Lieblingsorte: Saas-Fee, Schweiz

DSC04448Umgeben von zahlreichen, majestätischen 4.000ern liegt auf einer Höhe von 1.800 Metern das idyllische Walliser Örtchen Saas-Fee. Im Winter ist es das reinste Schneeparadies. Umringt von den vielen schroffen Bergen mit zahlreichen türkisfunkelnden Gletschern. Hier ist man der Natur ganz nah.DSC04545Morgens wenn bei klarem Wetter die Sonne langsam aufgeht, werden die Bergspitzen in leuchtendes Rot getaucht. Mit jeder Minute wird der Himmel blauer. Hier auf dieser Höhe scheint es fast, als wäre seine Farbe viel intensiver als an jedem anderen Ort auf der Welt. Und wenn man dann ganz früh mit der Gondel auf den Berg fährt, seinen Blick hinunter ins Tal und über die angrenzenden Gipfel schweifen lässt, die Skier in den Schnee legt und die Schuhe nacheinander in die Bindung einklacken lässt, um im Anschluss die ersten Spuren in die Naturschnee-Pisten zu ziehen und einem dabei die Sonne ins Gesicht scheint, dann ist das wahre Glückseligkeit.DSC041462017 war ich das erste Mal seit langer Zeit wieder in der Schweiz zum Skifahren. Und so hatte ich ganz vergessen, wie es ist, diesen einzigartigen, atemberaubenden Ausblick zu genießen, aber vor allem auch, wie es sich auf ganz echtem Schnee fährt. Es ist einfach etwas ganz Anderes als auf größtenteils künstlich beschneiten Pisten unterwegs zu sein.DSC04132Durch die enorme Höhe des Gebiets ist es meist ein ganzes Stück kälter, was mir allerdings nichts ausmacht 🙂 Darauf muss man sich einfach kleidungstechnisch einstellen. Und außerdem macht es ja auch viel mehr Spaß durch die kalte (!) Winterlandschaft zu stapfen, eingekuschelt in einen dicken Mantel und mit Teddyfell gefütterten Schneestiefeln an den Füßen das Knarzen des Schnees ganz bewusst in sich aufzusaugen. Da schmeckt die Ovo zum Aufwärmen gleich nochmal so gut.DSC00193Wie klein der Mensch eigentlich ist, spürt man in dieser Bergkulisse auch umso mehr. Wenn es mal richtig stürmisch ist, egal ob ganz oben auf 3.500 Metern oder unten im Dorf, da zeigt die Natur, wer das Sagen hat. Und so schafft dieser Ort es, meine Gedanken schweifen zu lassen, aber auch mich zu setten und mich wieder auf das wirklich Wichtige im Leben zu fokussieren.DSC04551 (1)Doch Saas-Fee lädt neben tollen Pistenerlebnissen auch zu wunderschönen Spaziergängen durch und entlang des (komplett autofreien!) Ortes ein. So kann man sich an schnuckligen Ladenfenstern die Nase plattdrücken, vorbeispazieren an traditionellen Berghäusern, beim Beck (Bäcker) einkehren, der wundervolle Düfte verströmen lässt, durch schneebedeckte Wälder streifen, mit dem Schlitten die Berge hinabsausen oder auch bei ein bisschen Wellness mit traumhaftem Ausblick die Seele baumeln lassen.DSC04441Abends, wenn die Sonne schon lange untergegangen ist, funkeln dann die Sterne in vermeintlich greifbarer Nähe, das Gletschereis leuchtet betörend und erhellt die dunkle Nacht.DSC04685Wenn das Wetter mal etwas schlechter ist, man die Berge fast gar nicht erkennen kann, weil alles wolkenverhangen ist, die Schneeflocken vom Himmel herabtanzen oder manchmal auch eher sausen, dann hat Saas-Fee für mich etwas Mystisches an sich. Dann scheint die ganze Welt schwarzweiß zu sein und die Ruhe ist noch greifbarer als schon zuvor.DSC04485Da bietet es sich an, den Tag mit einem leckeren Käsefondue ausklingen zu lassen und so Leib und Seele etwas Gutes zu tun. Zwischendurch kann man immer mal wieder einen Blick nach draußen werfen und schauen, ob es noch schneit und sich daran erfreuen, wie gemütlich und wohlig warm es in der Hütte ist.DSC04430Und wer weiß, vielleicht strahlt am nächsten Tag die Sonne schon wieder mit euren Gesichtern um die Wette, wenn der frisch gefallene Schnee betörend in der Sonne funkelt.DSC04109Zu gerne hätte ich euch ein Bild von den türkisfunkelnden Gletschern – tagsüber und auch nachts – mitgebracht. Aber als wir gerade Ende Januar wieder dort waren, wurde ein neuer Schneerekord eingestellt, da war selbst das Gletschereis komplett mit Schnee bedeckt. Vielleicht habt ihr es in den Nachrichten mitbekommen. Ja, auch wir waren ein paar Tage vor Ort eingeschneit. Aber da wir eh nicht vorhatten, den Ort zu verlassen, hat uns das nicht wirklich gestört oder beeinträchtigt. Nach ein paar Tagen Dauerschnee hatten wir im Ort eine Schneehöhe von 1,70 Meter erreicht. Das ist schon echt verrückt.DSC04506An einem Morgen sind wir vor die Tür gegangen, doch der Weg, der noch am Tag zuvor bis zu unserem Haus führte, war nicht mal mehr im Ansatz erkennbar. Bis zur Hüfte sind wir in ihm eingesunken. Ich sage euch, sich durch so tiefen Schnee einen Weg zu bahnen, hat so wahnsinnig Spaß gemacht 🙂 Da fühlt man sich gleich wieder wie ein Kind.DSC04645Dafür kann ich euch aber abschließend noch etwas anderes zeigen. Am ersten sonnigen Tag, den wir hatten, hat sich über der einen Gipfelspitze ein bunt schimmernder Schleier gebildet. Es sah fast so aus wie ein Nordlicht light 🙂 und eben im Hellen. Habt ihr sowas schon mal gesehen?DSC04622

