränzchen mitten im Grünen.

Für einen Kuchen mit einem Durchmesser von 26cm benötigt ihr folgende Zutaten:

3 Eier, 100g Zucker, 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver, etwas Mehl, 1 Prise Salz, 500g Erdbeeren, 250g Heidelbeeren, 250g Himbeeren, 2 Päckchen Tortenguss

Stellt eine kleine Schüssel auf eure Waage. Gebt das Puddingpulver hinein und füllt das Ganze mit Mehl auf, sodass ihr insgesamt auf 100g kommt. Trennt die Eier. Schlagt das Eiweiß unter Zugabe der Prise Salz und des Zuckers zu Eischnee. Schlagt die Eigelbe bis sie schön hellgelb geworden sind. Hebt zuerst das Eigelb und dann die Mehlmischung vorsichtig unter den Eischnee. Streicht die Teigmasse in euren Tortenring oder eure Springform und backt den Biskuitboden im vorgeheizten Ofen bei 175 Grad ca. 12-15 Minuten.

Lasst den Boden auskühlen. Wascht inzwischen das Obst und schneidet die Erdbeeren in der Hälfte durch. Belegt den Boden dann mit dem Beerenobst. Bereitet zwei Päckchen Tortenguss nach Anweisung zu und verteilt ihn gleichmäßig auf dem Kuchen bis das ganze Obst damit bedeckt ist. Lasst den Guss nun noch auskühlen, bevor ihr den Kuchen aus dem Tortenring löst.

Nach Belieben könnt ihr noch etwas frische Schlagsahne dazu reichen. Mein Tipp: Gebt beim Schlagen der Sahne auch etwas Vanille hinzu, dann schmeckt sie besonders gut 🙂

Bon appetit!

DSC01111