Mini-Hokkaido-Quiches mit karamellisierten Kürbiskernen

DSC04369So langsam neigt sich die Kürbissaison ihrem Ende entgegen. Schade!

Um diesem vielseitigen Kerlchen noch einmal die Aufmerksamtkeit zu schenken, die er verdient, habe ich kleine Mini-Quiches mit Hokkaido gebacken und das Ganze mit einem knusprigen Karamell-Kürbiskern-Topping versehen.

Also ohne viel Schnick und Schnack, relativ klassisch, aber trotzdem super lecker. Und echt schnell zubereitet.

Für den Teig für sechs Mini-Quiches benötigt ihr:

150 g Mehl, 75 g kalte Butter, 1/2 TL Salz, 1 Ei

Verknetet die Zutaten zu einem gleichmäßigen Mürbeteig. Wickelt die fertige Kugel in etwas Frischhaltefolie ein und gebt sie für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank.

Inder Zwischenzeit könnt ihr euch um die Füllung kümmern.

Für die Füllung benötigt ihr:

200 g Frischkäse, 1 Ei, 1 EL Speisestärke, Salz, Pfeffer, Muskat, 225 g Hokkaidokürbis, 1 kleine Zwiebel, etwas Öl und etwas Kürbiskernöl

Verrührt den Frischkäse, das Ei, die Speisestärke sowie Pfeffer, Salz und Muskat zu einem gleichmäßigen Guss.

Schneidet den Hokkaido und auch die Zwiebel in kleine Würfel. Gebt etwas neutrales Öl in die Pfanne und dünstet beides darin an, bis der Kürbis weich geworden ist, aber auch noch ein bisschen Biss hat. Gebt dann nach Belieben einen kleinen Schuss Kürbiskernöl darüber und verrührt das Ganze. Das gibt dem Kürbis ein noch nussigeres Aroma.

Heizt den Backofen auf 160 Grad Umluft vor.

Holt danach den Teig aus dem Kühlschrank und rollt ihn dünn aus. Jetzt kommt es darauf an, wie groß eure Förmen sind und was in etwas der Größe inkl. Rand entspricht. Ich habe eine kleine Schüssel, die sich da ideal eignet. Sie lege ich auf den Teig und fahre dann mit dem Messer vorsichtig daran entlang. Da müsst ihr einfach mal ausprobieren, was am besten passt. Legt dann die Teigkreise in die Förmen und drückt sie vorsichtig fest, sodass sie sich perfekt in die Formen einfügen.DSC04339

Stecht den Teig auf dem Boden ein paar Mal mit einer Gabel ein. Gebt dann jeweils etwas von den Kürbiswürfeln darauf und übergießt sie anschließend mit dem Guss.

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Nun kommen die kleinen Quiches für ca. 10-15 Minuten in den Ofen bis sie schön golden geworden sind.

In der Zwischenzeit kümmert ihr euch um das Topping.

Für das Topping benötigt ihr:

50 g Kürbiskerne, 3 EL Zucker

Gebt den Zucker in eine Pfanne und lasst ihn karamellisieren. Fügt dann die Kürbiskerne hinzu und rührt sie um, bis sie schön vom Karamell überzogen sind. Verziert nun eure Mini-Quiches damit.

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Sobald die Quiches etwas ausgekühlt sind, rettet sie aus den Förmchen und genießt die Kleinen als Vorspeise oder Zwischensnack.

Bon appetit!

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Bratäpfel mit Honigquark-Nuss-Füllung

DSC04308Nach all den vielen und vor allem zahlreichen Leckereien der vergangenen Wochen befinde ich mich momentan in einer Phase, in der ich vor allem Lust auf einfache, leichte Sachen habe. Doch das Schmuddelwetter da draußen entfacht auf der anderen Seite auch mein Verlangen nach Seelenfutter. Und so habe ich etwas gegrübelt, bis mir die zündende Idee kam, mit was ich mich heute auf leichte und schnelle Weise verwöhnen könnte: Bratapfel aus dem Tontöpfchen.

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Ihr müsst wissen, dass das eins jener Rezepte ist, das für mich durch und durch nach Kindheit schmeckt. Meine Mutter hat die Bratäpfel früher immer auf diese Weise zubereitet. Dabei hat sie nie ein richtiges, niedergeschriebenes Rezept gehabt. Und so ist das heute auch eine kleine Premiere. Denn für euch habe ich es jetzt mal schriftlich festgehalten.