 

Lieblingsorte: Cornwall und seine Strände

Anlässlich dieses derzeitigen ungemütlichen Schmuddelwetters träume ich mich mal schnell in den südenglischen Sommer und präsentiere euch die nächste Episode meiner Lieblingsorte-Reise.

Seitdem ich 2007 das erste Mal in England war, habe ich mein Herz an dieses wunderschöne Land verloren. Ich liebe es, weil es so vielfältig ist – sanfte Hügel knüpfen an schroffe Felsen, das satte Grün der Felder führt in das leuchtende Blau des Meeres, vom pulsierenden London ist man in (relativ) kurzer Zeit auf dem Land. Egal ob beim Bummel durch kleine charmante Ortschaften, beim Erkunden von Burgen und Herrenhäusern, beim Wandeln durch blühende Gartenoasen oder einfach bei einer Tasse dampfenden Tees, hier kann man die Seele baumeln lassen.

Vermutlich ahnt ihr es bereits: Ich habe einige Lieblingsorte auf der Insel 🙂

Speziell Cornwall ist einfach ein wunderbares Fleckchen Erde und hat einiges zu bieten. So zum Beispiel auch traumhaft schöne Strände. Heute möchte ich euch drei meiner Lieblinge vorstellen.

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Watergate Beach

Einer davon ist euch bereits mehrfach begegnet – ihr seht ihn jedes Mal, wenn ihr meinem Blog einen Besuch abstattet. Mein Headerbild wurde am Watergate Beach aufgenommen. Hier tummeln sich immer viele Leute. Dennoch geht alles ganz entspannt zu. Die Surfer warten auf die besten Wellen. Die Kinder tollen über die riesige fast 3 Meilen (!) lange Sandfläche. Und Pärchen schlendern in aller Ruhe barfuß über den Strand. Lassen sich immer wieder das herannahende Wasser über die Füße spülen.

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Blick auf Watergate Beach

Schon bei der Fahrt zum Watergate Beach bekommt man wundervolle Ausblicke auf ihn geboten, sodass das Herz bereits kleine Freudensprünge vollführt bevor man überhaupt richtig angekommen ist. Für die Liebhaber von Promiköchen wartet hier dann noch ein besonderes Schmankerl 🙂 Das Fifteen von Jamie Oliver thront über dem Strand und bietet zum Gaumenschmaus auch noch den wundervollen Ausblick auf diese Kulisse. Doch auch andere Cafès und Restaurants laden zum Verweilen ein.

