Zitronen-Skyr-Palatschinken mit frischen Himbeeren

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Da meine „Lieblingsort-Liebe“ bekanntlich auch durch den Magen geht, präsentiere ich euch heute eine sommerlich-erfrischende Variante der kroatischen Palatschinken und bringe etwas Abwechslung auf den Teller. Statt Marmelade oder Schokocreme (wie sie ganz klassisch gereicht werden) verleihe ich ihnen eine Füllung mit cremigem Zitronen-Skyr und frischen Himbeeren als Topping. Das schmeckt nach *Sommer*Sonne*Kroatien* pur. Und superschnell zubereitet sind die kleinen Röllchen  obendrein.

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Für 4 Portionen benötigt ihr:

100g Mehl, 1 Prise Salz, 3 Eier, 125ml Milch, etwas Butter, 300g Skyr, 3 TL Lemon Curd, etwas weiße Schokolade, 250g Himbeeren, etwas Milch

Mehl, Salz, Eier und Milch zu einem Teig verrühren. Eine Pfanne (am besten funktioniert es mit einer Crepe-Pfanne) mit einem Stich Butter erhitzen. Teig in die Pfanne geben, sodass diese hauchdünn bedeckt ist. Nun von einer Seite backen, bis ihr seht, dass der Teig nahezu durchgebacken ist. Mit einem großen Pfannenwender den Palatschinken drehen und noch kurz backen bis er schön goldbraun ist.

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Den Skyr mit dem Lemon Curd verrühren. Auf dem fertig gebackenen Palatschinken etwas vom Zitronenskyr verstreichen.

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Nach Belieben weiße Schokolade darauf hobeln. Den Palatschinken aufwickeln.

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Um etwas Zitronensoße zum Dekorieren herzustellen, nehmt ihr noch etwas Skyr und verrührt ihn mit einem kleinen Schluck Milch. Träufelt etwas von der Soße auf den gerollten Palatschinken und raspelt erneut etwas weiße Schokolade darauf. Verziert den Teller nun noch mit frischen Himbeeren oder Obst eurer Wahl.

Verfahrt mit den restlichen Zutaten genauso. Aus dem Rezept erhaltet ihr je nach Größe eurer Pfanne ca. 4 Palatschinken.

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Und jetzt heißt es: ein Stück abschneiden, genüsslich in den Mund schieben, Augen schließen und von der Insel Hvar träumen… 🙂

Bon appetit!

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Lieblingsorte: Insel Hvar, Kroatien

Im vergangenen Jahr waren wir für insgesamt zwei Wochen in Kroatien unterwegs – eine davon haben wir auf der wunderschönen Insel Hvar verbracht.

Hvar liegt etwas unterhalb von Split vor der dalmatinischen Küste in der Adria. Sie ist circa 67 km lang und damit die längste der kroatischen Inseln. Man erreicht sie mit der Fähre von Split oder Drvenik aus.

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Blick von der Fähre auf das Festland

Auf dem Hinweg haben wir die Fähre von Drvenik genommen. Sie war ungefähr 35 Minuten unterwegs. In Sucuraj angekommen, haben wir uns mit dem Auto auf dem schmalsten Teil der Insel gen Norden geschlängelt. Für Angsthasen ist die Strecke nicht zu empfehlen. Schmale Straßen, die nach rechts und links teilweise steil abfallen. Tiefe Straßengräben. Nur wenig Zivilisation. Also unbedingt vor der Überfahrt Auto nochmals volltanken 🙂 Doch die atemberaubenden Ausblicke entschädigen für alles. Leider waren auch wir so sehr auf die Straße konzentriert, dass wir in diesem Abschnitt keine Bilder gemacht haben. Das werden wir beim nächsten Mal auf jeden Fall nachholen!!!

Für unseren Aufenthalt hatten wir uns in der Nähe von Vrboska eine Ferienwohnung gemietet. Nur wenige (dafür aber steile) Treppenstufen haben uns von der traumhaften Bucht getrennt, in der wir tagtäglich einen Teil unserer Zeit verbrachten. Türkisblaues, klares Wasser. Kaum eine Menschenseele. So lässt es sich aushalten.