Für 2 wundervoll duftende Bratäpfel benötigt ihr:

2 große Äpfel, 250 g Quark 20%, 1 EL Honig, 2 EL gemahlene Hasel- oder Walnüsse, ½ TL Zimt, 1 Ei, nach Belieben 1-2 EL in Rum eingelegte Rosinen

Heizt den Backofen auf 190 Grad vor.

Wascht die Äpfel und stecht die Kerngehäuse aus. Schlagt das Eiweiß steif, verrührt den Quark mit dem Eigelb und gebt die übrigen Zutaten hinzu. Zieht zum Schluss den Eischnee unter die Quarkmasse. Zum Schluss fügt ihr die Rosinen hinzu und verrührt das Ganze nochmals. Setzt die Äpfel in eure Tonförmchen oder eine kleine Auflaufform und füllt die Masse in die ausgestochenen Höhlen. Sollte jetzt noch etwas Quarkmasse übrig sein (was durchaus vorkommen kann, je nachdem wie groß eure Äpfel sind), dann füllt die Masse doch einfach noch rund um eure Äpfel in die Förmchen. Von der Füllung kann man eh nie genug haben 🙂 Alternativ könnt ihr die überschüssige Masse aber auch in eine separate Form geben und den Quark so mitbacken.

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Gebt die Äpfel nun für ca. 25-35 Minuten in den Ofen.

Rettet sie, sobald sie schön golden geworden sind. Bitte beachtet, dass die Garzeit von der Größe eurer Äpfel abhängt, aber auch davon, ob ihr eine offene oder geschlossene Backform verwendet.

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Zündet euch eine Kerze an und genießt den Duft, der nun durch eure Räume wandern wird, während ihr die Äpfelchen etwas abkühlen lasst, bis sie eine angenehme Verzehrtemperatur haben.

Lasst es euch schmecken!

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Topfenknödel mit hausgemachtem Zwetschgenröster

DSC03095Wenn es wieder etwas kühler wird, die Lust auf erfrischende Wassermelone oder Iced Coffee nachlässt und der Herbst bereits an die Tür klopft, erwacht in mir die Vorfreude auf die bunte, vielfältige Welt der Mehlspeisen.

Gerade im Spätsommer, wenn die Ernte von Äpfeln, Birnen und Zwetschgen ansteht und man die süßen Speisen mit frischem Obst verfeinern kann, versetzt mich allein der Gedanke daran in Hochstimmung.

Und nun war es endlich soweit: Ich habe den offziellen Saisonstart mit super zarten, fluffigen Topfenknödeln und hausgemachtem Zwetschgenröster gefeiert.

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Für 6 Personen als Nachtisch gereicht, benötigt ihr folgende Zutaten für die Knödel:

70 g Butter, 1 Prise Salz, 2 EL Puderzucker, geriebene Schale von 1/2 unbehandelten Zitrone, 500 g Schichtkäse, 2 Eier, 1 Eigelb,  170 g Mehl, plus etwas Mehl zum Formen; sowie für die Brösel: 150 g Butter, 150 g Semmelbrösel, etwas Puderzucker

Rührt die zimmerwarme Butter mit der Prise Salz, dem Puderzucker und der Zitronenschale schaumig. Gebt dann die Eier dazu und rührt diese unter. Fügt anschließend das Mehl und den Schichtkäse hinzu und verrührt das Ganze zu einer gleichmäßigen Masse. Stellt diese anschließend für ca. 1 Stunde kühl.

In der Zwischenzeit bereitet ihr dann den Zwetschgenröster zu – für eine große Portion benötigt ihr:

1 kg Zwetschgen, 200 g Zucker, 2 cl Wasser, 5 ganze Nelken und eine Zimtstange

Gebt das Wasser gemeinsam mit dem Zucker und den Gewürzen in einen großen Topf. Kocht das Ganze unter Rühren auf bis sich der Zucker gelöst hat. Dreht die Hitze etwas herunter und gebt die gewaschenen, entkernten und längs geviertelten Zwetschgen in den Sud und lasst sie langsam vor sich hin köcheln. Rührt ab und zu mal um. Je nach Hitze der Platte und Reifegrad der Zwetschgen kann das Kochen länger oder kürzer dauern. Das Obst sollte schön weich sein, aber noch nicht komplett auseinanderfallen. Durch den Fruchtsaft und den Zucker sollte eine schöne sirupartige Flüssigkeit entstanden sein.