 

Mein zweiter Lieblingsstrand ist der Perranporth Beach. Hier haben wir mal einige Tage auf einem Campingplatz verbracht, der auf dem Hügel oberhalb des Strandes liegt (Tollgate Farm Caravan & Camping Park). Ganz in der Nähe gibt es auch noch einen ziemlich ziemlich großen Campingplatz, um den wir allerdings einen großen Bogen gemacht haben. Von beiden Standorten aus kann man einen schönen Spaziergang (vorbei oder vielmehr über einen Golfplatz) machen und gelangt in ca. 20 – 30 Minuten zum Strand. Also Vorsicht bei tieffliegenden Golfbällen 🙂 Der Weg kreuzt allerdings nur in einem Abschnitt das Gelände, sodass man ihn schnell hinter sich lassen kann. Speziell am Abend liebe ich den Perranporth Beach. Denn dort gibt es (wenn man der eigenen Aussage Glauben schenken darf) die einzige Bar im Königreich (The Watering Hole), die sich direkt auf einem Strand befindet. Auf diese Weise kann man sich ein schönes Plätzchen suchen und mit einem Glas Cider in der Hand dabei zu sehen, wie die Sonne am Horizont langsam aber sicher mit dem Meer verschmilzt. Haaaach… einfach so wunderschön…

Mein dritter Favorit befindet sich ganz in der Nähe von Land’s End, ist aber nicht ganz so hoch frequentiert. Er liegt direkt unterhalb des Minack Theatre, dessen Besuch oder zumindest Besichtigung sich in jedem Fall lohnt. Eine solche Kulisse für eine Theaterbühne ist einfach was ganz Besonderes und die Geschichte der Frau dahinter ist super spannend und beeindruckend.

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Porthcurno Beach

Direkt vom Minack Theatre aus führt dann ein kleiner, schmaler Pfad runter zum Porthcurno Beach. Es ist lediglich ein kleiner Strandabschnitt, der von den steilen, schroffen Küsten eingefasst wird. Aber genau das macht ihn aus. Man hat fast das Gefühl, als wäre der Strand nur für einen persönlich da. Ja so, als ob die Zeit stehen bliebe, solange man sich nur an diesem Ort aufhält. Eine Art Mikrokosmos. Zumindest, wenn man etwas außerhalb der Saison kommt, so wie wir 🙂 Im September war es ein einfach bezaubernder, ruhiger Ort ohne Menschenseele. Zur High Season wird das aber sicherlich etwas anders sein.

 

Habt ihr auch einen Lieblingsstrand in Cornwall? Was sind eure absoluten Highlights?

Lieblingsorte: Hintersteiner See, Österreich

Ihr seid auf der Suche nach einem Ort voller Magie und ganz viel Ruhe? Dann könnte der Hintersteiner See euch genauso begeistern wie mich.

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Blick auf den Hintersteiner See

Diese traumhafte Bergeseekulisse par excellence befindet sich im Gebiet Wilder Kaiser auf einer Höhe von 883 m. Er ist 56 ha groß und bis zu 36 m tief. Türkisblaues, glasklares Wasser, das auf der einen Seite von hohen Bäumen eingerahmt wird und auf der anderen Seite in sanft-hügelige grüne Wiesen übergeht. Im Herbst 2014 haben wir dort eine ganze Woche verbracht. Direkt am See gibt es neben einem Berggasthof, einer Gaststätte und einer Handvoll Ferienwohnungen nur die unendliche Weite der Natur. Gerade in den frühen Morgenstunden oder ab dem späten Nachmittag lassen sich die absolute Ruhe und die kühle Bergluft in vollen Zügen genießen.