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Beim Gedanken an das Bummeln durch die malerischen Küstenstädtchen Vrboska und Jelsa wird mein Herz ganz leicht. Beide bieten eine wunderschöne Kulisse, schnucklige Cafés und Bars, nette Restaurants und kleine Läden, die vor allem auf kroatischen Wein, vielfältige Lavendelerzeugnisse, Honig, Backwaren und den Marmor von der Insel Brac ausgerichtet sind. Ganz ohne touristische Produkte kommt man aber auch dort nicht aus. Allerdings ist es nicht über-touristisch, was wir sehr angenehm fanden. Vrboska und Jelsa bieten vor allem am Morgen auch sehr nette, kleine Marktstände, bei denen man unter anderem frische Weintrauben, Feigen und Granatäpfel kaufen kann, die allesamt von der Insel selbst stammen. Ich sage euch, ein wahrer Traum für eine solche Feigenliebhaberin wie mich 🙂

Die beiden Städtchen eignen sich auch ideal, um zwischen ihnen einen Spaziergang hin und her zu machen. Es führt eine geteerte, aber ruhige Straße direkt an der Küste entlang, die auch bei größerer Hitze aufgrund der überschaubaren Distanz und der Säumung von etwas schattenspendenden Bäumen, gut zu bewältigen ist.

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Zwischen Vrboska und Jelsa unterwegs

Aber auch die ausgewiesenen Fahrrad- und Wanderwege um die beiden Städte herum, solltet ihr in jedem Fall ausprobieren. Man wandelt vorbei an tausenden Olivenbäumen über befestigte, aber naturbelassene Wege. Als wir im September da waren, hatten wir angenehme 25 Grad. Aber auch bei solch angenehmen Temperaturen kommt man in der prallen Sonne ordentlich ins Schwitzen. Wenn man dann an einem Schild „Homemade fresh Lemonade“ vorbeikommt, vermutet man zuerst eine Fatamorgana. Aber nein – wenn man durch das Tor auf das Feldgrundstück tritt, wird man von drei super netten Aussteigern begrüßt, die einem prompt erzählen, wie sie dort gelandet sind und wie sie dort die meiste Zeit des Jahres verbringen. Da wird man glatt ein bisschen neidisch 🙂

Sehr schön und etwas größer als die beiden anderen Städte ist Stari Grad. Auch hier wartet ein schöner Hafen mit vielen kleinen Läden in bunten Häusern und regem Marktgeschehen darauf, von den Besuchern entdeckt zu werden. Hier liegen zudem einige größere Schiffe vor Anker, die man bestaunen kann.

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Stari Grad

Die Hauptstadt der Insel heißt wie sie selbst: Hvar. Sie ist die größte der dortigen Städte. Leider allerdings auch die touristischste. An sich ganz schön, aber selbst Mitte September sehr überlaufen, da hier viele Schiffe anlegen, die (vor allem) Tagestouristen ankarren. Zudem ist die Stadt (für meinen Geschmack) zu (Möchtegern-) snobbish. Da scheiden sich sicherlich die Geister. Aber mir war das einfach etwas too much. Gesehen haben sollte man sie aber trotzdem. Hier lohnt es sich vor allem, einfach mal an der langen Hafenstraße entlang zu schlendern und das Treiben an den Strandbuchten und auf den Schiffen zu beobachten.

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Stadt Hvar

Kulinarisch hat die Insel (wie bereits erwähnt) einiges zu bieten. Viele tolle, frische Früchte, die einfach ganz anders schmecken als aus deutschen Supermärkten 🙂 In den Restaurants stehen vor allem die typischen kroatischen Fleischgerichte auf der Karte. Deftig heißt hier die Devise. Aber auch unterschiedliche Fisch-Variationen werden angeboten. Für Süßmäuler gibt es (und das gilt eigentlich für ganz Kroatien) im Grunde nur eine Wahl: Palatschinken. Die hauchdünnen Pfannkuchen werden meist mit Marmelade oder Schokoladencreme und einem großen Berg Schlagsahne serviert.

Für Weinliebhaber empfiehlt sich ein Besuch mit Weinprobe des Weinguts Tomic in Jelsa. Ihr solltet aber auf jeden Fall auch beim Bummeln die Augen offen halten. In Jelsa sind wir in einer Garage bei einem alten Mann auf richtig gute Tropfen gestoßen. Hier konnten wir alles probieren. Unsere Wahl wurde dann in Plastikflaschen namhafter Wasserhersteller abgefüllt 🙂 Also direkt vom kleinen Erzeuger. Für uns hatte das enorm viel Charme und der nette Mann hat sich über unsere Abnahme und unser Interesse – begleitet von der Kommunikation mit Händen und Füßen – sehr gefreut. Es ist also auf jeden Fall für jeden Geschmack was dabei.

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Auf der Rückreise haben wir die Fähre von Stari Grad nach Split gewählt, die etwas länger unterwegs ist. Der Weg führt vorbei an anderen Inseln, sodass die Strecke auch nochmal was fürs Auge zu bieten hat. Das ist besonders wichtig, da wir wirklich schweren Herzens von diesem traumhaften Fleckchen Erde Richtung Heimat aufgebrochen sind.

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Die Rückfahrt

Wir haben uns geschworen, auf jeden Fall zurück zu kommen, so sehr hat uns die Insel in ihren Bann gezogen.