Ihr werdet für die Topfenknödel nur ca. 1/3 des Rösters benötigen. Den Rest könnt ihr entweder heiß in saubere Schraubgläser füllen oder in Dosen verstaut einfrieren. So habt ihr auch den ganzen Winter hindurch super leckeren Röster und könnt immer ganz spontan darauf zugreifen.

Jetzt geht es mit den Knödeln weiter.

Bereitet einen kleinen Teller oder eine kleine Schale mit etwas Mehl vor. Holt die Schüssel mit der Topfenmasse aus dem Kühlschrank und legt euch zwei Löffel zurecht. Stecht damit kleine Teile der Masse ab und lasst sie vorsichtig in das Mehl plumpsen. Formt dann mit den Händen kleine Knödel. Sie sollten etwa einen Durchmesser von 3-4 cm haben. Verfahrt so bis der Teig aufgebraucht ist. Stellt einen großen Topf mit Salzwasser auf und wartet bis es sachte siedet. Gebt dann – am besten mit Hilfe eines Schöpflöffels – einzeln die kleinen Kugel in das Wasser. Sie benötigen nun etwa 12 Minuten bis sie gar sind. Achtet darauf, dass das Wasser nicht zu stark kocht, denn sonst könnten die kleinen Knödel auseinanderfallen und zerkochen.

In der Zwischenzeit gebt ihr die Butter in eine Pfanne und lasst sie schmelzen. Fügt dann die Semmelbrösel hinzu und verrührt das Ganze zu einer leicht pappigen Masse. Sobald die Knödel fertig sind, holt ihr sie nacheinander aus dem Wasser und wendet sie vorsichtig in den Bröseln bis sie damit vollständig bedeckt sind.

Richtet die Knödel dann mit dem Zwetschgenröster und etwas Puderzucker an. Am besten schmecken sie, solange sie noch lauwarm sind.

Bon appetit!

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Extracremige Cheddar-Mais-Fusilli

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Wenn der Sommer eine Pause macht, kühle Temperaturen und tristes Wetter Einzug halten, dann braucht die Seele etwas, das sie streichelt. In mir erwacht in solchen Momenten immer die Lust auf ein typisches Herbst-/Winter-Essen. Geht euch das auch so?

Schöne gehaltvolle Käsenudeln kann man natürlich auch im Sommer essen, aber nur wenn es draußen grau und ungemütlich ist, schmecken sie so unvergleichlich gut wie sie es in diesen Tagen tun.

Für 2-3 Portionen der extracremigen Cheddar-Fusilli benötigt ihr:

250 g Fusilli (oder andere Nudeln), 25 g Butter, 400 ml Milch, 75 g geraspelten Cheddar, 1/2 TL Senf, 1 Dose Mais, 50 g Paniermehl, 25 g geraspelten Cheddar.

Kocht die Fusilli nach Packungsanleitung bis sie al dente sind. Gebt die Butter in eine Pfanne und lasst sie langsam schmelzen. Rührt dann das Mehl unter und gebt nach und nach die Milch unter Rühren hinzu. Lasst die Soße solange köcheln bis sie eingedickt ist. Reduziert die Hitze, fügt die 75 g Cheddar sowie den Senf hinzu. Rührt das Ganze immer wieder um bis der Käse komplett geschmolzen ist. Gießt den Mais aus der Dose in ein Sieb und lasst die Flüssigkeit auf diese Weise abtropfen. Gebt ihn anschließend in die Käsesoße und fügt auch die fertig gekochten und abgegossenen Nudeln hinzu.

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Hebt die Fusilli vorsichtig unter und füllt sie dann in eine oder mehrere ofenfeste Formen. Vermischt das Paniermehl mit dem restlichen Cheddar und verteilt dieses Topping gleichmäßig auf den Nudeln. Schiebt die Form in den Backofen und lasst sie solange mit der Grillfunktion drin bis die Oberfläche goldbraun und knusprig ist.

Bon appetit!

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Lasst es euch schmecken und träumt schon mal etwas vom nahenden Herbst. Vergegenwärtigt euch einmal die schönen Seiten dieser Jahreszeit und freut euch darauf. Dann fühlt sich die Sommerpause gleich nur noch halb so schlimm an.