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Blick auf die Wiesenseite des Sees

Tagsüber lockt der See einige Tagestouristen an. Denn für Spaziergänger und Wanderer hat der See einiges zu bieten. So bietet es sich an den See zu Fuß zu umrunden. Auf der Wiesenseite führt eine relativ ebene geteerte Straße entlang, an deren beiden Enden die Möglichkeit besteht, sich in den beiden Gasthäusern zu stärken. Auf der Waldseite führt der Rundweg weiter. Dann allerdings (stellenweise) nicht mehr ganz so flach. Hier empfiehlt es sich auch, etwas festeres Schuhwerk anzuziehen, geht der geteerte Weg doch in einen Waldweg über. Während der Umrundung bieten sich tolle, abwechslungsreiche Aussichtspunkte auf den See, die sich in jedem Fall lohnen.

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Walleralm

Soll die Strecke etwas länger und anspruchsvoller sein, bieten sich diverse Wanderrouten an, die direkt am See beginnen. Wir haben einige der Optionen getestet und waren von allen begeistert. Alle Strecken hatten ihren ganz eigenen Charme und haben uns verschiedene tolle Gipfel- und Seeblicke beschert.

Auf den meisten Routen finden sich einzelne bewirtschaftete Hütten, die zur Einkehr einladen. Das Schöne daran ist, dass sie (weil nur zu Fuß erreichbar) nicht ganz so überlaufen sind. Hier muss man sich eben ohne technische Unterstützung auf den Berg schaffen 🙂 Das ist, wie ich finde, die charmanteste und schönste Art und Weise, in den Alpen unterwegs zu sein. Und dann schmeckt die Brotzeit mit Käse von der Alm und einem kühlen Getränk gleich doppelt so gut.

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Blick auf den Wilden Kaiser

Es lohnt sich auf jeden Fall auch einen Blick in den Veranstaltungskalender des Wilden Kaisers zu werfen. Als wir dort waren, war an einem Tag auf einer Berghütte ein Fest mit Livemusik und tollen kulinarischen Schmankerln wie Hirschgulasch & Co. Yummy…!!!

Egal ob Tagesausflug oder längerer Aufenthalt, der Hintersteiner See und auch seine Umgebung mit den Orten Söll, Scheffau, Ellmau und Going haben einiges für Wanderliebhaber und Familien zu bieten. Die Ortschaften laden zum Bummeln und nett essen gehen ein. Die Seen der Region zum Abkühlen an heißen Tagen (u.a. im Hintersteiner See selbst, aber VORSICHT, man muss Baden im „kühlen“ Wasser mögen :)). Und wenn sich der Tag langsam dem Ende entgegen neigt, man die Anstrengung noch in den Beinen merkt, was gibt es da Besseres als der Seele etwas Gutes zu tun und zum Beispiel hausgemachte Kasspatzen, knusprige Gröstl oder Kaspressknödel zu genießen.

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Unterhalb der Gaudeamushütte

In diesem Jahr ist es soweit. Wir werden im Spätsommer eine Woche an diesem himmlischen Ort verbringen. Nachdem ich diese Zeilen geschrieben habe, freue ich mich nun noch mehr darauf, bald wieder die frische Bergluft einzuatmen und die warmen Sonnenstrahlen auf mir zu spüren, während meine Füße in den Wanderschuhen stecken und gen Gipfel unterwegs sind.

Allen, die sich auch in der Winterzeit, nach dem eindrucksvollen Kaiser-Gebirgsmassiv und den tollen Ausblicken im sommerlichen Gewand sehnen, kann ich nur empfehlen einmal in der Woche zur Primetime die Öffentlich-rechtlichen einzuschalten. Denn dort erlebt Dr. Martin Gruber vor dieser einzigartigen Kulisse viele Abenteuer zwischen Spannung und Herzschmerz 🙂 Ja, hiermit bekenne ich mich öffentlich dazu, dass ich  Bergdoktor-Fan bin 🙂 🙂 🙂

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Der Hintersteiner See von oben

Hej hej!

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In den vergangenen Wochen war es etwas ruhig um mich. Aber nun melde ich mich aus unserem traumhaften Schwedenurlaub zurück – mit ganz vielen kulinarischen Inspirationen im Gepäck, die ich dort gesammelt habe. Und natürlich werde ich euch auch ein paar lohnende Tipps für euren nächsten Schwedentrip verraten. Doch bevor es damit so richtig losgeht, brauche ich noch etwas Zeit, die vielen tollen Sachen Revue passieren zu lassen. Aber spätestens am Wochenende werfe ich wieder den Backofen an… versprochen 🙂

Damit ihr auch in den kommenden Tagen bereits von eurem nächsten Urlaub träumen könnt, überbrücken wir die Zeit mit der nächsten Station auf meiner Lieblingsorte-Reise.

Seid gespannt… In Kürze erfahrt ihr mehr!

Liebe Grüße, Nadine

Zitronen-Skyr-Palatschinken mit frischen Himbeeren

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Da meine „Lieblingsort-Liebe“ bekanntlich auch durch den Magen geht, präsentiere ich euch heute eine sommerlich-erfrischende Variante der kroatischen Palatschinken und bringe etwas Abwechslung auf den Teller. Statt Marmelade oder Schokocreme (wie sie ganz klassisch gereicht werden) verleihe ich ihnen eine Füllung mit cremigem Zitronen-Skyr und frischen Himbeeren als Topping. Das schmeckt nach *Sommer*Sonne*Kroatien* pur. Und superschnell zubereitet sind die kleinen Röllchen  obendrein.

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Für 4 Portionen benötigt ihr:

100g Mehl, 1 Prise Salz, 3 Eier, 125ml Milch, etwas Butter, 300g Skyr, 3 TL Lemon Curd, etwas weiße Schokolade, 250g Himbeeren, etwas Milch

Mehl, Salz, Eier und Milch zu einem Teig verrühren. Eine Pfanne (am besten funktioniert es mit einer Crepe-Pfanne) mit einem Stich Butter erhitzen. Teig in die Pfanne geben, sodass diese hauchdünn bedeckt ist. Nun von einer Seite backen, bis ihr seht, dass der Teig nahezu durchgebacken ist. Mit einem großen Pfannenwender den Palatschinken drehen und noch kurz backen bis er schön goldbraun ist.

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Den Skyr mit dem Lemon Curd verrühren. Auf dem fertig gebackenen Palatschinken etwas vom Zitronenskyr verstreichen.

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Nach Belieben weiße Schokolade darauf hobeln. Den Palatschinken aufwickeln.

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Um etwas Zitronensoße zum Dekorieren herzustellen, nehmt ihr noch etwas Skyr und verrührt ihn mit einem kleinen Schluck Milch. Träufelt etwas von der Soße auf den gerollten Palatschinken und raspelt erneut etwas weiße Schokolade darauf. Verziert den Teller nun noch mit frischen Himbeeren oder Obst eurer Wahl.

Verfahrt mit den restlichen Zutaten genauso. Aus dem Rezept erhaltet ihr je nach Größe eurer Pfanne ca. 4 Palatschinken.

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Und jetzt heißt es: ein Stück abschneiden, genüsslich in den Mund schieben, Augen schließen und von der Insel Hvar träumen… 🙂

Bon appetit!

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Lieblingsorte: Insel Hvar, Kroatien

Im vergangenen Jahr waren wir für insgesamt zwei Wochen in Kroatien unterwegs – eine davon haben wir auf der wunderschönen Insel Hvar verbracht.

Hvar liegt etwas unterhalb von Split vor der dalmatinischen Küste in der Adria. Sie ist circa 67 km lang und damit die längste der kroatischen Inseln. Man erreicht sie mit der Fähre von Split oder Drvenik aus.

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Blick von der Fähre auf das Festland

Auf dem Hinweg haben wir die Fähre von Drvenik genommen. Sie war ungefähr 35 Minuten unterwegs. In Sucuraj angekommen, haben wir uns mit dem Auto auf dem schmalsten Teil der Insel gen Norden geschlängelt. Für Angsthasen ist die Strecke nicht zu empfehlen. Schmale Straßen, die nach rechts und links teilweise steil abfallen. Tiefe Straßengräben. Nur wenig Zivilisation. Also unbedingt vor der Überfahrt Auto nochmals volltanken 🙂 Doch die atemberaubenden Ausblicke entschädigen für alles. Leider waren auch wir so sehr auf die Straße konzentriert, dass wir in diesem Abschnitt keine Bilder gemacht haben. Das werden wir beim nächsten Mal auf jeden Fall nachholen!!!