Kaspressknödel auf Salat

DSC02369Ganz gleich ob im Sommer nach dem Bergsteigen oder im Winter nach dem Skifahren – was gibt es Schöneres als nach einem anstrengenden Tag auf dem Berg eine wohltuende, reichhaltige Speise aus der alpenländischen Küche zu sich zu nehmen und sich damit für den kommenden Tag zu stärken? Richtig – NICHTS 🙂

Was soll ich sagen… da ich praktisch mein ganzes Urlaubsleben in Kindheits- und Jugendtagen in der Schweiz und Österreich verbracht habe, bin ich ein absoluter Fan der Alpenküche. Ob herzhaft oder süß – die wissen einfach, was der Seele gut tut.

Heute stelle ich euch mein Rezept für unvergleichlich leckere Kaspressknödel vor. Ich serviere sie in den Sommermonaten am liebsten mit einem frischen, knackigen Salatteller. Im Winter machen sie die klare Rindersuppe (oder wie man auch sagt „Rindssuppe“) zum absoluten Hit.

Für vier hungrige Bergsteiger (oder Skihasen) benötigt ihr:

600 g helles Brot (oder alternativ Brötchen/Toastbrot) vom Vortag, 6 Eier, 150 g Quark, 1 Bund frische Petersilie (am besten glatt), Salz, Pfeffer, gem. Muskatnuss, 150 g Butter, 1 Zwiebel, 150 ml Milch, 100 g geriebenen Emmentaler, 200 g würzigen Bergkäse, Butter zum Braten.

Schneidet das altbackene Brot bzw. die Brötchen in kleine Würfel und gebt sie in eine große Schüssel. Schlagt die Eier auf und gebt sie ganz zu den Brotwürfeln. Fügt auch den Quark und die gehackte Petersilie hinzu und würzt das Ganze mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss.

Gebt die Butter in die Pfanne und schmelzt sie langsam. Fügt dann die in feine Würfel geschnittene Zwiebel hinzu und schwitzt sie an. Löscht das Ganze anschließend mit der Milch ab. Lasst es noch kurz etwas köcheln und schaltet die Herdplatte dann aus. Lasst die Ei-Milch-Masse etwas abkühlen und gebt sie über die Brotmasse. Verknetet das Ganze zu einer homogenen Masse.

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Und jetzt kommt der Geheimtipp! Stellt die Schüssel mit der Masse am besten über Nacht in den Kühlschrank und verarbeitet sie erst am nächsten Tag zu kleinen Knödeln. Das Ganze kann dann richtig toll durchziehen und die Knödel werden viel saftiger und fluffiger sein. Falls ihr euch nicht bis zum nächsten Tag gedulden könnt, könnt ihr sie natürlich auch direkt in die Pfanne werfen 🙂 Sie schmecken natürlich auch so gut, aber sie die Nacht stehen zu lassen, macht den kleinen aber feinen Unterschied aus.

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Nehmt nach und nach eine Handvoll Knödelmasse aus der Schüssel und formt sie zu Kugeln. Drückt sie dann vorsichtig etwas platt, sodass kleine runde Plätzchen entstehen. Verfahrt so mit dem restlichen Teig. Lasst die Butter in der Pfanne schmelzen und gebt dann die Knödel hinzu. Bratet sie am besten nicht zu scharf und schnell an, denn ihr wollt ja auch, dass sie innen durchgebackenen sind. Lieber etwas Temperatur herunter nehmen. Wendet sie regelmäßig bis sie eine goldbraune Farbe haben. Ich decke die Pfanne zwischendurch immer mit einem Deckel ab, damit sie auch im Kern gut durch werden und schön heiß sind.

Genießt die Knödel dann mit einem bunten Salatteller eurer Wahl.

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Bon appetit! 

Kennt ihr das auch? Es gibt bestimmte Gerichte, die man einfach unweigerlich mit Urlaub verbindet. Wenn man genüsslich hineinbeißt und die Augen schließt, hat man die gesamte Urlaubskulisse vor Augen. Ja man kann förmlich die Landschaft mit ihrem ganz eigenen Duft in der Nase wahrnehmen und spürt sogar, wie die Sonne sanft das Gesicht kitzelt… haaaach…

Mir geht es defintiv immer so, wenn Kaspressknödel vor mir auf dem Teller liegen. Zack… und ich bin am Hintersteiner See.

Bei welchen Leckereien verspürt ihr das größte Fernweh?