Für unseren Aufenthalt hatten wir uns in der Nähe von Vrboska eine Ferienwohnung gemietet. Nur wenige (dafür aber steile) Treppenstufen haben uns von der traumhaften Bucht getrennt, in der wir tagtäglich einen Teil unserer Zeit verbrachten. Türkisblaues, klares Wasser. Kaum eine Menschenseele. So lässt es sich aushalten.

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Beim Gedanken an das Bummeln durch die malerischen Küstenstädtchen Vrboska und Jelsa wird mein Herz ganz leicht. Beide bieten eine wunderschöne Kulisse, schnucklige Cafés und Bars, nette Restaurants und kleine Läden, die vor allem auf kroatischen Wein, vielfältige Lavendelerzeugnisse, Honig, Backwaren und den Marmor von der Insel Brac ausgerichtet sind. Ganz ohne touristische Produkte kommt man aber auch dort nicht aus. Allerdings ist es nicht über-touristisch, was wir sehr angenehm fanden. Vrboska und Jelsa bieten vor allem am Morgen auch sehr nette, kleine Marktstände, bei denen man unter anderem frische Weintrauben, Feigen und Granatäpfel kaufen kann, die allesamt von der Insel selbst stammen. Ich sage euch, ein wahrer Traum für eine solche Feigenliebhaberin wie mich 🙂

Die beiden Städtchen eignen sich auch ideal, um zwischen ihnen einen Spaziergang hin und her zu machen. Es führt eine geteerte, aber ruhige Straße direkt an der Küste entlang, die auch bei größerer Hitze aufgrund der überschaubaren Distanz und der Säumung von etwas schattenspendenden Bäumen, gut zu bewältigen ist.

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Zwischen Vrboska und Jelsa unterwegs

Aber auch die ausgewiesenen Fahrrad- und Wanderwege um die beiden Städte herum, solltet ihr in jedem Fall ausprobieren. Man wandelt vorbei an tausenden Olivenbäumen über befestigte, aber naturbelassene Wege. Als wir im September da waren, hatten wir angenehme 25 Grad. Aber auch bei solch angenehmen Temperaturen kommt man in der prallen Sonne ordentlich ins Schwitzen. Wenn man dann an einem Schild „Homemade fresh Lemonade“ vorbeikommt, vermutet man zuerst eine Fatamorgana. Aber nein – wenn man durch das Tor auf das Feldgrundstück tritt, wird man von drei super netten Aussteigern begrüßt, die einem prompt erzählen, wie sie dort gelandet sind und wie sie dort die meiste Zeit des Jahres verbringen. Da wird man glatt ein bisschen neidisch 🙂

Sehr schön und etwas größer als die beiden anderen Städte ist Stari Grad. Auch hier wartet ein schöner Hafen mit vielen kleinen Läden in bunten Häusern und regem Marktgeschehen darauf, von den Besuchern entdeckt zu werden. Hier liegen zudem einige größere Schiffe vor Anker, die man bestaunen kann.

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Stari Grad

Die Hauptstadt der Insel heißt wie sie selbst: Hvar. Sie ist die größte der dortigen Städte. Leider allerdings auch die touristischste. An sich ganz schön, aber selbst Mitte September sehr überlaufen, da hier viele Schiffe anlegen, die (vor allem) Tagestouristen ankarren. Zudem ist die Stadt (für meinen Geschmack) zu (Möchtegern-) snobbish. Da scheiden sich sicherlich die Geister. Aber mir war das einfach etwas too much. Gesehen haben sollte man sie aber trotzdem. Hier lohnt es sich vor allem, einfach mal an der langen Hafenstraße entlang zu schlendern und das Treiben an den Strandbuchten und auf den Schiffen zu beobachten.