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Rote-Beete-Carpaccio mit Parmesan, karamellisierten Walnüssen und Rucola

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Sommerzeit ist Grillzeit. Ein leckeres Stück Fleisch vom Grill ist was Feines. Aber was wäre das tollste Steak ohne eine atemberaubende Beilage? Richtig – nichts!

Deshalb zeige ich euch heute eine meiner liebsten und einfachsten Beilagen.

Für 4 Personen benötigt ihr:

1 Packung fertig gegarte Rote Beete, Kürbiskernöl, dunkle Balsamico Crema, 75g frisch gehobelten Parmesan, etwas frischen Rucola, 100g Walnüsse, 3 EL flüssigen Honig, Salz, Pfeffer

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Holt die fertig gegarte Rote Beete aus der Vakuumverpackung und schneidet die Knollen in feine Scheiben. Richtet diese fächerartig auf einer großen Platte oder einem Teller an.

Beträufelt die Rote Beete mit dem Kürbiskernöl und der Balsamicocreme. Würzt das Ganze mit Salz und Pfeffer.

Parmesan schmeckt am besten, wenn man ihn ganz frisch hobelt. Deshalb habe ich in meinem Kühlschrank immer ein ganzes Stück davon vorrätig. Verteilt den Käse auf der Roten Bete.

Gebt die geschälten Walnüsse in eine kleine Schüssel und träufelt den Honig darauf. Vermengt das Ganze und gebt es auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Röstet die Walnüsse nun auf 175 Grad bis sich in eurer Küche der traumhafte Duft von Karamell verbreitet. Das wird ca. 5-7 Minuten dauern. Lasst sie noch etwas auskühlen bevor ihr sie dann auf der Roten Beete verteilt. Zum Schluss verleiht ihr dem Teller noch etwas Grün, indem ihr den frischen Rucola darauf streut.

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Reicht nach Belieben etwas frisches, noch lauwarmes Ciabatta dazu, um das tolle Dressing restlos vom Teller genießen zu können 🙂

Bon appetit!

Pflücksalat mit Himbeeren, Aprikosen und Ziegenfrischkäse

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Wenn die Tage heißer werden, sehne ich mich auf dem Teller immer nach kleinen, leichten und vor allem erfrischenden Leckereien. Irgendwas, das sich schnell zubereiten lässt und am besten nicht in irgendeiner Weise erhitzt werden muss. Da gilt die Devise: die Küche und damit auch die restlichen Zimmer bloß nicht noch wärmer machen als sie eh schon sind 🙂

Trotzdem sollte es natürlich etwas sein, das mich in dieses „ahhhh…-Gefühl“ versetzt, das sofort Entspannung und Wohlgefühl durch meine Adern schießen lässt.

In meinem Kopf rattert es… was könnte das nur sein?!? Der Blick in den Kühlschrank und die übrigen Vorräte folgt… Da ist noch grüner Pflücksalat. Das ist schon mal eine gute Grundlage. Ah, und Ziegenfrischkäse ist auch noch da. Dann fällt mein Blick auf das Obst. Himbeeren und Aprikosen. Ohhh… das ist es 🙂

Und los geht es mit dem Waschen, Schneiden und Anrichten. In Nullkommanix habe ich mir eine köstlich-leichte Salatschale gezaubert.

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Für 1 Portion braucht ihr:

Etwas grünen Pflücksalat (in meinem Fall waren die Blätter einfach riesig, sodass zwei Stück ausgereicht haben), eine Handvoll Himbeeren, 1 Aprikose, ein Töpfchen Ziegenfrischkäse und frischen Basilikum.

Wascht den Salat und teilt ihn in mundgerechte Stücke. Gebt ihn in eine Schale. Wascht die Aprikose und teilt sie in Viertel, die ihr dann in kleine Würfel schneidet. Richtet sie zusammen mit den abgebrausten Himbeeren auf dem Salat an. Nehmt euch das Frischkäsetöpfchen und stecht mit Espressolöffeln einige kleine Nocken ab und gebt sie auf den Salat. Verteilt nun noch den frischen Basilikum darauf.

Das Dressing habe ich ganz neutral gehalten, damit es die feinen Aromen der Früchte und des Käses nicht überdeckt.

Für die Vinaigrette braucht ihr:

Hellen Balsamico, Olivenöl, Pfeffer, Salz, Zucker.

Gebt in etwa 2 EL Balsamico in eine kleine Schale, fügt 1 EL Olivenöl hinzu und schmeckt das Ganze mit den Gewürzen unter Rühren ab.

Und nun ab damit auf den Salat 🙂

Bon appetit!

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Grüne Soße

DSC01130Heute präsentiere ich euch mal zur Abwechslung einen deftigen Klassiker aus der hessischen Küche: die grüne Soße. Mindestens einmal im Jahr muss sie selbst gemacht bei mir auf den Tisch. Ich liebe sie, weil sie im Frühjar so herrlich leicht und erfrischend ist. Für mich ist sie der Inbegriff dessen, wie Frühling schmeckt – all die herrlichen frischen Kräuter. Und dabei ist sie noch so vielseitig kombinierbar. Egal ob ganz klassisch mit Kartoffeln, zum panierten Schnitzel oder auf Brot als kleine Canapees.

Doch bevor wir mit dem Rezept loslegen, machen wir noch eine kleine Kräuterkunde. Denn ihr sollt ja auch wissen, welche Kräuter ihr gleich verarbeiten werdet 🙂

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Eine traditionelle Frankfurter Grüne Soße besteht aus exakt sieben Kräutern. Manche davon begegnen euch sicherlich (fast) tagtäglich, wie zum Beispiel Petersilie und Schnittlauch.

Pimpinelle hingegen findet (leider) nicht so häufig den Weg auf unsere Teller. Und auch in den frischen Grüne-Soße-Päckchen sind sie oftmals nur mit der Lupe zu finden. Ich habe heute Glück. Das Paket mit den Biokräutern lässt mein Herz höher schlagen, als ich ein ganzes Bündel von den tollen Kräuterstängeln vorfinde. Nicht nur, dass sie gut schmecken, sie sehen auch noch echt hübsch aus.

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Kerbel ähnelt vom Aussehen her ein bisschen der Petersilie, ist allerdings etwas graziler gebaut.

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Sauerampfer sind großblättrige Kräuter, die es in vielen verschiedenen Variationen gibt. Darunter auch ganz hübsche mit roter Färbung. Oftmals verwende ich sie auch als Topping für Salate.

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Auch Borretsch besteht aus großen Blättern. Im Vergleich zum Sauerampfer sind sie aber robuster, haben eine deutlichere Blattstruktur und sind leicht „behaart“.

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In den meisten Fällen findet sich ganz normale Kresse in den Grüne-Soße-Paketen. In meinem Fall bin ich aber auf Brunnenkresse gestoßen. Diese unterscheidet sich durch ihre Größe und Form von „normaler“ Kresse.

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Aber jetzt geht es endlich los…

Für eine Portion braucht ihr:

1 Paket frische Grüne-Soße-Kräuter, 500g Naturjoghurt, 250g Quark, 300g Schmand, 2 TL Senf, etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Zucker oder Honig, 4 (hartgekochte) Eier

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Verrrührt Joghurt, Quark und Schmand mit dem Senf und dem Zitronensaft zu einer homogenen Masse. Spült die frischen Kräuter ab und hackt oder püriert sie nach Belieben. Ich mag es ja am liebsten, wenn man die Kräuter noch merkt und sie etwas „Biss“ haben 🙂 Hebt sie unter die Joghurtmasse. Schmeckt das Ganze vorsichtig mit Pfeffer, Salz und Zucker oder Honig ab. Lasst die grüne Soße vor dem Verzehr etwas durchziehen und schmeckt sie nochmals ab. Kocht die Eier und lasst sie auskühlen. Nun habt ihr die Wahl, ob ihr sie pellt, kleinschneidet und direkt in die Soße gebt oder sie einfach ganz auf den Teller gebt und so dazu esst.

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Bon appetit!

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PS. Auch der kleinen Schnecke, die sich in dem Kräuterberg versteckt hatte, schien es gut geschmeckt zu haben 🙂

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Gebratener Spargel mit Kirschtomaten und Parmesan

Bei Spargel scheiden sich ja meist die Geister. Entweder man liebt ihn oder man hasst ihn. Ich gehöre definitiv zur ersten Gruppe. Jedes Jahr fiebere ich dem Anstich entgegen.

Vor allem auch, weil er so vielfältig einsetzbar ist: ob als Gemüse, Salat oder Suppe – ganz klassisch und gehaltvoll mit Sauce Hollandaise oder aber leicht und erfrischend wie der Frühling selbst.