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Stadt Hvar

Kulinarisch hat die Insel (wie bereits erwähnt) einiges zu bieten. Viele tolle, frische Früchte, die einfach ganz anders schmecken als aus deutschen Supermärkten 🙂 In den Restaurants stehen vor allem die typischen kroatischen Fleischgerichte auf der Karte. Deftig heißt hier die Devise. Aber auch unterschiedliche Fisch-Variationen werden angeboten. Für Süßmäuler gibt es (und das gilt eigentlich für ganz Kroatien) im Grunde nur eine Wahl: Palatschinken. Die hauchdünnen Pfannkuchen werden meist mit Marmelade oder Schokoladencreme und einem großen Berg Schlagsahne serviert.

Für Weinliebhaber empfiehlt sich ein Besuch mit Weinprobe des Weinguts Tomic in Jelsa. Ihr solltet aber auf jeden Fall auch beim Bummeln die Augen offen halten. In Jelsa sind wir in einer Garage bei einem alten Mann auf richtig gute Tropfen gestoßen. Hier konnten wir alles probieren. Unsere Wahl wurde dann in Plastikflaschen namhafter Wasserhersteller abgefüllt 🙂 Also direkt vom kleinen Erzeuger. Für uns hatte das enorm viel Charme und der nette Mann hat sich über unsere Abnahme und unser Interesse – begleitet von der Kommunikation mit Händen und Füßen – sehr gefreut. Es ist also auf jeden Fall für jeden Geschmack was dabei.

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Auf der Rückreise haben wir die Fähre von Stari Grad nach Split gewählt, die etwas länger unterwegs ist. Der Weg führt vorbei an anderen Inseln, sodass die Strecke auch nochmal was fürs Auge zu bieten hat. Das ist besonders wichtig, da wir wirklich schweren Herzens von diesem traumhaften Fleckchen Erde Richtung Heimat aufgebrochen sind.

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Die Rückfahrt

Wir haben uns geschworen, auf jeden Fall zurück zu kommen, so sehr hat uns die Insel in ihren Bann gezogen.

 

 

 

 

Lieblingsorte: Startschuss

Heute beginne ich eine neue Beitragsreihe. Ich möchte euch gerne meine absoluten Lieblingsorte vorstellen. Vermutlich werde ich einiges über Schweden und England zu berichten haben, denn dorthin zieht es mich immer wieder. Genauso werden wir unseren Nachbarn in Österreich und der Schweiz den einen oder anderen Besuch abstatten. Die Lieblingsorte-Reise wird uns aber auch noch an südlichere Plätze führen und auch in der Heimat wird es ein paar Stationen geben.

Vorweg vielleicht erst einmal etwas dazu, wie ich am liebsten reise. Im Sommer sind mein Mann und ich vor allem auf diversen Campingplätzen im europäischen Norden zu finden. Schon lange bevor der „große“ Sommerurlaub ansteht, drehen sich unsere Gedanken mehr und mehr darum. Dann stellen wir uns vor, wie es wäre, wenn wir jetzt in unserem Zelt liegen würden und ganz langsamer, behutsamer Regen darauf prasseln würde. Aahhhhh… da wird mir ganz wohlig ums Herz. Nicht-Camper können das vermutlich nur schwer nachvollziehen 😉 Aber dieser 100%ige Rückzug aus dem Alltag ist einfach herrlich. Man reduziert sich auf das Wesentliche, ist der Natur ganz nah und das 24h am Tag. Man lässt sich einfach treiben, lebt in den Tag hinein und macht das, wonach einem der Sinn steht. Gemeinsames Kochen und Abspülen steht dabei genauso auf der Tagesordnung wie einfach nebeneinander in den Campingstühlen zu sitzen und dabei zuzusehen, wie sich der Tag dem Ende entgegen neigt.

Wir können aber auch anders 🙂 Denn prinzipiell haben wir nichts gegen etwas „luxuriösere“ Unterkünfte. Wenn wir in den Alpen unterwegs sind, darf es gerne etwas mehr Komfort sein: sei es zum Wandern und oder zum Skifahren.

Bei all unseren Roadtrips geht es aber darum, mal abzuschalten, der Natur dabei ganz nah zu sein, die Seele baumeln zu lassen, neue Gegenden, Kulturen sowie kulinarische Genüsse zu erkunden und die Zeit (auch bei ganz banalen Dingen) gemeinsam zu genießen.

Den ersten Halt auf unserer Reise werden wir in Kroatien machen. Mehr dazu in Kürze…