Heute zeige ich euch ein Rezept, das beweist, dass Spargel nicht immer nur gekocht werden muss. Wenn es schnell gehen und trotzdem lecker sein soll, werfe ich Spargel immer in die Pfanne. Den gebratenen Spargel mit Kirschtomaten und Parmesan könnt ihr entweder als Hauptgericht ganz low carb (wie hier beschrieben) genießen, eine Beilage wie Wildreis oder ein schönes Steak dazu reichen.

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Ihr braucht für 2 Portionen:

250g grünen Spargel, 100g Kirschtomaten, 50g frisch geraspelten Parmesan, 2 EL Olivenöl, abgeriebene Schale einer halben unbehandelten Zitrone, Salz und Pfeffer

Schält das untere Drittel des Grünspargels. Die restlichen 2/3 Drittel der Haut sind in der Regel so zart, dass ihr sie nicht schälen müsst. Überprüft, ob die Spargelenden trocken und ggf. etwas hart sind. Falls dem so ist, schneidet die Enden (ca. 1cm) ab. Schneidet dann die Spargelstangen in drei etwa gleiche große Teile (so passen sie besser in die Pfanne).

Gebt das Olivenöl in eine große Pfanne und lasst es langsam warm werden. Sobald das Öl heiß genug ist, gebt ihr die Spargelstücke hinzu. Wendet sie in regelmäßigen Abständen, sodass sie schöne goldbraune Stellen erhalten. Würzt sie mit Salz, Pfeffer und der Zitronenschale. Je nach Dicke benötigt der Spargel ca. 5-7min bis er gar ist. Überprüft das, indem ihr den Gabel-Pieks-Test macht. Sobald der Spargel schön zart ist, gebt ihr die Kirschtomaten (je nach Größe ganz oder halbiert/geviertelt) hinzu und schwenkt sie kurz mit an.

Richtet die Spargelpfanne vor dem Servieren mit den Parmesanraspeln an und lasst es euch schmecken 🙂

Bon appetit!

Grüne Soul-Pasta: Tagliatelle mit Blattspinat an Frischkäse-Weinsoße

Es gibt eine Handvoll Dinge, die mich glücklich machen, wenn es mir eigentlich schlecht geht. Dazu zählt definitiv Pasta. Nudeln gehen eigentlich immer – in allen nur erdenklichen Variationen. Egal ob kalt oder warm, deftig oder süß, fertig gekauft oder selbst gemacht.

Diese Kreation ist an einem Tag entstanden, an dem es mir nicht so gut ging, ich aber schnell etwas Leckeres essen wollte, das meine Seele streichelt und mir wieder ein Lächeln aufs Gesicht zaubert.

Die Kombination aus frischem Blattspinat mit Frischkäse und Datteln ist in letzter Zeit mein Dauerbrenner. Alternativ funktioniert das auch sehr gut mit Ziegenfrischkäse und Mangold. Der deftig-feine Geschmack von Spinat in Verbindung mit dem cremigen Frischkäse und der süßen Note der Datteln sind einfach zum Niederknien.

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Okay… ich will euch nicht länger auf die Folter spannen.

Für 1-2 Portionen der grünen Soul-Pasta benötigt ihr folgende Zutaten:

125g grüne Tagliatelle, 150g Blattspinat, 1 Frühlingszwiebel, 1 Stich Butter, 5 getrocknete Tomaten oder eine Handvoll frische Kirschtomaten (ich hatte leider keine frischen zur Hand und habe deshalb die getrockneten verwendet), 3 frische (oder getrocknete) Datteln, 3 EL Frischkäse natur, 50ml Weißwein, 1 EL Honig, Salz, Pfeffer

Und los geht’s:

Einen Topf mit Salzwasser für die Nudeln aufstellen und die Pasta darin al dente kochen.

Spinat gut waschen, trocken schütteln und in feine Streifen schneiden. Frühlingszwiebel und Datteln ebenfalls in Scheiben schneiden. Gemeinsam mit einem Stich Butter andünsten. Den Honig hinzufügen und kurz die restlichen Zutaten damit glasieren lassen. Dann die halbierten oder geviertelten Kirschtomaten hinzugeben. Mit dem Weißwein ablöschen. Den Frischkäse in die Pfanne geben und unter die Zutaten rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Pasta abgießen, in die Spinatpfanne geben und alles vorsichtig miteinander vermengen. Je nach Konsistenz ggf. noch einen Schluck Weißwein hinzufügen. Die Soße sollte schön an der Pasta haften, aber nicht zu fest sein.

Bon appetit 🙂

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